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Um sich vorstellen zu können, dass und
vielleicht wie so etwas geht, ein ganz praktisches Beispiel: Wenn du ein Musikstück hörst, unterliegst du unterbewussten „Mechanismen“. Dein Gehör ist nicht allein, aber auch Gewohnheiten
unterworfen. Wenn du auf eine Musikrichtung fixiert bist, wirst du eher „schön“ finden, was dem Gewohnten ähnelt. Dies prägten zu großen Teilen Entwicklungszeiten, an die wir uns nicht mehr
erinnern können. Oft sind wir aber auch bereit, unterbewusst ein Musikstück eher als „schön“ zu empfinden, wenn es uns als „Hit“ vorgestellt wird oder wenn Freunde es stark finden usw. Mit einer
verengten Weltsicht verengt sich auch die Aufnahmefähigkeit für Schönes. Es geht dabei sowohl um das aktive Produzieren von „Schönem“ als auch einfach das Genießen dessen, was andere gemacht
haben. Das schließt ein, Harmonien in vordergründigen Disharmonien zu entdecken, Auseinandersetzungen als kreativ annehmen zu können. Das erklärt zum Beispiel mit, warum immer wieder neu-
Elterngenerationen den Musikrichtungen ihrer Kinder so skeptisch gegenüberstehen, sie häufig nicht einmal als Musik akzeptieren. Wenn du dann nachfragst, ist denen das mit ihren Eltern genauso
gegangen, und eigentlich müsste ihnen einleuchten, wenn der nächste Stil für die spätere Generation … und immer weiter so fort ...
Vielleicht kann man sich ein winziges
Startbild machen, wenn man das System der Sportförderung in der DDR auf alle Bereiche der Persönlichkeitsentfaltung ausdehnte. Also eine Wechselwirkung von „Breitensport“ und
„Leistungssport“.
Oder nimm die Mode: Sie ist ja von „Markt-Bedürfnissen“ bestimmt: Damit möglichst viel verkauft wird, muss man dem Kleidungsstück ansehen, aus welchem Jahr es stammt. Das hat zur Folge, dass möglichst viele schnell das jeweils Neueste kaufen, um nicht als „unmodern“ abgestempelt zu werden. Wenn eben in einem Jahr „der Minirock“ aufkam, dann war auch das Mädchen gedrängt, ihn anzuziehen, das die eigenen Beine viel lieber nicht gezeigt hätte. Ich behaupte nicht, das dies im Kommunismus vollständig verschwinden wird. Es wird aber zurückgedrängt durch die mehr oder weniger dezente Betonung der speziellen Individualität der Einzelnen. Die Zahl derer, die selbst kreieren, wovon sie meinen, dass etwas zu ihnen passt, wird drastisch zunehmen. Die eigenen Ideen, solch eigene Kreationen auch umzusetzen, ebenfalls. Sie sich planbar zu beschaffen ermöglicht das Medium Internet genauso wie die Schaffung einer eigenen „Modegemeinde“ - die dann eine eigene Produktions- und Vertriebskette organisiert. Das kostet ja nichts außer Ideen und etwas Zeit … und ist eine Frage des Selbstbewusstseins – für die sich Kleidenden, wenn sie eine echte „Stumphusen“ tragen, und für die Stumphusen, dass sie eben „die Stumphusen“ ist. Neu ist nur, dass die auch vorhandene Massenproduktion aussehen darf wie die Stumphusenkollektion … aber nicht muss ...
Zu den besonderen "Eignungen" die ein Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten mitbringt, ist in linken Medien schon viel geschrieben worden. Glücklicherweise ist das Amt nicht mehr so Hindenburg-wert, als dass man es beständig wiederkäuen müsste. Die Frage bleibt aber, warum angeblich eine Mehrzahl "der Deutschen", vielleicht sogar mehr als die Zahl der Käufer von "Deutschland schafft sich ab" diesen Präsidenten haben wollen sollte. Man könnte nach jener mdr-Umfrage, die das totale Gegenteil offengelegt hatte / hätte, weshalb sie schnell "verschwand", eine wissenschaftliche Abhandlung darüber schreiben können. Ich versuchte es mit einem Gedicht:
In einem spiegelkabinett
steht ganz adrett
und einsam er,
der redakteur,
und leidet unter großer qual,
weil gerade ihm sein chef befahl:
das dumme volk, das das nicht weiß,
braucht schleunigst einen topbeweis,
dass gauckelchen der beste ist
dem aus der hand es kniend frisst
und den es liebt
wie´s auf der welt das selten gibt.
Der redakteur der weiß genau,
hat mann noch grips und grips die frau,
würd man es tunlichst bleiben lassen,
solch beelzebub gar anzufassen.
von liebe ist da keine rede
bei denen, die nicht völlig blede.
Doch wahr ist wahr und chef ist chef
erlaubt mir nicht, dass ich laut kleff
was meinung wird in diesem land
ist das, was man geschrieben fand
in meinem geistentleerten blatt
weil geld es schon entschieden hat
Der redakteur sieht spiegel eins
ein gegenwort bekommt er keins,
sieht spiegel über, neben sich
und alle sind gar einiglich:
das volk verlangt nach solchen gaben
es will den gauck zum vor-bild haben
In einem spiegelkabinett
steht ganz adrett
und einsam er,
der redakteur,
und hat nun endlich klar erkannt:
den gauckel-vormund braucht das land
Was soll man von einem solchen Staat halten?
Es gehört eigentlich zu den besonderen "Qualitäten" eines Bodo Ramelow, die Linke auf einen Integrationskurs in die kapitalistische Gesellschaft führen zu wollen, so scheint es oft.
Diese Gesellschaft gibt aber immer mehr ihrer ursprünglichen "bürgerlichen Werte" preis.
Der Strafbefehl, den der gewählte Abgeordnete Ramelow auf seiner öffentlichen Präsentation zugängig macht,sollte einen anständigen Menschen grausen lassen.
Man versuche die Logik zu verstehen: Dem antifaschistischen "Straftäter" wird nicht zur Last gelegt, dass er Gewalt betrieben, zu ihr aufgerufen oder sie billigend in Kauf genommen hätte. Im Gegenteil! Sein Bemühen um Mäßigung wird ihm zur Last gelegt. Und das alles, weil ein "Aufzug" der "Jungen Landsmannschaft Ostdeutschlands" genehmigt war. Unsere Urgroßeltern erinnern sich sicher "genehmigter Aufzüge". Dieser Staat also will die wieder? Oder "nur" die sächsische Staatsanwaltschaft?
Wehret den Anfängen ...
http://www.bodo-ramelow.de/fileadmin/bodoramelow/Dokumente/12-02-17_strafbefehl-dd.pdf
PS: Interessant auch der folgende "Zeit"-Kommentar, der die Gedankenlogik voraussetzt, dass "linke gewalttätige Extremisten" in mehrerer Hinsicht das Produkt des Handelns der Staatsmacht sind:
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-02/dresden-neonazis-menschenkette
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