Eine viel sagende Rezension zu "Gemeinschaft der Glückssüchtigen" bei "lovelybooks"

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Wie es technisch funktioniert, weiß ich nicht, aber wer das Buch auf lovelybook aufruft, bekommt zuerst eine Kurzwarnung: Neue Gesellschaftsutopie - gut durchdacht, aber der Weg dahin fehlt.

 .Nun nehme ich es einmal als Kompliment, dass meine Beschreibung des heutigen Wissens, wie Kommunismus funktionieren würde, als "neue Gesellschaftsutopie" bezeichnet wird. Ich kann auch nicht leugnen, dass ein Buch über Bilder der Revolution, die den Weg dorthin beschreiben, folgen sollte. Ansonsten schreckt mich, was eine andere Leserin in meinem Buch entdeckt zu haben meint. In erster Linie "Utopie" im Sinn von "wahrscheinlich nirgendwo machbar". Ich hatte eigentlich gemeit, meine Darstellung deutlich genug von Wunschträumereien abgegrenzt zu haben. Allerdings ist das heutige Bildungssystem stark im Vermögen, Ansätze für marxistisches Denkvermögen (!) bei normalen Menschen zu zertrümmern. Immerhin sollte ich mich freuen, zumindest jemanden gefunden zu haben, der das System des entfalteten Kommunismus zumindest als etwas Erstrebenswertes angenommen hat. Dafür würde ich mich auch gern mit dem Gedanken anfreunden, meinen Kommunismus als "Neokommunismus" zu bezeichnen - in Abgrenzung zu praktischen Missgriffen und im Sinn des sich neu wieder auf die Ursprünge Besinnens. Zurück zu Marx!

Nun die Rezension. Ich betone aber, dass das so nicht im Buch steht, also zumindest SEHR verkürzt das Buch widergibt:

Slov ant Gali schreibt in seinem Buch über die Utopie des Kommunismus‘, wie dieser in der Zukunft auf der ganzen Erde funktionieren könnte. Er ist der Meinung, dass dieses Modell erst in der heutigen Zeit möglich ist, da wir nun alle weltweit über das Internet miteinander verbunden sind. Die Grundidee ist folgende: Alle Menschen sollen gleich sein, das heißt, jeder bekommt seine Grundbedürfnisse, Essen, Trinken, Wohnen (auch mit Luxus, wenn gewollt). Das setzt natürlich voraus, dass jeder trotzdem arbeiten geht. So viel Pflichtbewusstsein muss sein, damit das alles erfüllt werden kann. Die Arbeitszeit soll aber geringer ausfallen, da durch dieses Leben etliche Berufszweige entfallen. Wir bekommen dafür alle ein glücklicheres, familienfreundliches, zufriedenes, ruhiges, klimafreundliches und fast kriminalitätsfreies Leben, weil es keinen Neid und keine Missgunst mehr unter den Leuten gibt. Es hört sich wirklich vielversprechend an, aber kann das wirklich funktionieren? Gehen die Menschen arbeiten, wenn sie keinen Lohn mehr dafür erhalten? Wird sich die Menschheit auch dann noch weiterentwickeln, oder läuft dann alles wieder rückwärts? Wäre das einen Versuch wert? Die Utopie wurde in dem Buch sehr gut beschrieben, und auch die eingefügten Episoden aus dem Leben in der DDR von Slov ant Gali waren sehr interessant.

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