Es tut immer noch weh ...

Veröffentlicht auf

Klar. Es ist Bestandteil einer Schlacht um Köpfe. Aber so wie mit Verleumdungen auf uns geschossen wird, ... müssen wir als Antwort uns selbst in die Tasche lügen? An der LL-Demo nahmen effektiv ca. 2500 Menschen teil. Wie die facebook-Gruppe freut sich die "junge Welt" über mehr als 10000 - und dass bei der Alternativveranstaltung keine 1000 dabeigewesen seien. Müssen wir uns in die Tasche lügen? Pfeifen im Walde? Können wir nicht zugeben, dass wir wieder einmal ein geistiges Gefecht um Aktivitäten verloren haben?

Immerhin waren die Teilnehmer diszipliniert. Einzig eines der Transparente der Hauptunterwanderer der Demo, nämlich der MLPD mit ihren Untertrupps (Revolution & Rebell) verwendeten ein Transparent mit Marx, Engels, Lenin ... und Stalin und Mao darauf. Ansonsten wurde eine Spielszene für die bürgerlichen Hetzmedien vor dem Stalinopfer-Stein vorgeführt. Das dauerte so viele Sekunden, wie für den zu sendenden Spot erforderlich war, hatte eigentlich mit Liebknecht und Luxemburg nichts zu tun.

In einem kann ich dem Beitrag der "juge Welt" zustimmen: Die drei denkenden Kurdenfrauen, die in Paris einem Mordanschlag zum Opfer gefallen waren, spielten bei unseren Brüdern eine wichtige Rolle - sie gehörten auch in ihrer Aktualität dazu. Auch die unterschiedlichen Kommunisten der Türkei.

Gehen wir in uns! Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht stehen doch "nur" für den aktiven Wunsch, eine Gesellschaft zu organisieren, die nicht zum Schoß von Krieg und Verelendung aller Art werden kann. Warum bekommen wir nicht einmal hierzu die modernen Menschen unter einen Hut der Aktivität?

Müssen wir uns stur stellen? Wir müssen doch das Niveau des Denkens der Bürger berücksichtigen. Und die Köpfe von Mao und Stalin stehen eben nicht nur für Siege über Faschismus und Imperialismus, sondern auch für das Abschlachten und Einbuchten von ehrlichen Mitmenschen und Genossen. Sie in unserem Banner hoch zu halten, füttert eben auch die Sorge, wir würden es an der Macht wieder SO machen. Dies als Anmekung zu der folgenden Äußerung:

Brief von Professor Dr. Gossweiler an all jene, die das Andenken an Karl-Liebknecht und Rosa Luxemburg von der Verbrüderung der Proletarier aller Länder (proletarischem Internationalismus) trennen wollen

 

From:kurgos

To:redaktion@nd-online.de

Sent:Tuesday, January 01, 2013 8:13 PM

Subject:"Gedenkveranstaltung darf nicht zum Rummel werden.", ND v.31.12.12

 

Die Forderung der Organisatoren der Spalter-Demo bekräftigt Dr. Hans Bomke mit den Worten: "Beider Porträts" - gemeint sind Stalin und Mao - "haben in Friedrichsfelde nichts, aber wirklich nichts zu suchen."  Wieso denn nicht? Offenbar haben er und alle Gleiches Fordernden ganz vergessen, dass Karl und Rosa ermordet wurden, weil sie als Internationalisten gegen den Krieg des deutschen Imperialismus und für seinen Sturz und die Verbrüderung mit den Proletariern aller Länder und deren Kommunistischen Parteien zum gemeinsamen Kampf  für den Sieg der proletarischen Revolution in allen Ländern eintraten. Es entspricht daher ganz ihrem Sinne , wenn in der Demonstration zu ihrem Gedenken nicht nur ihre Bilder, sondern auch die der Führer der kommunistischen Bewegungen anderer Länder, und natürlich auch jener, die dem Imperalismus die größen Niederlagen beibrachen, wie Stalin und Mao Tse tung, mitgeführt werden.

