Auf die 72 Tage der Pariser Kommune folgten die 72 Jahre der Moskauer Kommune. Sie beide hatten noch einiges gemeinsam: Beide wurden von einem in vieler Hinsicht überlegenen Gegner eingekesselt. Bei beiden gebar diese Situation verfehlte Handlungen, die letztlich zum Untergang der Experimente führten. Doch welch Fortschritt an Erfahrungen und Größe! Wie heißt die Zeiteinheit, die die Lebensdauer des dritten Versuchs misst? Denn weil aller guten Dinge drei sind, wird es ihn geben, diesen dritten Versuch, der dann kein Versuch mehr sein wird, sondern endlich menschliche, dauerhafte Wirklichkeit.
Eigentlich war ich so etwas wie ein "Kommunist" lange bevor ich bewusst mit dem Begriff zusammenstieß. Das ist auf jeden Fall nicht wissenschaftlich, aber ich habe auch nicht vor, die MEGA Band 6 Seite 999 (die es glücklicherweise nicht gibt) mit Schumpeters Thesen zum mathematisch-logischen Monopolbegriff zu vergleichen.
Wie gesagt, ich war damals vom Hauptberuf her Schüler. Diese Zeit hatte ich mit einem übervollen Rucksack voll Überheblichkeit begonnen. Was meine Fähigkeiten im Lesen und Rechnen anging, so hätte ich die Schulzeit mit Klasse 3 bzw. 4 anfangen können. Mit welch entsetzter Verwunderung beobachtete ich also anfangs, was die Mitschüler alles nicht nur nicht wussten und konnten, sondern auch dann noch nicht begriffen, als die Lehrerin es noch einmal umfassend erklärt hatte. So viel Dummheit um mich herum!!! Das hatte natürlich mit Kommunismus genauso wenig zu tun wie die logische Konsequenz, dass ich mit wenig Beliebtheit innerhalb meines „Klassenkollektivs“ stieß. (So hieß das eben in der DDR-Pädagogik.)
Ich stieß allerdings von Anfang an auch auf zwei Handicaps: Zum einen hatte mich die Natur mit allerniedrigsten Maß an Kraft und Geschicklichkeit ausgestattet, was ich durch beständiges Training in alltäglich verlorenen Prügeleien nicht einmal notdürftig überbrücken konnte. Zum anderen aber gehörte ich zu den letzten Opfern, die dank permanent mühevoller Arbeit (grins) in Schule und Elternhaus von meiner natürlichen Linkshändigkeit zur Benutzung der „richtigen“ Hand umerzogen wurden. Damit verkümmerte die letzte Hoffnung auf handwerkliches Geschick, ich konnte nur höchstens halb so schnell wie fast alle Mitschüler schreiben und den Satz von der „Krähe“, die über mein Blatt gerannt sei, bekam ich zur Einschätzung meiner Handschrift häufiger zu hören.
(Im Rahmen meines Pädagogikstudiums setzten wir uns natürlich auch mit „zweifelhaften“ bürgerlichen Methoden und Begriffen wie den Test zur Bestimmung des „Intelligenzquotienten“ auseinander. Dabei wurde ich zum Lieblingsobjekt der Dozenten. Je nachdem, wie was untersucht wurde, kamen bei mir Ergebnisse über 160 und … um 80 heraus. Womit vorgeführt wurde, dass derselbe Student beim einen Teilvorgang zu den Superbegabten, bei anderen an der Grenze zur Geistesschwäche einzuordnen sei – und das Gesamtergebnis allein von der willkürlichen Wichtung der Einzeltests abhängig sei.)