Die schwierige Kulturfrage ..

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Nein, es ist legitim, auch einmal eine Pressemitteilung der Palästinensischen diplomatischen Mission in Deutschland wiederzugeben. Ich nehme zum einen das Recht auf "Kunst" in Anspruch, zum anderen frage ich die, die diese Erinnerungkultur der Palästinenser angreifen, was sie gegen die "Kultur" des "Bundes der Vertriebenen" unternommen haben, die nicht verarbeiten wollen, dass den Bürger eines Landes, das für Millionen Tote und Vertriebene in ganz Europa zuständig war, dafür zur Verantwortung gezogen wurden. Eine Palästina-Regelung hat doch nichts mit dem Angriff auf ein legitimes Israel zu tun:

 

„Key of Return“ setzt Zeichen gegen das Vergessen

Die Organisatoren der Berlin Biennale initiierten ein Projekt, welches auf die Situation der palästinensischen Flüchtlinge aufmerksam macht. Hierzu wird ein im palästinensischen Flüchtlingslager Aida hergestellter Schlüssel von Bethlehem nach Berlin gebracht. Der zehn Meter lange und rund eine Tonne schwere Schlüssel „Key of Return“ erinnert an das Schicksal des palästinensischen Volkes. Jetzt mehren sich die Stimmen, die dieses Projekt als Aufruf ansehen, Israel zerstören zu wollen. Diese Verleumdungen sind realitätsfern und absurd, erklärt Botschafter Salah Abdel Shafi.


 

„In der Bundesrepublik Deutschland ist die Kunstfreiheit ein Grundrecht, doch nur solange es nicht um Palästina geht. Gerade deswegen sind die Reaktionen auf die im Rahmen der Berlin Biennale stattfindenden Ausstellung des palästinensischen Schlüssels so schockierend und skandalös, denn sie zielen allein darauf, die Ausstellung zu unterbinden und die Initiatoren und Unterstützer wie die Berlin Biennale und das Goethe-Institut in Ramallah zu diskreditieren. 

Die Ausstellung des Schlüssels als Aufforderung und Aufruf zur Zerstörung Israels zu sehen, ist realitätsfern und absurd. Der Schlüssel ist Teil der kollektiven Erinnerung des palästinensischen Volkes an seine Vertreibung aus seiner historischen Heimat. Er ist das  palästinensische Vermächtnis, er erinnert an das Schicksal und an das Leid des palästinensischen Volkes. Der Schlüssel steht auch für die fünf Millionen Flüchtlinge, die nicht in ihre Heimat zurückkehren dürfen.

Jeder Mensch und jedes Volk hat seine eigene Erinnerungskultur, die es zu respektieren und zu bewahren gilt, auch durch Andere. Kunst ist für die Bewahrung der Erinnerung ein tragendes Instrument, denn Kunst macht Erinnerungen sichtbar und setzt ein Zeichen gegen das Vergessen.

Die Ausstellung ist keine Aufforderung zur Zerstörung, sondern es ist eine Aufforderung, das Schicksal des palästinensischen Volkes in Erinnerung zu behalten und sich für Recht und Gerechtigkeit einzusetzen.“

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