Kurt Gossweiler, Berlin, Januar 2013

 

Veröffentlicht in Debatte

Kommentiere diesen Post

Slov ant Gali 01/18/2013 16:17

" ...Ist es ebenso Klug und ein Zeichen hoher Intelligenz, wenn wir es uns leisten, diese durch die Geheimrede Chrustschows hervorgerufene und durch die Medien der Gegenseite und ihre Helfershelfer
immer wieder neu produzierte Zerstrittenheit der Kommunisten weltweit weiter frönen, oder sollten wir unter Berücksichtigung aller Erfahrungen und unter Ausnutzung der Erkenntnisse endlich wieder
daran arbeiten die Einheit der kommunistischen Bewegung anzustreben und damit die Grundlage dafür zu schaffen dem Kapital, welches daran arbeitet den Niedergang der Menschheit zu produzieren, den
Garaus zu bereiten?
Über diese Fragen sollten sich Kommunisten, Sozialisten und alle human eingestellten Menschen Gedanken machen, bevor es zu spät ist. Die Gegenseite führt seit vielen Jahren Atomkriege in der ganzen
Welt, nicht mittels Kernexplosionen, sondern mittels des Einsatzes von Uran-Munition. Sie begeht täglich, ja stündlich Gräueltaten, Morde, Erpressungen und kann in ihrer Geschichte auf viele
Millionen Tote Stolz sein, egal ob es die Vernichtung der Ureinwohner Amerikas geht, um die Kriege vom 1. Weltkrieg über den 2., den Koreakrieg, den Vietnam-Krieg mit massivsten Kriegsverbrechen,
die Kriege in fast allen Staaten des afrikanischen Kontinentes, bis zur Befreiung der Völker aus der Kolonialisierung und heute wieder aufs neue um sie erneut zu kolonialisieren, die Kriege im
Nahen Osten, an denen auch die Bundeswehr beteiligt ist. Und all diese Kriege und Verbrechen werden nur zur persönlichen Bereicherung einiger weniger Kapitaleigner geführt ..."

Dies gehört zu den Zitaten aus den Kommentar, denen ich vorbehaltlos zustimme. Leider zeugt das Folgende nicht davon, dass der Autor dies für sich selbst beherzigt. Diese Worte schließen nämlich
gerade Toleranz ein mit Menschen, die in Einzelpunkten unterschiedliche Auffassungen vertreten. Das aber ist schwer. Da bleibt man liebe der einzige Letzte, der noch Recht hat ... und verliert ...

Slov ant Gali 01/18/2013 16:10

Lieber Genosse Wassenaar,
es ist entsetzlich, wenn ich mich im ehrlichen Schmerz um fehlenden Erfolg unserer Sache mich als Antikommunist beschimpfen lassen muss. Da kann man darüber reden, was Stalin, was seine Nachfolger
an Fehlern gemacht haben. Wenn es ausreicht, den Generalissimus nicht in der Reihe seiner Idole zu haben, dann kann ich nichts dran ändern. Anders ist es bei der Demo. Die Teilnehmerzahl während
des Zuges habe ich persönlich 4 x geprüft. Gezählt, verglichen usw.
Sie lag erschreckend unter den vergangener guter Jahre. Über die Widerspiegelung in BILD-gerechten Medien kann ich nicht direkt etwas sagen. Ich war nur zufällig gerade in der Nähe des Steins der
Stiftung der Stalinismuspropaganda. Ich habe die SEKUNDEN erlebt, in der Provokateure die Bilder für die Medien eingespielt haben. Wenn du mich dort hinhaben willst ... Schlimm.
Ich meine, der Kommunismus muss siegen, weil er WAHR ist. Das hat nichts damit zu tun, ob alles, was Menschen, die sich Kommunisten nennen, tun, gut ist. Es sind nämlich auch nur Menschen. Das
schließt ein, dass auch ich mich in manchen Fragen irre. Versuche zu akzeptieren, dass auch du ein Mensch bist ... NUR ein Mensch, aber eben das Beste, das die Evolution auf der Erde bislang
erreicht hast. Du kannst dich selbst austragen.

Günther Wassenaar 01/16/2013 10:29

da der Platz nicht ausreichte, um den ganzen Text zu zeigen, hier noch der Rest:

