"Glück durch Kommunismus" - erste Gedanken (1)

Veröffentlicht auf

Für 2014 habe ich mir mehrere Dinge vorgenommen. Darunter sind künstlerische und politische. Nachdem ich mit dem Buch „Gemeinschaft der Glückssüchtigen“ ein Buch darüber vorgelegt habe, warum die technische Voraussetzung für eine kommunistische Gesellschaft, also der für sie erforderliche Entwicklungsstand der Produktivkräfte, inzwischen prinzipiell erreicht worden ist – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als der reale Frühsozialismus sich hatte niederwalzen lassen, möchte ich mich der berechtigten Kritik an jenem Buch widmen. Ich hatte in GdG aus gutem Grund den Weg hin zu einer „kommunistischen“ Gesellschaft von der realen Welt der imperialistischen Gegenwart aus ausgeklammert. Ich hatte vorsichtig alle Schilderung der heute real machbaren Kommunismus mit dem Streitwort „Utopie“ versehen. Was kann, was muss wer tun? Also vom überzeugten Kommunisten über den zukunftspessimistischen Antiimperialisten bis hin zur Masse der Menschen, die sich eigentlich mit der Situation, wie sie eben ist, arrangiert haben, aber immer wieder auf Symptome des Systems stoßen, die sie nicht als solche verstehen, deren Änderung sie aber erreichen möchten. Es wird noch eine Weile dauern, bis das ganze „druckreif“ ist, und das heißt ja nicht, dass es dann schon gedruckt ist. Vielleicht ernten einige Gedanken auch kritischen Widerspruch, der mit künstlerischer Freiheit eingearbeitet werden wird. Vielleicht sieht am Schluss einiges ganz anders aus, als ich selbst gedacht habe, Vielleicht ist auch die Überschrift über dem Ganzen bald eine andere. Egal. Ich fange aber einfach an. Das ist ja die erste grundlegende Idee, die wir alle beherzigen müssen: Bei allem, was wir tun, können wir scheitern, weil wir Fehler gemacht haben oder weil die andere Seite erfolgreicher gekämpft hat (genauer meist: wegen beidem), warten wir aber nur ab, dass andere etwas tun, vergeben wir uns unsere Chancen.

 

Einleitung / Vorwort oder so ...

 

Immer wieder ein neuer Anfang.

Immer wieder Nachdenken, Hoffen auf Verstehen.

Stell dir vor, du sähest eine Katastrophe vor dir, neben dir sitzt einer, der sieht sie auch. Er ruft dir zu: Sag, was soll ich tun? Und du rufst zurück: Warum soll ich das wissen?

Keine Sorge: Stellst du dir die Situation mit umgekehrter Besetzung vor, wird ’s auch nicht besser. Wen würdest du fragen? Anders gefragt: Wem würdest du eine Antwort zutrauen?

Also, scheiß Deutschland, wie sieht es aus?

Gibt es vielleicht gar keine Gefahr einer Katastrophe? Alles nur linke Panikmache, Verschwörungstheorie verspäteter Marxisten-Leninisten? Wenn es „uns“ relativ gut geht, was wollen wir mehr?

Wie viel muss ich predigen, dass die Erde mit allem, was darauf lebt, am meisten von den Menschen bedroht wird? Dass wir uns gegenseitig fertig machen? Muss ich das – als noch einer mehr, bei dem man abwinkt, weil für jedes gefährliche Gutachten zur weiteren Entwicklung auf der Erde mindestens ein optimistisches Gegengutachten bezahlt und lanciert wird? Bis zum Abwinken des überforderten Normalsterblichen? Zu welchen Büchern soll ich greifen, um aus ihnen abzuschreiben, was jeder, der es erfahren will, schon wissen kann? Bringt das was? Jeder kann die lesen. Entweder, er will die Botschaft hören oder er will sie nicht hören. Ganz offen: Ich würde sie auch gern nicht hören. Für mich persönlich musste ich es annehmen: Die Welt ist, wie sie ist und nicht so, wie sie sein sollte und könnte. Solange ich nichts daran ändern kann, ist das aber eine nicht nur wertlose, sondern peinigende Erkenntnis. Ich verstehe jeden, der daraus schlussfolgert, er kümmert sich dann lieber um sein Ding, wo er auch was ändert. Aber wenn das dazu führt, dass es „sein Ding – mein Ding“ nicht mehr gibt?!

Wie kann man – und hier behaupte ich einfach, dass ich zu diesem „man“ gehöre, irgendwo dazwischen stecke – solche persönlichen Lasten mindern, ohne sich NUR auszuklinken und NUR so zu tun, als ginge einen „das alles“ nichts an. Viele sind gut in Selbstverleugnung. Geht es ihnen nicht zu schlecht, meinen sie, sie könnten nicht klagen, geht es ihnen beschissen, dann kann man auch nix dran ändern.

Ich möchte mir helfen.

Ich möchte jedem helfen, der – und sei es nur für einen Moment . sagt, wär schön, wenn mir jemand hilft. Ich möchte keine Rezepte verkünden, aber Vorschläge gemacht haben.

Ich sage gleich, ich suche keine Nische, nur für mich.

Ich bin so vermessen, so anmaßend, das was ich für richtig halte, als Ratschlag zu verbreiten. Vielleicht hilft es wirklich jemandem. Zumindest hilft es mir bei der Selbstberuhigung: Ich habe euch ja gewarnt, hab´s gesagt. Wenn keiner hören will ...,

Ich habe wie jeder einzelne Mensch den Wunsch, als Einzelwesen, als ganz außergewöhnlich einmaliges Ich, glücklich zu werden. Dummerweise möchte mein Ich das mit der Aufgabe verbinden, DIE MENSCHEN zu glücklicherem Leben zu verhelfen. Und warum soll ich über meinen Schatten springen?

Nein. Ich meine das nicht im Sinne, gehe in dich und fühle dich glücklich mit dem, was du hast. Obwohl ... sich mit dem zu begnügen, was „man“ eben hat, ist ein möglicher Weg zum individuellen Wohlbefinden. Es ist aber zugleich eine Form bewusster Selbsttäuschung. Jeder erinnert sich an die Fabel vom Fuchs und den Trauben, in der der Fuchs jene Trauben, die ihm zu hoch sind, für sauer erklärt. Das wäre noch nicht das Schlimmste. Schlimmer ist, dass wir damit eine ethische Straftat begehen. Die meisten Rechtssysteme kennen den Begriff der unterlassenen Hilfeleistung. Strafbar ist also, einen Schaden für gefährdete Mitmenschen nicht auf eine zumutbare Weise zu verhindern versucht zu haben. Ergo: Ich versuche das Wenige, das ich zu können hoffe.

... ein Blog beschäftigt sich ausschließlich mit Fragen des Kommunismus. 

 

 

 

 

 

Nun 

Veröffentlicht in Zukunft denken

Kommentiere diesen Post