Wednesday, 4. april 2012
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Jeder von uns ist in seinem Leben wohl Menschen begegnet, denen ihre Arbeit,
ihr Beruf ein Bedürfnis ist, dessen Befriedigung ihnen Freude bereitet.
Menschen, die gerne Nützliches vollbringen, Probleme lösen, dabei
Leistungsfähigkeit vorweisen und bei alldem auch dann Glück empfinden,
wenn es mit Belastungen verbunden ist. Manchem von uns war es vergönnt,
dergleichen selbst zu erleben. Wichtig ist auch die Erfahrung, dass dergleichen
weniger von Veranlagung oder Persönlichkeit des Einzelnen abhängt und mehr
von den Zwecken der Arbeit und den Umständen, unter denen sie zu leisten ist.
Gegenwärtig wurde die Arbeit immer häufiger zum Job, der von „Arbeitnehmern“
erledigt wird, deren „eigentliches Leben“ sich in der „Freizeit“ abspielt.
Welche Differenz zwischen Leben und Arbeit offenbart sich damit!
Ganz Dumme führen inzwischen einen politischen Kampf für das
„Recht auf Faulheit“. Moderne Maschinenstürmer.
Dabei ist doch die Bedeutung der Arbeit für die Herausbildung des Menschen
aus dem Tierreich wirklich keine Verschlusssache.
Mit dem Finden, Weiterentwickeln und Nutzen von Arbeitsmitteln
(Werkzeugen) entwickelte er sich selbst. Bekannt könnte durchaus jedermann
auch sein, dass damit die Voraussetzungen für die gesellschaftlichen
Arbeitsteilungen (z.B. Hirtenstämme - Ackerbau, Landwirtschaft Handwerk,
Produktion – Handel usw.) geschaffen wurden. Dieser gewaltige und
andauernde Prozess der Arbeitsteilung ermöglichte einerseits die enorme
Produktivität, die heute in vielen Wirtschaftsbereichen üblich ist. Sie
ermöglichte aber auch die Trennung der arbeitenden Menschen von ihren
Produktionsmitteln und ihren Arbeitsergebnissen.
Sie ermöglichte die Teilung der Gesellschaft in wenige Leute, die über die
meisten Produktionsmittel verfügen und Menschen, die diese Produktionsmittel
„bedienen“ dürfen und dafür Geld bekommen. Erstere wurden immer reicher,
letztere mussten oft selbst um grundlegende soziale Existenzbedingungen
kämpfen. So vollzog sich diese Entfremdung zwischen Mensch und Arbeit,
die manche Köpfe so lebensfern macht, dass sie blind für die grundlegende
Tatsache werden: Ohne menschliche Arbeit kein menschliches Dasein!
Es gehört zu den wesentlichen Zwecken der kommunistischen Gesellschaft,
diese Entfremdung zwischen Mensch und Arbeit zu überwinden. Denn das ist
die eigentliche Voraussetzung, um die heutige Produktivität weit zu
übertreffen. Und zwar im Ergebnis allgemein viel höherer Kreativität, sodass
dabei auch weitere Zerstörungen an Menschen, Gesellschaft und Natur
vermieden werden. Kommunismus als Zukunft ist nicht nur möglich, sondern
für den Erhalt des menschlichen Daseins notwendig.
Er wird mehr Lebensfreude bringen, auch weil dann Arbeit Freude machen wird!
H. St.
Ja. So kann man das sagen ... und über die Abers reden, damit wir die Zeit auch erreichen ...