Ela Lasen
Langsam lichtet sich der Wald. Er gibt ein immer größeres Stück des Himmels frei. Trotzdem muss Ela noch ein paar Minuten
marschieren, bevor sie den Waldrand erreicht. Endlich breitet sich vor ihr eine weite Steppe aus. Ungefähr einen Kilometer entfernt erheben sich seltsame Hügel. Was sich da zeigt, ist bestimmt
nicht natürlich gewachsen. Jemand oder etwas hat dort Gebäude errichtet. Ela wundert sich nicht, dass diese den modernen menschlichen Behausungen nicht im Geringsten ähneln. Was sie zu erkennen
glaubt, erinnert sie am ehesten an vorzeitliche mongolische Jurten, nur eben überdimensional große. Unzählige scheinbar miteinander verbundene Rundzelte bedecken das vor ihr liegende
Feld. Wäre Ela mit einem der Landerochen über die Landschaft geglitten, hätte sie die ganze Stadt wohl für eine natürliche Erscheinung gehalten. Die Anordnung der einzelnen Gebäude lässt für
ihre Augen kein System erkennen. Nichts, was sie Straße genannt hätte, zum Beispiel. Im Gegenteil. Wenn von weitem überhaupt etwas erkennbar ist, dann nur, dass diese Gebilde alle an mindestens
einer Stelle ineinander übergehen. Als ob deren Bewohner unbedingt von jeder Jurte auf der einen Seite zu allen Jurten auf der anderen gelangen wollen und umgekehrt. Eher eine überdachte
Landschaft als eine Stadt. Eine Landschaft, die durch den in violettes Licht getauchten graubraunen Überzug vorzüglich getarnt ist. Nur, weil Ela so gespannt ist auf ihre Retter, freut sie sich
sofort über die wahrscheinlich aufgespürte Zivilisation. Für sie müssen das einfach Behausungen freundlicher, intelligenter Wesen sein.
Die Siedlung liegt scheinbar verlassen da. So sehr sich Ela bemüht, sie entdeckt kein menschenähnliches Wesen. Nicht einmal ein
nicht-menschenähnliches. Ela nähert sich einer Art Zufahrtsstrasse, also einem auffällig breiten, geraden, glatten Weg, der zu mehreren Toren führt, indem er die Ortschaft umkreist und in der
Ferne in drei von dieser Siedlung weg- bzw. zu ihr hinführende Straßen übergeht. Entschlossen schreitet Ela nun auf eines dieser Stadttore zu. Sie hofft, dass es wirklich eines ist, und dass
man sie einlässt.
Der Schweiß rinnt ihr in Strömen über Gesicht und Hals. Ihr Körper verlangt eine Pause. Aber jetzt, da wahrscheinlich die
Antwort auf alle offenen Fragen vor ihr liegt, gönnt sie sich keine Ruhe. Ela marschiert kraftvoll vorwärts. Aber dann bleibt sie doch in der glühenden Sonne stehen, völlig im Unklaren, ob sie
ihre Zurechnungsfähigkeit eingebüßt hat. Vor ihr liegt ein schlafender Riesenkrake. Genauer ein Gebilde, das so aussieht, und das sie bisher überhaupt nicht bemerkt hat. Notfalls hätte sie selbst
die Gestalt noch verkraftet. Doch dass auf der ihr zugewandten Rückenseite des Untiers in leuchtend bunter Schrift „Willkommen, Ela Lasen!“ steht, ist zu viel für sie.
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Kori ado Ko
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Dienstag, 8. April 2008
Friedensstadt Caracas
Die venezolanische Hauptstadt Caracas ist am Montagabend (Ortszeit) zur "Welthauptstadt des Friedens und des antiimperialistischen Kampfes" erklärt worden. Zum Auftakt der
Weltfriedenskonferenz übergab des Vorsitzende des Weltfriedensrates, Orlando Undara López, im Bezirkstheater eine entsprechende Erklärung an den Bürgermeister des Innenstadtbezirkes Libertador von
Caracas, Freddy Bernal. Die Auszeichnung erfolge in Anerkennung "des kämpferischen Geistes und des sozialen und politischen Bewußtseinsstandes der Bevölkerung von Caracas und anderer Einwohner der
Bolivarischen Republik Venezuela", insbesondere bei der Zerschlagung des Putsches im April 2002, erkäuterte Undara.
