Was nicht verkauft wurde darf nicht weiter verwendet werden, obwohl es technisch eben verwendet werden kann. Wir sind so sehr Opfer dieses Gesellschaftsdenkens, dass
wir diesen Mangel nicht wahrnehmen, ja sogar Angst haben, mit der Arbeit unser Ausgebeutetsein zu verlieren!!!
Wir schauen fragend nach Lateinamerika. Dorther kann aber nur de Anstoß für einen Weltprozess kommen. Es erscheint mir vorstellbar, dass sich dort eine sozialistische Revolution entfaltet, aber
unmöglich, dass sie ein hohes, für die Weltentwicklung nötiges Maß erreicht. Hier kommt Meißners Gedankengang zum Tragen, dass die weitere Entfaltung des Weltkapitalismus eine immer
einschneidendere Bedrohung der Menschheitsexistenz ist. So stellt sich letztlich die Dialektik von Pk –Pv dar. Wenn es der Menschheit als Ganzes nicht begreiflich gemacht wird, dass es so nicht
weiter geht, geht sie unter. Offen wäre dann nur, ob schlagartig oder in einem mittelfristigen Fäulnisprozess einer Art Umwelt-Krebserkrankung. Hier irrt Meißner ein wenig, wenn er sagt „Nicht aus
dem bisher angenommenen Konflikt zwischen Produktivkräften und Eigentumsverhältnissen, sondern aus diesem Hauptkonflikt der Gegenwart…“. Dieser „Hauptkonflikt“ IST nämlich die Form des
Zusammenpralls von Produktivkräften und den Produktionsverhältnissen, die ihnen die Richtung geben. Noch ist es ein langer Weg, dies zu erkennen – selbst für Marxisten. Meißner hat die aufgeworfene Frage für sich mit nein beantwortet. Der
inneren Logik seiner Argumente folgend ist sie zu bejahen – nur eben auf der höchsten Stufe, der Stufe der Menschheit, die aber der Existenz des Kommunismus entspricht…