Mittwoch, 6. august 2008
 

6. August, 5.45 Uhr1



Durch den Mittag stürzend
suche ich den Stein,
der meinen Schatten
fasst.

Ich habe seinen Preis
bezahlt.

 

Kassandra schweig!
Wolken
glauben erst an Regen,
wenn der Himmel explodiert.

 

Ein Zauberspruch
für Gegenwind?
Luftworte der Erinnerung.

 

Bald erkalten
die gierigen Hände
langsam in der Asche.


Ein anderes Gedicht anlässlich des Gedenkens an den Atombombenabwurf
auf Hiroshima bei der Wahl als "Gedicht des Monats" unterstützen.


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1
1945 Abwurf der ersten Atombombe über Hiroshima

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Dienstag, 5. august 2008
 

heckler & koch

 

das gewehr

ist nicht schuldig

 

geschäftsführer

reiben sich

die hände

kugeln

lassen

kassen

klingeln

 

das gewehr träumt

gut geölt

von staunenden

museumskindern


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Dienstag, 5. august 2008

1.4 Aus dem Gesagten ergibt sich auch das Bild des künftigen Sozialismus in heutiger

Sicht: Er wird im Einzelnen so sein, wie die Menschen ihn im alltäglichen Leben im

Rahmen ihrer objektiven Möglichkeiten selbst gestalten werden.

Sein Ziel wird sein, allen Menschen ein menschenwürdiges Leben (einschl. Arbeiten) und einem jeden die Entfaltung aller seiner (positiven) Fähigkeiten zu ermöglichen. Die­ses Ziel ist objektiv gegeben die Menschheit kann es sich nicht leisten, Talente zu ver­schenken. Und es ist zutiefst humanistisch und gewollt. Soziale Chancengleichheit für alles, was Menschenantlitz trägt, Hilfe für die Schwachen Glück für jeden, soweit das von der Gesellschaft abhängt. Solidarisches Glied der Menschheit und ausgeprägtes Indi­viduum das wäre das Idealbild des künftigen sozialistischen Menschen.

Die volle demokratische Mitbestimmung eines jeden über alle gesellschaftlichen Be­lange und die persönlichen Rechte und Freiheiten des Einzelnen werden ebenso wie die sozialen Rechte in bisher ungekanntem Maße gewährleistet sein. Sicherlich wird es auch bestimmte Bürgerpflichten geben.

Bedingung sozialer Gerechtigkeit wird sein: die Haupt-Produktionsmittel werden weltweit als Eigentum der Menschheit behandelt. Die vielen Milliarden einzelner wirt­schaftlicher Akte dagegen werden im Rahmen der gesellschaftlichen Gesamtsteuerung wahrscheinlich weitgehend der Selbstorganisation überlassen bleiben, dem Wertgesetz.

 

 

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Montag, 4. august 2008
Unter dieser Überschrift veröffentlicht "junge Welt" heute eine Enthüllung des amerikanischen Journalisten Hersh über Planspiele, wie durch eine fingierte Provokation über ein Feuergefecht hin ein Krieg mit dem Iran entstehen sollte. Er legt dar, das das aufgedackte Projekt so nicht zur Anwendung kommen wird, weil es zwingend amerikanische Soldaten amerikanische Soldaten töten ließe. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Kriegsanlass.

Ich finde es sowas von ätzend, all diese Gräuel so tatenlos ansehen zu müssen.
Nein, das kann ich nicht!
Da rufe ich liebe zusammen mit vielen deutschsprachigen Autoren eine Dauer-Friedensdemo ins Leben und bitte, ja beknie jeden, dabei so oft es geht mitzumachen.

Wie?

Er klickt auf http://friedensblog.over-blog.de - dort wird alles erklärt und ausgewertet.
Entscheidend ist, dass er (von dort kommend oder nicht) auf
http://friedensblog.over-blog.net wenigstens einem (beliebigen) Text seine Stimme als "Friedenstext des Monats" gibt. Jede (!!!) Stimme stärkt täglich die Stimmkraft der Friedenskräfte!
Wie viel wir damit anfangen, werden wir noch sehen. Aber anfangen sollten wir. Klicken und weitersagen!
... bitte!!!
Warten wir nicht das nächste Gleiwitz ab!!!

Die Internet-Demo geht täglich bis zum 1.9.2009, jenem Gleiwitz-Tag.
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Montag, 4. august 2008

Später Mut

 

Vater
an der Ostfront
an wessen Tod
wurdest du
schuldig?

 

Wenn du nicht
im letzten Heimatwinter
von der Front
Hoffnung
gesetzt hättest
auf eine Familie
wärest du
ritterbekreuzter Held und
nie mein Vater
geworden?

 

Hast du
um künftiges Leben wissend
den wenigen
denen du
etwas raten durftest
geflüstert
kommt aus dem Fronturlaub
nicht wieder?

 

Diesen Moment Vater
möchte ich
wurzeln
damit
deinen Enkel
niemand
nach der Ostfront
fragt.

 

Du schweigst weiter.


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Montag, 4. august 2008

1.3 Die materiellen Voraussetzungen für den Sozialismus, seine materiellen Umrisse und die Wege zu ihm bilden sich in der heutigen Welt trotz seiner Niederlage im vorigen Jahrhundert immer deutlicher heraus, wenn auch noch in kapitalistischer Gestalt, daher unvollkommen und mit oft abstoßenden und zu bekämpfenden Zügen behaftet.