Ist es ebenso Klug und ein Zeichen hoher Intelligenz, wenn wir es uns leisten, diese durch die Geheimrede Chrustschows hervorgerufene und durch die Medien der Gegenseite und ihre Helfershelfer
immer wieder neu produzierte Zerstrittenheit der Kommunisten weltweit weiter frönen, oder sollten wir unter Berücksichtigung aller Erfahrungen und unter Ausnutzung der Erkenntnisse endlich wieder
daran arbeiten die Einheit der kommunistischen Bewegung anzustreben und damit die Grundlage dafür zu schaffen dem Kapital, welches daran arbeitet den Niedergang der Menschheit zu produzieren, den
Garaus zu bereiten?
Über diese Fragen sollten sich Kommunisten, Sozialisten und alle human eingestellten Menschen Gedanken machen, bevor es zu spät ist. Die Gegenseite führt seit vielen Jahren Atomkriege in der ganzen
Welt, nicht mittels Kernexplosionen, sondern mittels des Einsatzes von Uran-Munition. Sie begeht täglich, ja stündlich Gräueltaten, Morde, Erpressungen und kann in ihrer Geschichte auf viele
Millionen Tote Stolz sein, egal ob es die Vernichtung der Ureinwohner Amerikas geht, um die Kriege vom 1. Weltkrieg über den 2., den Koreakrieg, den Vietnam-Krieg mit massivsten Kriegsverbrechen,
die Kriege in fast allen Staaten des afrikanischen Kontinentes, bis zur Befreiung der Völker aus der Kolonialisierung und heute wieder aufs neue um sie erneut zu kolonialisieren, die Kriege im
Nahen Osten, an denen auch die Bundeswehr beteiligt ist. Und all diese Kriege und Verbrechen werden nur zur persönlichen Bereicherung einiger weniger Kapitaleigner geführt. Dazu schweigen wir und
zanken uns und beschimpfen uns über die Verbrechen Stalins und Maos – genau wie es die Gegenseite mit einem Lächeln wünscht, fördert und ständig durch erneute angebliche "Dokumente" zu Tage
fördert.
Übrigens kann ich an der Stelle nur dem Genossen Kurt Gossweiler zustimmend beipflichten und bin froh, dass es noch derart analytisch denkende und die Situation sachlich einschätzende Genossen
gibt
Günther Wassenaar
Ich möchte Sie bitten mich von der Liste der News-Empfänger des Roten Predigers" zu löschen, da ich derartige, antikommunistische Positionen mißachte. Antikommunismus ist eine Grundtorheit und
dient einzige der Gegenseite, der Seite des Kapitals, fördert demzufolge dessen Machterhalt und ist einer der entscheidenden Grundzüge jeglicher faschistischen Systeme. Mit derartigen kann und will
ich mich nicht identifizieren – auch und gerade, weil diese Position in die Linke hineingetragen und teilweise dort auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Antikommunismus ist der Hauptgrund, warum das
Kapital gegenwärtig in der Offensive ist und die Gegenkräfte kaum wahrnehmbar.

