Montag, 11. august 2008
 

 kein deutsches gebet

 

oh herr komm und mache mir

meinen schlafsack aus papier

reißfest und wasserundurchlässig

dafür

das versprech ich dir

ess ich

nur fünfmal die woche und nur

reis

so bleib ich schlank

und ich glaube ich weiß

ich bin dir so ehrlich ergeben

und freu mich und bin voller dank

bald bei dir

im hause zu leben


PS: Das ist nicht als Spottgedicht gedacht, ich werde zu oft missverstanden. Es ist nichts als tief schmerzender Sarkasmus im Angesicht absolut unnötiger Armutsleiden auf dieser Erde. 

veröffentlicht in: politische Literatur Community: Mehr menschlichkeit
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Sonntag, 10. august 2008
Jeder, der diesen Blog, jeder, der mich kennt, dass ich ein hoffnungsloser Träumer von einer harmonischen Welt ohne Krieg und ohne jede Missachtung anderer Menschen, die irgendwie anders sind als man selbst, bin.

Wie kann ich etwas dazu beitragen, damit gleich Gesinnte zusammenfinden?
Ich weiß ich muss.
Aus diesem Grund habe ich die Blog-Idee mit den Friedenstexten auf http://friedensblog.over-blog.net und der Möglichkeit, sich jeden Tag gegen deutsche Kriegspolitik auszusprechen über http://friedensblog.over-blog.de "erfunden" ... nein, die Idee hat mich gefunden. Unsere Autorengemeinschaft "Fensterblick" macht mit - so wie sie bei der "Friedenslesung" 2007 mitgemacht hat. 1320 Texte aus 4 Kontinenten waren es damals, möglichst viele (?????) Stimmen gegen den Krieg sollen es diesmal werden - jeden Tag.

Nun sind wir einen Schritt zurück gegangen: Damit wirklich sich keiner vor dem Wortwust vergraulen lassen muss, kann man jetzt ganz schnell und einfach auf http://friedensblog.over-blog.de gehen und kann dort den entscheidenden, unübersehbaren Satz anklicken.

Ich träume von Tausenden, die das täglich täten - und freue mich über jeden einzelnen.

veröffentlicht in: Gewalt Frieden Community: Mehr menschlichkeit
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Sonntag, 10. august 2008

3.2 Weiter sollte bei alledem auch die mögliche Entwicklung der Produktivkräfte in Rech­nung gestellt werden. Wenn es z.B. gelänge, die für uns unerschöpflichen Energien aus Sonne, Mond, Erde und die Möglichkeiten des Wasserstoffs kostengünstig zu erschließen und zu speichern, könnten die fossilen Brennstoffe ersetzt werden. Das hätte außeror­dentlich starke Auswirkungen auf die Weltpolitik und die Beschleunigung des wissen­schaftlich-technischen Fortschritts, besonders auch auf die Möglichkeiten des Aufholens der Entwicklungsländer. Weitere Automatisierung und die mögliche Biologisierung vieler Zweige der Industrieproduktion täten ein übriges. Eine raschere Entwicklung der Arbeits­produktivität würde die Herausbildung der materiell-technischen Grundlagen des künfti­gen Weltsozialismus beschleunigen und auch Möglichkeiten der realen Anderung von Ei­gentumsverhältnissen ausweiten.

Andererseits müssen die weitere Klimaerwärmung und ihre möglichen katastrophalen Folgen, letztlich die gesamte Menschheit betreffend, in Betracht gezogen werden. Das könnte Auswirkungen haben, die auch die bisherigen Überlegungen weitgehend über den Haufen werfen würden. Aber eins würde bleiben: Wenn die Menschheit überhaupt über­lebt, wird sie weil sie vernunftbegabt ist irgendwann künftig im Sozialismus leben.

 

veröffentlicht in: Theorie Community: Linke Literatur & Toleranz
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Samstag, 9. august 2008

der blumentopf
auf dem schreibtisch
hypnotisiert die handkante
komm
ein hieb
mach den bukowski
sag dem leben
es würgt
 

während
letzte nachrichten
meine magenwände
in zahntaschen stülpen
zittert die blutende zunge
auf frei liegendem nerv
hoffe ich
auf harmonie

veröffentlicht in: politische Literatur Community: Antifa
Kommentar hinzufügen Kommentare (2)    empfehlen
Samstag, 9. august 2008

3 Zusätzliche Erwägungen

3.1 Die reale Geschichte ist reicher als jede Voraussicht. Die historische Spanne bis zum Untergang des Kapitalismus erweist sich als weit länger, und das Kapital zeigt sich erheb­lich lernfähiger als Marx und Engels im ,,Manifest“ zunächst angenommen hatten.