Bürgermeister Bernal antwortete auf die Auszeichnung mit den Worten: "Wir verpflichten uns heute einmal mehr vor aller Welt, den Kampf für den Frieden und die Freiheit unserer Völker weiter
voranzutreiben". Die Ehrung sei einer Anerkennung des revolutionären Regierung Venezuelas unter dem Präsidenten Hugo Chávez, die alle internationalen Foren genutzt hat, um ihre Stimme für die
Ausgeschlossenen und gegen das Imperium zu erheben. "Wir bekräftigen den Kampf und den bolivarischen und sozialistischen Weg, den wir eingeschlagen haben", so Bernal weiter.
Die Weltfriedenskonferenz beginnt offiziell heute mit TeilnehmerInnen aus mehr als 80 Ländern und bildet einen Bestandteil der Aktivitäten zum sechsten Jahrestag des Sieges des venezolanischen
Volkes über die Putschisten. Veranstalter der Konferenz ist der 1950 gegründete Weltfriedensrat, der über 100 Organisationen aller Kontinente vereint. Auf der Tagesordnung der Konferenz stehen
Themen wie die Demokratisierung der UNO, die Veränderungen in der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und andere.
Der Präsident des venezolanischen Komitees für Internationale Solidarität (COSI), Fermín Toro Jiménez, betonte bei einer Pressekonferenz, dies sei das erste Mal, dass eine Weltfriedenskonferenz
mit einer so großen Zahl von Delegationen rechnen könne. Dies sei kein Zufall, sondern eine Anerkennung der Rolle, die Venezuela auf internationaler Ebene übernommen habe. Auch der
Generalsekretär des Weltfriedensrates, Iraklis Tsavdaridis, betonte, die Wahl Venezuelas als Austragungsort und die Nähe der Veranstaltung zum Datum des 11.-13. April sei kein Zufall, sondern
diene dazu, vor aller Welt das Beispiel Venezuelas hervorzuheben: "Wenn ein Volk will, kann es alles erreichen, sogar einen von den USA unterstützten Staatsstreich besiegen!"
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Zwei von drei Venezolanern unterstützen Chávez
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Dienstag, 8. April 2008
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66,5 Prozent für den Präsidenten
Einer neuen Umfrage des Venezolanischen Instituts für Datenanalyse (IVAD) zufolge unterstützen 66,5 Prozent der Venezolanerinnen und Venezolaner die Amtsführung des Präsidenten Hugo
Chávez. 57,2 Prozent der Befragten äußerten, ihre persönliche Situation habe sich in den vergangenen drei Jahren verbessert. Das Institut führte seine Umfrage zwischen dem 24. März und
dem 2. April in ganz Venezuela durch, die Fehlerspanne wird zwischen 1,03 und 2,37 Prozent angegeben.
61,3 Prozent der Befragten unterstützen das Verhalten des venezolanischen Präsidenten während des Gipfeltreffens der Rio-Gruppe, als Chávez maßgeblich zur Entschärfung der Krise zwischen
Kolumbien, Ecuador und Venezuela beigetragen hatte. Die Friedensbemühungen Chávez' in Kolumbien wird von 76,7 Prozent der Menschen Venezuelas unterstützt, während kaum weniger - 72,2
Prozent - äußerten, dass Frieden für Kolumbien auch Frieden für Venezuela bedeute. 68,8 Prozent der Befragten sagten, dass der bewaffnete Konflikt in dem Nachbarland nicht auf
militärischem Wege gelöst werden könne.
Hinsichtlich der größten Probleme Venezuelas hat sich die Lage in den Augen der Venezolanerinnen und Venezolaner deutlich verbessert. Die Unsicherheit bleibt für 69,5 Prozent der
Befragten das wichtigste Problem, was allerdings einem Rückgang um 10,4 Prozentpunkte gegenüber November letzten Jahres entspricht, als 79,9 Prozent der Menschen Kriminalität und Gewalt
als Hauptproblem ansahen. Lieferengpässe sind nur noch für 38,8 Prozent der Befragten ein wichtiges Problem, im Februar hatten noch 53,7 Prozent das Fehlen von bestimmten Lebensmitteln
auf dem Markt als Hauptproblem angesehen.
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Quelle: Venezuela aktuell
Che Guevara kommt wieder ins
Kino (redblog, 08.04.)
Nach dem Roadmovie "Die Reise des jungen Che" geht in diesem Jahr das Leben des Revolutionärs auf den Kinoleinwänden weiter und das gleich in zwei Filmen.
Ecuador
Ohne gemeinsame Basis (jW, 08.04.)
Ecuador verbietet
US-Militärpräsenz in neuer Verfassung.
Präsident beklagt Unterwanderung durch CIA.
Haiti
Hungerrevolten weltweit (jW, 08.04.)
