Eine Lanze für die Stasi ...

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Ich muss mich bestimmt anspucken. Dass mir das einmal passieren könnte ... Ich bin gezwungen, einen Artikel zu schreiben, um die "Genossen des Ministeriums für Staatssicherheit", kurz "Stasi", zu schreiben. Warum? 

Jürgen Meyer ist mir durch seine polemischen linken Artikel bei Facebook aufgefallen. Ich halte ihn für unverdächtig, bürgerliche Propaganda im Netz verbreiten zu wollen. Trotzdem würde ich den folgenden Beitrag für einen Faupax halten:

Jürgen Meyer 23. Februar 22:26
Wenn die Stasi sorry ich meine der Verfassungsschutz sie nicht weiter finanzieren würde , wäre schon viel gewonnen

Bundestag setzt alle Zahlungen an NPD aus
www.sueddeutsche.de
Die rechtsextreme NPD erhält vorerst keine Gelder vom Staat. Der Bundestag stoppte die Parteifinanzi...

 

Ablehnen würde ich weniger den Vergleich von Stasi und "Verfassungsschutz". Beide sind bzw. waren Monster, deren Tätigkeit der Freiheit der Persönlichkeit unbedingt entgegensteht, denen also langfristig keine Träne nachzuweinen wäre. Als störend empfinde ich allerdings den Bezug. Bei aller Bemühung, an allem, was es so zu DDR-Zeiten gegeben haben könnte, kein gutes Haar übrig zu lassen, in diesem Fall konnte nichts Vergleichbares skandalisiert werden: Die Stasi hat keine verfassungsfeindlichen Organisationen aufgebaut, finanziert, organisiert bis hin zu Mordbanden, die durch die Deckung des Geheimdienstes erst Straftaten von allgemeiner Anerkennung begehen konnten. So viel Gerechtigkeit muss sein. Es ist nie bekannt geworden, dass die Stasi faschistischer Ideologie direkt Vorschub geleistet hätte - in welcher Form auch immer.

Nein, Jürgen, an dieser Stelle war dein Vergleichsspiel unangebracht. In diesem Fall muss klar gesagt werden: Der "Verfassungsschutz" spielte (und spielt) eine schlimmere Rolle als Mielckes Petzenklub. Zumindest unter Linken sollte uns das klar sein. Linke sollten sich nämlich des unvergleichlich Verbrecherischen des Faschismus bewusst sein. Das geht über die Übeltaten zum "Schutz" einer Gesellschaftsordnung hinaus.

Veröffentlicht in Gewalt Frieden

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