So die UNO mit ihren Spezialorganisationen und Einrichtungen. Sie sind aber, sehr langfristig gesehen, in gewisser Weise auch Keim einer künftigen (später einmal sozialistischen, demokratischen) Weitregierung, die EU ist auch ein (noch unsicherer) Anfang eines späteren föderalen Europa, die 1K könnten Vorläufer des Gerüsts einer künftigen sozialistischen Weltwirtschaft sein, der Verhaltenskodex für sie ist der Beginn einer welt­weiten überstaatlichen Regulierung usw. usf.

Die Masse des Kapitals ist heute vergesellschaftetes Kapital. Im staatsmonopolisti­schen Kapitalismus, der jetzt vor allem mit neoliberalem Umbau (Privatisierungen, Sozi­alabbau) beschäftigt ist, ist zugleich materiell der Apparat im Wesentlichen vorbereitet, den die sozialistische Gesellschaft zu ihrer eigenen Steuerung brauchen wird. Der Kapita­lismus baut das ungewollt ständig weiter aus. Das Neue wächst im Alten...

Diese Prozesse bestätigen von Marx ausgehende theoretische Uberlegungen. Die Ver­hältnisse drängen die Menschheit zum Sozialismus. Aber ihr Bewusstsein ist im Vergleich zu den materiellen Bedingungen auch in den entwickelten kapitalistischen Ländern auf Grund vielfacher Ursachen stark zurückgeblieben. Eigentlich fehlt ,,nur‘ ein gründlicher Bewusstseinswandel der breiten Massen und eine bewusst auf Sozialismus gerichtete demokratische Staatsmacht...

Dies herbeiführen zu helfen ist Grundaufgabe aller, die den Sozialismus anstreben. Dazu gehört auch, selber zu begreifen, dass künftige Wege zum Sozialismus unter den heutigen Bedingungen sicherlich anders sein werden als der bisher verfolgte.

 

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Sonntag, 3. august 2008
 

Noah

 

Die Arche Noah

barg

angeblich

von jeder Art

ein Paar.

Was

bergen heute

Flugzeugträger?

Die Sintflut?


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Sonntag, 3. august 2008

1.2 Die stärksten Wurzeln für kriegerische Konflikte und für Rüstung, für Schädigungen der Okosphäre und für Ausbeutung werden erst dann völlig verdorren, wenn die Men­schen diesen Hauptwiderspruch aufgelöst und eine weltweite demokratische Bestimmung über die Ressourcen der Erde erreicht haben werden, wenn sie die Naturschätze, die wichtigsten Forschungs-, Produktions- und Kommunikationseinrichtungen ökonomisch als ihr gemeinsames Eigentum behandeln. Zu diesem Zustand werden die Verhältnisse die Menschheit zunehmend drängen. Ein ungefähr gleiches hohes ökonomisches Niveau aller Länder einschließlich des materiellen Lebensstandards der Menschen, auch der heutigen Entwicklungsländer, wird Bedingung sein.

Aber das wird der Anstrengungen sehr vieler Generationen bedürfen. Die Wege dahin sind heute weder im Einzelnen noch insgesamt vorhersehbar. Ob über eine, vielleicht sogar mittels Weltkriegen durchgesetzte, zeitweilige Weltherrschaft der USA oder über eine relativ friedlich erreichte Multipolarität oder wie auch immer das hängt von einer Unzahl von Umständen und Zufälligkeiten ab, zumal die Menschen in großen Gruppen, als Nationen, Klassen usw. in Bezug auf ihre gesellschaftlichen Angelegenheiten ein großes Beharrungsvermögen aufweisen und Lehren nur schwer aufnehmen.

Die heutigen Realitäten zeigen jedoch, dass die Geschichte langfristig insgesamt ob­jektiv in Richtung Sozialismus weist.

 

 

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Samstag, 2. august 2008

1 Die Verhältnisse in der Welt deuten auf künftigen Sozialismus

1.1 Der Hauptwiderspruch in der gegenwärtigen Welt besteht in Folgendem:

- Die spürbar endliche Erde ist im Begriff, zu einem einzigen arbeitsteiligen weltumspan­nender Organismus der Menschheit zur Produktion ihres Lebensunterhalts zu werden

- die Aneignung aber ist nach wie vor zersplittert. Uber 190 Staaten, viele Hunderte in­ternationaler Konzerne (1K) und Banken, Millionen Kapitalisten und Grundeigentümer, die vorwiegend privat-kapitalistisch (nach dem Profitprinzi p und in Konkurrenz zueinander) wirtschaften, oh ne eine gemeinsame weltweite ,,Ober-Leitung“, bestimmen da rüber.

Dieser Hauptwiderspruch ist letztlich auch aus dem Grundwiderspruch des Kapitalis­mus erwachsen. Der ist breiter geworden. Er erfasst jetzt die ganze Erde und auf Seiten der privaten Aneignung spielen die kapitalistischen Staaten (und die mit und in ihnen operierenden Kapitalgruppen) eine wesentliche Rolle.

Alle gesellschaftlichen Konflikte der jüngsten Vergangenheit, der Gegenwart und in absehbarer Zukunft haben hier ihre letzte Wurzel, vor allem die Weltkriege, die jetzigen Kriege und auch mögliche künftige.

Die aus diesem Hauptwiderspruch erwachsenden Schäden sind nicht nur unermesslich und für die Menschheit äußerst drückend (Rüstungen und Kriege, aber auch Massenar­beitslosigkeit und Sozialabbau), sondern auch höchst gefährlich (Klima, Biosphäre).

 

 

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Samstag, 2. august 2008

... gibt es wegen des Beginns der großen Internet-Friedensdemo nicht.
Jeder ist aufgerufen, sich an dieser Initiative regelmäßig zu beteiligen.

Ansonsten habe ich nicht aufgepasst: Das Gegenstück zum gestrigen "Anti-Gewalt-Text" habe ich schon am 11.7. veröffentlicht...

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