Assad doch ein Verbrecher?! Wo bleibt der Friedensnobelpreis?

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Nachfolgend einen Artikel einer Staatswissenschaftlerin. Der Logik der Gedanken darf man folgen. Ich täte es allerdings nicht. Der Weltkrieg der USA gegen einen selbst heraufbeschworenen Terror mit der Selbstverteidigung eines kleinen Regimes zu vergleichen, halte ich für bedenklich. Es ist eben nicht das Assad-Regime - mag man von ihm halten, was man will - das Soldaten in verschiedenste Länder dieser Erde schickt. Es ist nicht das Assad-Regime, das mit dem Einsatz von Drohnen über vorgeblich befreundete souveränen Staaten auf Menschen ohne erwiesene Straftat Exekutionen ausführen lässt, wozu man auch Mord sagen kann.

Es ist für mich also NICHT die Frage, ob Assad im Recht ist. Ihn mit einem Regime zu vergleichen, dessen Handeln vorsätzlich außerhalb jeden Rechts außer dem der Stärke steht, macht ihn schlechter, als er wohl ist, mithin zum Kandidaten zum Friedensnobelpreis ...

 

"Assad verteidigt die Souveränität seines Landes

Warum vermisst man diese Überschrift in einer sozialistischen Tageszeitung wie dem ND ?

Man braucht noch nicht einmal Sozialist, oder gar Kommunist, zu sein, um DAS zu tun !

Mit Überschriften wie “Assad gibt nicht auf“ , wie auf der Titelseite der genannten Zeitung am 7.1.2013 geschehen, bringt man unwillkürlich zum Ausdruck: Ja, warum gibt Assad denn nicht endlich auf gegen eine Übermacht von ca. 80 000 NATO-Söldnern?! *

Ganz so, als ob Assad im Unrecht wäre !

Dem ist aber nicht so.

Ein souveräner Staat, mit einem gewählten Präsidenten an der Spitze, hat laut UNO-Charta, Artikel 51, das Recht auf Selbstverteidigung, auch im Verbund mit befreundeten Staaten !!

Übrigens haben sich die USA auf eben diesen Artikel berufen, weil sie angeblich am 11. September 2001 angegriffen worden wären.

Seither führen sie bis heute mit ihren Verbündeten- in diesem Falle ihren NATO-Partnern- mit denen sie sich bis heute unter Mißbrauch von Artikel 51 im „Anti-Terroreinsatz“ gegen Afghanistan befinden, Krieg. Übrigens ist dieser sogen. „Antiterrorkrieg“ von den US/NATO-Staaten seither auf beliebige Staaten in der Welt ausdehnt worden.

Wir, die friedliebenden Menschen der Welt, erwarten von ihren Staatsoberhäuptern zumindest eine Einhaltung der UNO-Charta und von den Journalisten eine realistische Berichterstattung!

Brigitte Queck, Diplomstaatwissenschaftlerin Außenpolitik, Potsdam, 7.1.2013

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*siehe: Indymedia UK vom 31.12.2012. Dort wird berichtet, dass der Sekretär für Konferenzen von Parteien und Nationalen Kräften in Libanon mitgeteilt habe, „dass zur Zeit ca. 80 000 ausländische Söldner neben der syrischen Opposition gegen das syrische Assad-Regime kämpfen.“ "

Veröffentlicht in Venezuela u.a.

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