Auch die Staaten spielen in der heutigen Zeit in der Weltpolitik und in der Weltge­schichte eine weit größere Rolle als zu erwarten gewesen wäre (2 Weltkriege und ihre Folgen). Die Beziehungen der Staaten werden noch lange Zeit im Vordergrund stehen. Die Klassenkämpfe in den einzelnen Ländern sind aber eng mit der internationalen Politik der Staaten verwoben.

Der bürgerliche Staat ist nicht mehr nur Instrument der herrschenden Klasse zur Un­terdrückung der Ausgebeuteten er ist selbst zu einer starken ökonomischen Potenz angewachsen, ist Element der Produktionsverhältnisse geworden, hat sich zu einem Ap­parat zur möglichen Leitung der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft entwickelt und er tritt international als eine Art kapitalistischer (Gruppen-)Eigentümer (sozusagen ,,im Na­men des Volkes“) auf. In bestimmtem Maße existieren tatsächlich politisch wirksame ,,na­tionale Interessen“, die auch die Nicht-Eigentümer von Produktionsmitteln berühren.

Auf diesen Grundlagen ist die relative Selbständigkeit des Staates innerhalb der Ge­sellschaft gestiegen. Er ist, gerade auch in seiner bürgerlich-demokratischen Gestalt, von den Klassen und Schichten und politischen Richtungen umkämpft. Er könnte prinzipiell mit dem nötigen Druck von unten auch zu einem Instrument der Veränderung der Machtverhältnisse und zur schrittweisen Transformation der gesellschaftlichen Verhältnis­se in Richtung Sozialismus entwickelt und als solches genutzt werden.

 

 

veröffentlicht in: Theorie Community: Linke Literatur & Toleranz
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Freitag, 8. august 2008

2.3 Dieser Anfang würde und könnte in der Ökonomie zunächst doch nur darin bestehen, vor allem durch Anderung der Steuergesetze zu Ungunsten der Superreichen und des arbeitlosen Einkommens bei gleichzeitiger Erhöhung des staatlichen Anteils am Bruttoso­zialprodukt und durch die Senkung unnötiger (und schädlicher) Ausgaben (bes. Rüstung) mit einer sozialistischen Gesellschaftspolitik, besonders einer wirklichen Sozialpolitik, zu beginnen. Direkte Eingriffe in die Eigentumsverhältnisse (wie übernahme von Großban­ken) würden die Massen (einschließlich Mittelschichten) nicht unmittelbar berühren. Auch nachfolgende Anderungen in der Produktionsstruktur (z.B. Ausbau des Umweltschutzes, Abbau der Rüstungsindustrie) würden einvernehmlich und sozialverträglich erfolgen.

Entsprechende Varianten für all das sollten dem Volk vorgerechnet werden, damit es die Möglichkeit und die Vorteile einer solchen Politik begreift und sich dafür entscheidet.

 

veröffentlicht in: Theorie Community: Linke Literatur & Toleranz
Kommentar hinzufügen Kommentare (3)    empfehlen
Freitag, 8. august 2008
wenn atomwaffen
nur araber töteten
ließe man sie
gleich los
wäre die forschung
ihr geld wert

sirrend heiß
beginnt der monat
der ersten pilze

nach dem rom
das nicht mehr steht
führten viele wege
zum ende des menschen
auch



Macht mit bei der Internet-Friedensdemo.
Votet gegen deutschen Militarismus!
veröffentlicht in: politische Literatur Community: Linke Literatur & Toleranz
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Donnerstag, 7. august 2008

2.2 Wer sich für eine sozialistische Perspektive entschieden hat, trägt auch Mit verant wor­tung für die Menschheit, speziell für die ausgebeutete Mehrheit, auch wenn andere an der Macht sind! Linke Kräfte bzw. Parteien sollten, wenn es, langfristig gesehen, vorwärts hilft, auch an Regierungen teilnehmen oder sie unter bestimmten Umständen sogar führen, wenn die reale Möglichkeit einer Kursänderung besteht und genutzt werden kann!

Die wichtigsten Anknüpfungspunkte an vorhandene Massenstimmungen könnten sein:

Frieden zwischen den Völkern, verbunden mit Abrüstungsforderungen und soziale Ge­rechtigkeit, verbunden mit Forderungen nach sozialer Chancengleichheit für alle.