Ägypten, Haiti und
mehrere Länder Westafrikas erleben eine Welle sozialer Unruhen wegen steigender Lebensmittelpreise. UN verlangen internationale Hilfe.
Kolumbien
Nächster
Rückschlag für Hillary Clinton (taz, 08.04.)
Mark
Penn, politischer Chefstratege der Clinton-Kampagne, muss zurücktreten. Er wollte als PR-Mann Werbung für ein Freihandelsabkommen mit Kolumbien machen. Solche Abkommen lehnt Hillary Clinton im
Wahlkampf aber als "Jobkiller" ab
Clinton feuert Chefberater (FR, 08.04.)
Im Februar ging Clinton-Beraterin Doyle, im M�rz Wahlkampfhelferin Ferraro. Und nun muss Mark Penn wegen PR-Aktivitäten gehen.
Kuba
Neuland auf Kuba (jW, 08.04.)
Staatschef Raul Castro leitet Reformen ein, die sich spürbar
auf den Alltag der Menschen auswirken sollen.
Was heißt denn hier Zwitschern? Bevor Cole das fragt, fällt ihm der von seinen
Rufen unbeeindruckte erste Krake ein. Vielleicht hören die alle nichts und es ist besser, einfach auf das Frage- und Antwortspiel mittels der Tafel einzugehen: „Wo sind meine Kameraden?“ Da sieht er in Gedanken eine Schrift vor sich: Alle ihr seid zusammen bald.
Er benutzt wieder seine Tafel: „Wir sind Menschen von der Erde.“
Ja. Wir wissen das. Wir sind Denkende hier, kommt als Antwort in seinem
Gehirn an.
So beginnt ein merkwürdiger Gedankenaustausch. Manchmal erinnert sich Cole an seine Träume. Ihm ist nun fast so, als habe er den
Prüfungsraum gar nicht geträumt. Sonst hätten diese Kraken genau denselben Traum gehabthaben müssen, wenn auch aus der Perspektive des unsichtbaren Lehrers. Diese DENKENDEN Tiere wissen offenbar
alles, was ihm darin begegnet ist. Cole fühlt sich entblößt. Seine geheimsten Gedanken und Gefühle haben sie sich ohne sein Wissen angeeignet. Für ihre Zwecke kopiert. Vielleicht wissen sie sogar
von Angela.
Das Schlimmste kommt mitten im Gespräch: Cole fuchtelt mit den Armen herum. Stößt dabei an seinen Gürtel. Erst durchzuckt ihn
ein freudiger Schreck. Die Rettung! Er trägt den Handstrahler bei sich, ist also bewaffnet. Das kann ihm bei der Flucht helfen. Dann der Schock: Diese Monster haben irgendeinen Zugang in sein
Gehirn! Wenn sie nun lesen, dass er an Waffen und Flucht denkt? Das darf er jetzt also auf keinen Fall! Aber, verdammt, wenn er daran denkt, dass er nicht an Flucht denken darf, denkt er ja
gerade daran! Er muss sich konzentrieren. Bleibt die Hoffnung, dass die Monster die Begriffe Waffe, Strahler und Flucht nicht kennen. Er kann sich nicht daran erinnern, so etwas in seinem Traum
beschrieben zu haben. Glücklicherweise lenkt ihn der Rücken eines der Wesen ab. Dort formt sich mit fast fotografischer Genauigkeit das Bild der Ethnologin des Teams. Cole, du wunderst dich über
gar nichts! Alles ist ganz natürlich!
„Die dünnen braunen Bänder auf dem Kopf sind Haare. Die Frau heißt Ela
Lasen. Ihre Kleidung ist zerfetzt“, erklärt er das bekannte Bild, obwohl er sofort stockt. Können die Kraken mit den Begriffen Kleidung und zerfetzt
etwas anfangen? Aber vor allem … Wenn sie weiter fragen: welche Antwort könnte Ela in Gefahr bringen?
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Auf einem Anmeldegespräch beim zuständigen Polizeiabschnitt für die FREE
MUMIA Demonstration am übernächsten Samstag, den 12. April 2008 erfuhr der
Anmelder, dass die Polizei beabsichtigt, diese Demonstration nicht auf ihrer
geplanten Route durch die Rosenthalerstr. in Berlin Mitte gehen zu lassen.
Das wurde von den anwesenden Beamten unmissverständlich klargemacht.
