Bedürfnisbefriedigungsanstalt Kommunismus (9)

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Die Wohnverhältnisse spiegeln aber nur die Lebensverhältnisse wider. Die aber können die kommunistischen Menschen bewusst gestalten. Sie haben ja jenen Büro- und Arbeitsstress nicht mehr, nach dem das Abtauchen in Schrebergartenidylle als das einzig Wünschenswerte erscheint. Man kann auch mehr ausprobieren. Warum keine Gemeinschaft einer Wohnblocketage? Es ist ja vieles leichter, wenn es nur noch darum geht, wer welchen geliehenen Gegenstand vergessen hat zurückzugeben, aber nicht mehr etwas gestohlen werden kann. Man kann also den Nachbarn eher trauen. Es bedarf nur der Anstöße zusammenzukommen. „Facebook“ ähnliche Netzwerke ohne Hintergedanken und mit der Aussicht auf mehr. Aber eben ohne Druck, sich aus einem anderen Grund für eine Variante zu entscheiden als seine individuelle zu finden. Umzüge werden nur noch ein Problem, weil sie organisatorisch Mühe bereiten können. Aber man muss nicht unbedingt mit allem möglichen Hausrat umziehen – man braucht nur mitzunehmen, was einem persönlich besonders wichtig ist, die Grundausstattung kann in der neuen Wohnung bereitstehen.
Auch hier gibt es eine klare Trennung: Jeder hat überall das, was zweckmäßig ist. Er machte sich in der großen Gemeinschaft „unmöglich“, wenn er nicht sorgsam damit umginge.

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