Ohne eine gegen Neoliberalismus gerichtete Ausweitung und Befestigung dieser Mas­senstimmungen und ohne, darauf fußend, den Vorrang der Politik gegenüber der Okono­mie durchzusetzen, die Rolle des Staates zu stärken und die Staatsmacht im Land und in der EU einigermaßen fest in der Hand linker, auf Sozialismus orientierter Parteien zu ha­ben, wird es keinen wirklichen und zielstrebigen Anfang zum Übergang zu sozialistischer Entwicklung geben können.

 

 

veröffentlicht in: Theorie Community: Linke Literatur & Toleranz
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Donnerstag, 7. august 2008

Gedicht, gesprochen ohne jemand anzusehen

Es ist solch ein unsinn 
wenn manche so tun
als würd ewige wahrheit
bei ihnen ruhn


dass laut sie auch brüllen
wird ihnen nichts nützen
die ewige wahrheit
kann niemand besitzen


was sie so verbreiten
kann in lügen nur enden
denn die ewige wahrheit
liegt in meinen händen

veröffentlicht in: politische Literatur Community: Linke Literatur & Toleranz
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Mittwoch, 6. august 2008

2 Zu möglichen Wegen zum Sozialismus

2.1 Aufgrund der wachsenden Globalisierung und der Entschlossenheit der imperialisti­schen Mächte, auch militärische Mittel einzusetzen, ist nicht zu erwarten, dass einzelne Länder, die evtl. aus dem Kapitalismus ausbrechen, sich auch nur kurze Zeit, geschweige denn (wie die SU in den 20er und 30er Jahren) längere Zeit halten könnten. Wahrschein­lich wird sich künftig der Ubergang nur weltweit verflochten vollziehen können.

Gegenwärtig und auch künftig ist in den kapitalistisch entwickelten Ländern wenn keine Weltkatastrophe eintritt keine Revolution (im üblichen Sinn Machtwechsel durch Aufstände) mehr zu erwarten. Auch dann, wenn die mit der Globalisierung verbundene Tendenz zum Sozialabbau nicht zu revolutionären Situationen führen wird, können sozia­le Kämpfe die Entwicklung in Richtung Sozialismus vorantreiben. Der Ubergang zum So­zialismus könnte dann über einen sehr viel längeren Transformationsprozess erfolgen. Das würde sicherlich zugleich eine Periode verstärkter politischer, ökonomischer und deologischer Auseinandersetzungen sein, auf die die Massen sich einstellen müssten. Es darf niemals übersehen werden, dass die gegenwärtigen ,,Beherrscher der Welt“ die­sen Prozess nicht einfach kampflos hinnehmen, sondern ihm erbitterten Widerstand unter Nutzung aller ihnen zur Verfügung stehenden Machtmittel (politisch, ökonomisch, militä­risch, Massenbeeinflussung) entgegensetzen würden.

 

In einzelnen Ländern wie der BRD könnten aber wieder Ansätze in Richtung Sozial­staat wie in den 70er Jahren erkämpft und festgemacht werden. Zu Ansätzen sozialisti­scher Produktionsverhältnisse könnten sie aber nur in der EU gemeinsam und abge­stimmt weitergeführt werden. Die EU wäre dem wirtschaftlichen Raum und Gewicht nach groß genug und sie könnte, gestützt auf dauerhafte linke Mehrheiten, die Vollmachten und Strukturen und eine entsprechende Verfassung erhalten, die notwendig sind, um die erforderlichen Schritte abzusichern. Die EU dahingehend umzuformen — das könnte eins der wichtigsten Ziele aller europäischen Linken für das laufende Jahrhundert sein.

Die VR China könnte im Verlauf von einigen Generationen einen Zustand erreichen, der sie zum Ausbau sozialistischer Verhältnisse befähigt und es ihr ermöglichen würde, die Welt mit sich zu ziehen. Innere Voraussetzung wäre die Beibehaltung ihrer Orientie­rung und eine kluge Politik. Auch für Russland wäre in dieser Hinsicht sicherlich künftig manches möglich... In Lateinamerika und sicher auch anderswo anstehende Kämpfe um den sozialen Fortschritt werden, auch wenn sie wahrscheinlich selbst noch keine eigenen Möglichkeiten für eine sozialistische Entwicklung schaffen können, der Welt helfen, vor­wärts zu kommen.

 

 

veröffentlicht in: Theorie Community: Linke Literatur & Toleranz
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen

Werbung

Suchen

Kalender

August 2008
M D M D F S S
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31
             
<< < > >>
Erstellen Sie einen Blog auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden