Treffen zwischen Präsidenten von Venezuela und Kolumbien bis Mitte Juli geplant
Das Treffen auf venezolanischem Territorium diene dazu, „die Beziehungen wieder zu normalisieren und die bilaterale Agenda wieder in Kraft zu setzen“, hieß es aus Bogotá. Nach einem Einfall der kolumbianischen Armee nach Ecuador am 1. März waren auch zu Venezuela die Beziehungen massiv reduziert worden.
Die Annäherung geht mit einer erstaunlichen Kehrtwende von Präsident Chávez gegenüber der linksgerichteten Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) einher. Am vergangenen Sonntag hatte er die seit mehreren Jahrzehnten bestehende Rebellenbewegung zu einer „bedingungslosen“ Aufgabe ihres bewaffneten Kampfes aufgefordert.
Während Kolumbiens Präsident Uribe Chávez dankte, sorgten die Stellungnahmen in der linken Basis der venezolanischen Regierung für heftige Dispute. Der deutsch-mexikanische Soziologe Heinz Dieterich prognostizierte bereits ein Ende des „bolivarischen Antiimperialismus“ – um in Berlin eine Allianz zwischen der Regierung in Caracas und CDU-geführten deutschen Bundesregierung zu empfehlen. Indes sprachen sich andere Aktivisten in Lateinamerika gegen die Distanzierung Chávez´ von den FARC aus.
Gespannt wird deswegen auf die Ergebnisse der Zusammenkunft von Chávez und Uribe gewartet. Die Beziehungen zwischen beiden Staatschefs waren seit Mitte 2007 schwer erschüttert. Damals hatte Uribe Chávez über Nacht das Mandat für Verhandlungen über einen Gefangenenaustausch zwischen der Regierung in Bogotá und der Guerilla entzogen."