Günther Wassenaar 01/16/2013 10:26

Sehr geehrter Herr Slov ant Gali,
seit längerer Zeit habe ich die Informationen über die "rote predigt" erhalten – habe aber ebenso seit längerer Zeit auf das, was dort stand kaum noch reagiert, bin auf keine Diskussionen mehr
eingegangen, da die Informationen schon seit einiger Zeit nicht mehr meinem Geschichtsverständnis und erst recht nicht mehr, meiner politischen Position entsprachen. In dieser jetzigen Info, die LL
betreffend schlagen Sie selbst die Haßmeldungen der bürgerlichen Presse, was mit einem "roten" Standpunkt oder einer auch nur annähernd "roten" Position nicht mehr identisch ist.
So wie die Linke seit Jahren über jedes Stöckchen springt, was ihr von den Bürgerlichen hingehalten wird, so haben Sie gleich ganze Barrikaden übersprungen und sind zur Gegenseite komplett
übergetreten. Da schreiben Sie: "An der LL-Demo nahmen effektiv ca. 2500 Menschen teil. Wie die facebook-Gruppe freut sich die "junge Welt" über mehr als 10000 - und dass bei der
Alternativveranstaltung keine 1000 dabeigewesen seien. Müssen wir uns in die Tasche lügen?" Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie die gleiche LL-Demo 2013 gesehen und selbst erlebt haben, an der
ich teilgenommen habe. Als ich gegen 9:40 zum Stellplatz gekommen bin, hatte ich auch schon Hummeln im Bauch, dachte die Spalter hätten es geschafft, die LL-Demo tot zu bekommen, da zu dem
Zeitpunkt nur etwas mehr als 1.000 Leute, nach meiner Einschätzung, dort versammelt waren. Aber innerhalb der dann folgenden halben Stunde strömten derart viele Leute hinzu, dass schon beim
Abmarsch die Demo den gewohnten Eindruck hinterließ. Als wir durch die Brücke liefen und ich mich mal von der Spitze bis ans Ende bewegte und wieder zurück, um Bekannte und Freunde im Zug begrüßen
zu können, waren es mit Sicherheit wieder 10.000 die sich in Richtung des Ehrenhains bewegten.
Wenn Sie dann Ihre Position zu den Köpfen postulieren, kommt der bürgerlliche Hintergrund komplett zu Tage. "Und die Köpfe von Mao und Stalin stehen eben nicht nur für Siege über Faschismus und
Imperialismus, sondern auch für das Abschlachten und Einbuchten von ehrlichen Mitmenschen und Genossen. " So wie ich die BILD kenne, könnte es sein, dass sie den Begriff "ABSCHLACHTEN", den sie
bisher noch nicht im Zusammenhang von Stalin oder Mao verwendet hat, neu in ihr Repertoir aufnimmt. "Die Roten bezeichnen die "Gräueltaten" Stalins selbst als Abschlachten" müßte sich gut ausmachen
in der BILD und Sie könnten auch noch Honorar dafür verlangen und Urheberrechte einklagen.
Es gibt in der Marktwirtschaft doch nichts, was sich nicht zur Ware machen läßt - auch die Gesinnung! Dass es Göbbels war, der die ersten "Gräueltaten" Stalins in die Welt setzte, indem er
gefälschte Informationen verbreitete, dass es dann vor allem die erklärten und erbitterten Gegner der jungen Sowjetunion waren die diese "erhärteten" schreckt einen "Roten" nicht zurück – nun ja,
ein "Roter" der Mensch Namens Chrustschow, hat ja dann in der Geheimrede ebenso die "Gräueltaten" Stalins aufgedeckt. Somit müssen sie ja absolut der Wahrheit entsprechen. Stehen doch alle
Aufgeführten für die Inbegriffe der absoluten Wahrheit – und dann kann und soll man diese auch so verbreiten, wenn man ein "Roter" ist – oder sollte man sich genauer erkundigen, sollte genauer die
historischen Hintergründe und Zusammenhänge einbeziehen, wie es wissenschaftlich denkende und arbeitende Marxisten tun sollten.
Die Kulaken, bei denen man von den ersten zig-Millionen Toten des Stalins redet, wurden nicht erschossen oder Hingerichtet, sondern verbannt, umgesiedelt. Dass in der Zeit, in der auch Millionen
Menschen die nicht umgesiedelt wurden und in der Heimat verleiben verhungerten, da das Land durch Kriege und Mißwirtschaften, oft durch genau diese Kulaken verursacht, nicht in der Lage war für
alle Menschen genügend Nahrung heranzuschaffen, wird einfach mal weggelassen – spielt bei der Einschätzung der "Gräueltaten" Stalins, keine Rolle. Übrigens wurden auch die Wolgadeutschen nicht
erschossen, sondern umgesiedelt, um Konflikten aus dem Weg zu gehen, die bei einem Herannahen der deutschen Truppen hätten entstehen können – für meine Begriffe eine weise und vorausschauende
strategische Überlegung der Genossen unter Stalin.
Was die Ermordung von Genossen angeht, so ist es richtig, dass es innerhalb der Parteigremien einen erbitterten Machtkampf gegeben hat, bei der auch die Gegenseite, die "Genossen" um die
erbitterten Feinde Stalins, vor Mord und Totschlag nicht zurückschreckten. Sieht man sich jedoch das Ergebnis an, die politische und wirtschaftliche Situation der SU 1938, so kann man sagen, dass
der Kurs, den Stalin und die Genossen unter seiner Leitung eingeschlagen haben, auf jeden Fall der richtige war. Abweichungen von diesem Kurs hätten dieses Ergebnis nicht möglich gemacht und somit
