Eine Milchmädchenrechnung

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Bei den folgenden Zahlen ist zu beachten, dass die Kosten reine zusätzliche Kosten sind, also nicht, was die Soldaten und Rüstungsgüter kosten, sondern ihre "Auslandsverwendung". Keine Sorge: Die Soldaten, die heil in ihre deutsche Heimat zurückkehrten, hatten dann mehr Geld, mit dem sie den Inlandskonsum ankurbeln konnten. Die Autoren des Artikels haben das geflissentlich übersehen. Wie blühend könnten deutsche Landschaften sein, wenn "wir" in wesentlich gesteigertem Umfang unseren edlen deutschen Blutsbrüder zu weltweiten Tätigkeiten mit "Auslandsverwendungszuschlag" animieren könnten! Die könnten sich dann auch locker private Kitas, Schulen und Krankenhausaufenthalte leisten ... und das haben wir doch immer schon gewollt ... oder?

 

Die Kriegseinsätze der Bundeswehr im Ausland kosteten seit 1992 über 17 Mrd. Euro 

Der ISAF-Einsatz ist nur ein ausländischer Tummelplatz der Bundeswehr. Derzeit ist deutsches Militär mit 6200 Soldatinnen und Soldaten in zehn sehr unterschiedliche Auslandseinsätzen verwickelt. Seit 1990 agierte die Bundeswehr in 44 Auslandeinsätzen. In der Antwort auf eine aktuelle Anfrage der Linksfraktion listet die Regierung 17,0525 Milliarden Euro auf, die bis Ende Juni als so genannte einsatzbedingte Zusatzausgaben verrechnet wurden. Zugleich wird betont, dass sich bestimmte Ausgaben und Ausgabenplanungen im Abstand der Jahre nicht mehr ermitteln lassen.

Allein der 2002 begonnene Einsatz in Afghanistan verschlang rund 7,6 Milliarden Euro. Die Beteiligung an der Kosovo Force (KFOR) hat seit 1999 etwa 3,3 Milliarden Euro gekostet. Rechnet man die Balkan-Einsätze SFOR und EUFOR hinzu, kommt man auf rund 5,1 Milliarden Euro.

Die Anti-Piraterie-Operation »Atalanta« am Horn von Afrika, zu der die Bundeswehr seit 2008 mit Kriegsschiffen und Seefernaufklärern ausgerückt ist, schlägt bislang mit 291 Millionen Euro zu Buche, der 2006 begonnene UNIFIL-Einsatz vor der Küste Libanons mit 330,8 Millionen. Hier kooperiert die Bundesrteghierung Merkel u a auch mit der Hisbollah, die Teil der nationalen Regierung des Libanon ist, mit der man hier kooperiert.  Die Stationierung der »Patriot«-Raketenstaffeln in der Türkei hat seit Januar knapp sieben Millionen Euro gekostet.

Das ist wohl aber wohl nur ein Teil der wirklichen Kosten der Auslandseinätze. 

 In der Liste des Verteidigungsministeriums sind zwar die zusätzlich gezahlten Auslandsverwendungszuschläge enthalten, nicht jedoch die Gehälter der eingesetzten Soldaten. Auch die Kosten für das Material, das ja nicht vollständig neu beschafft wurde, sind nicht exakt. 

Die insgesamt verbrauchten 17 Milliarden Euro entsprechen den gesamten Ausgaben des Bundes für Bildung und Wissenschaft in einem Jahr.

Die 17 Milliarden Euro hätten auch gereicht, um 2013 zu einem ausgeglichenen Bundeshaushalt zu gelangen

 

Quelle: Internetz-Zeitung)

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