Grund sei der dortige Sitz des Bekleidungsladens "Tönsberg", der von
Neonazis betrieben wird und in der jüngeren Vergangenheit desöfteren Ziel
von Protesten war, so u.a. auf einer Demonstration am 22. Februar diesen
Jahres. Die Berliner Polizei gehe von "Straftaten" gegen diesen Laden aus
und das gelte es zu verhindern. Notfalls würden sie die Demonstration für
die Freiheit Mumia Abu-Jamals und für die weltweite Abschaffung der
Todesstrafe auflösen.
Als Alternative bot der zuständige Abschnitt eine ca. 800 Meter lange
Ausweichroute über die Hirtenstr. und Karl-Liebknecht-Str. durch
menschenleeres Gebiet an.
Diese Begründung ist ungeheuerlich. Unsere Demonstration, die sich für
Menschenrechte und gegen die Todesstrafe einsetzt, muss auf einen Teil ihrer
öffentlichen Wirkung verzichten, damit Neonazis unbekümmert ihre Geschäfte
betreiben können. Das ist für uns nicht nachvollziehbar. Auch sehen wir hier
eine gefährliche Präsidenzwirkung für zukünftige Demonstrationen in diesem
Gebiet der Stadt.
Wir gehen davon aus, dass das öffentliche Interesse am Bekunden unserer
Meinung als höher einzustufen ist als das Interesse einiger Neonazis, uns
nicht sehen und hören zu müssen.
Mumia Abu-Jamal setzt sich seit seinem 14. Lebensjahr gegen Rassismus und
Faschismus ein. Da er genau das als Journalist in den USA sehr erfolgreich
betrieb, liegen hierin die Hauptgründe seiner jetzt schon 26 jährigen
Haftstrafe,
Noch wissen wir nicht, wie letztendlich die Route sein wird, aber wir werden
auf unserer Demonstration auf jeden Fall über den Neonaziladen Tönsberg und
die Proteste dagegen informieren.
Freiheit für Mumia Abu-Jamal!
Abschaffung der Todesstrafe weltweit!
Neonaziläden dichtmachen, Rassismus, Faschismus und Antisemitismus
zurückdrängen!
Quelle: Pressemitteilung: Polizei hält Schutz für Neo-Nazis wichtiger als Demonstrationsrecht
Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal !
im HdD
Greifswalderstr.4
10405 Berlin
www.mumia-hoerbuch.de/bundnis.htm
Bolivianer und Chilenen fürchten um ihren guten Ruf (FR, 07.04.)
Im neuen Bond Film "Quantum of Solace", der im Herbst in die Kinos kommen soll, verbündet sich der Oberschurke Dominic Greene mit zwei bolivianischen Drogenhändlern. Er verspricht ihnen, sie in
Bolivien an die Macht zu bringen, wenn sie ihm zu einem wertvollen Rohstoff namens Quantum verhelfen.
Argentinien
Urteil über
falsche Eltern (taz, 07.04.)
Ecuador
CIA kontrolliert Ecuadors
Geheimdienste (Amerika21, 07.04.)
Präsident Correa will Anbindung an CIA
lösen
Haiti
Tote
bei Protesten (taz, 07.04.)
Teuerung
Kolumbien
Krieg nach innen (jW, 07.04.)
Die Gewalt in Kolumbien ist historisch gewachsen
und geht von der Oligarchie aus.
Zur Person: Jorge
Eliecer Gaitan (jW, 07.04.)
Clintons Chefstratege tritt zurück (FR, 07.04.)
Erneute Turbulenzen im Wahlkampfteam der demokratischen US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton: Nach jüngsten Querelen ist der Chefstratege des Vorwahlkampfes, Mark Penn,
zurückgetreten.
Kuba
Nicht mehr so langweilig (jW,
07.04.)
Der Kongress des kubanischen Schriftstellerverbandes
forderte eine neue Kulturpolitik.
Lateinamerikanische Rechte gegen linkes Kuba (Amerika21, 06.04.)
Antikommunisten und Banken hoffen auf Systemwechsel in Havanna
Venezuela
Mexiko protestiert gegen Verstaatlichung der
Zementindustrie
(Standard, 07.04.) Botschafter einbestellt -
der mexikanischen Cemex droht Enteignung
Venezuela erinnert an sechsten Jahrestag des Putsches (V-akt., 07.04.)
Sarkozys
Strategie der Emotion (Standard, 06.04.)
Frankreichs Präsident will die schwerkranke Geisel
Ingrid Betancourt persönlich aus Kolumbien zurückholen
Wer exportiert, verliert (Amerika21, 06.04.)
Venezuelas Präsident Chavez will Zementproduktion in Händen des Staates. Nach Lebensmittel- nun Bauwirtschaft im Blickfeld. Exportorientierung schade nationaler Entwicklung