die Abwehrkraft des Landes für den kommenden Krieg, den Überfall der Faschisten, geschwächt. Dass in derartigen Situationen auch Fehlurteile erfoltgen, dass auch falsche Vorwürfe möglich sind, dass
auch Beschuldigungen von Genossen vorgetragen werden, die eben nicht nach kommunistischer Position leben, sondern ihre privaten Fehden dabei ausgetragen haben, ist auch möglich. Sehen wir uns doch
die Situation bei uns selbst an. Da waren Leute selbst im ZK der SED und wurden anschließend Berater der CDU in Berlin. Kann es sein, dass eben diese auch schon vorher gegen den eigenen Staat und
seine Politik, auch gegen gute Kommunisten gearbeitet haben, um sich selbst in den Vordergrund zu stellen und Vorteile zu erheischen. Waren denn alle SED-Mitglieder Kommunisten? Waren ihre
Entscheidungen demzufolge auf den Grundlagen des Marxismus/Leninismus gefällt? Kann man diesen Verrat den ein Schabowski leistete, als Verbrechen Honeckers einordnen? Ich bin überzeugt, dass viele
der Fehlentscheidungen ebenso in der Zeit als Stalin die SU führte, durch andere leitende Genossen verübt wurden, eventuell auch von dem anschließend die Verbrechen anklagenden Genossen Chrustschow
– denn er hat in dieser Zeit auch schon politische Verantwortung getragen und sich zu Lebzeiten Stalins nie gegen ihn positioniert.
Politik wird immer von Menschen gemacht – und bei derart gravierenden Umbrüchen wird es immer auch Fehler und Entgleisungen geben, auch dergestalt, dass ehrliche Menschen dabei zu Schaden kommen.
Das ist Bedauerlich und zu verurteilen – und es ist unsere höchste Pflicht, diese Phase genau zu analysieren, die Fehlentscheidungen aufzudecken und dafür zu sorgen, dass es diese nicht mehr gibt –
aber, dafür werden mit Sicherheit auch wieder andere Fehler auftreten, auch solche die durch die Situation der äußeren Bedrohung und der dadurch vorhandenen Zwangslage aufgezwungen sind.
Nur wenn politische Entscheidungen die den Tot Anderer, Unschuldiger einschließt, von Beginn an bewußt geplant und bewußt vorbereite wurden, sind es Gräueltaten und Verbrechen – das ist zumindest
meine Position.
Ansonsten habe ich einen Kommentar gelesen, in dem jemand schrieb, '… jeder andere außer Stalin, der zu der Zeit sein Amt übernommen hätte, hätte keine grundsätzlich anderen Entscheidungen und
Festlegungen treffen können, es sei denn, er hätte den Fortbestand des Landes in Gefahr setzen wollen, hätte riskieren wollen, dass die SU sofort wider untergegangen wäre. …'
Ich gebe nochmals zu bedenken, die Zeit, in der Stalin die Führung der SU inne hatte, ist eine komplizierte und schwierige Zeit, auch für uns Nachgeborenen und dem Kommunismus verbundene. Sie hat
Höhen und Tiefen, die genau untersucht werden müssen – aber eben neben den Tiefen auch gewaltige Höhen, die wir beim Aufbau einer neuen Gesellschaft nicht auf den historischen Misthaufen werfen
dürfen. Unter seiner Leitung wurde das Problem der Nationalitäten gelöst, es wurde die Landwirtschaft so entwickelt, dass diese, die Versorgung der Bevölkerung gerecht wurde, er hat die Fäden in
der Hand gehabt, um aus einer nicht existenten und in den Interventionskriegen zusätzlich zerstörten Wirtschaft, innerhalb weniger Jahre eine Wirtschaft zu entwickelt, die dem Welthöchststand der
Zeit entsprach und damit in der Lage war, die Voraussetzungen zu liefern, dass die Armee gegen den übermächtigen Feind gewinnen konnte. Unter seiner Leitung wurde aus dem rückständigen und noch mit
leibeigenen Bauern bestehenden Land, ein Land mit hohem Bildungsniveau, mit einer hoch entwickelten Kultur, mit Filmschaffenden, mit Ingenieuren und Konstrukteuren, die revolutionäre Entwicklungen
hervorzubringen in der Lage waren, mit einem Gesundheitssystem, welches in dieser Zeit in der Welt noch nicht existent war.
Hat er also diese Härte, die man ihm anlastet, angewendet um sich selbst zu bereichern, nur um seiner selbst willen oder um seinem Land, den Bürgern seines Landes zu dienen, um dem Sozialismus zum
Sieg zu verhelfen? Können wir diesen gewaltigen Erfahrungsschatz, den er gesammelt hat, bei der Bewältigung der massigen Probleme, einfach auf den Misthaufen werfen, obwohl genau die gleichen und
ähnliche Aufgaben bei einer erneuten und endgültigen Niederwerfung des Kapitals auf uns Kommunisten zu kommen? Ist es Klug und entspricht es einer hohen Intelligenz, wenn wir uns diese Position vom
Kapital derart aufdrängen lassen? Ist es ebenso Klug und ein Zeichen hoher Intelligenz, wenn wir es uns leisten, diese durch die Geheimrede Chrustschows hervorgerufene und durch die Medien der
Gegenseite und ihre Helfershelfer immer wieder neu produzierte Zerstrittenheit der Kommunisten weltweit weiter frönen, oder sollten wir unter Berücksichtigung aller Erfahrungen und unter Ausnutzung
der Erkenntnisse endlich wieder daran arbeiten die Einheit der kommunistischen Bewegung anzustreben und damit die Grundlage dafür zu schaffen dem Kapital, welches daran arbeitet den Niedergang der
Menschheit zu