„Die Bücherdiebin“ oder vom Sirenenruf des Künstlers

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Die Meinung Meinung meines selbst schreibenden Freundes stand fest: „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak erschien ihm als heißer Kandidat für den Literaturnobelpreis. Ich müsse es unbedingt gelesen haben. Ich gebe zu, anfangs fiel ich in den Strudel. Was den Umgang mit Sprache angeht, setzt das Buch Maßstäbe. Bis auf unbedeutende Ausnahmen ist darin etwas Unglaubliches gelungen. Dort, wo ein „normaler“ Schriftsteller charakterisierende Eigenschaftswörter benutzt hätte, verwendete der Autor Metaphern und mitunter in sich absurd erscheinende Sprachkonstruktionen, die beim Leser das Gefühl, um das es jeweils geht, nicht benennen, sondern erzeugen. Ich war einfach bereit zu weinen, wenn Zusak das wollte.
Erst allmählich schälte es sich heraus: Der Autor hat sein Thema missbraucht. Ob beabsichtigt oder nicht – er verbreitet eine gefährliche Ideologie auf eine gefährlich einschmeichelnde Weise. ...

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Veröffentlicht in politische Literatur

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