"Glück durch Kommunismus" - erste Gedanken (3)

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Vielleicht muss man die vier Punkte noch einfacher formulieren:

Also ich billige jedem Menschen sein Lebensrecht zu. Es ist gleich schlimm, ob ein Deutscher oder ein Tschetschene oder ein Hutu stirbt. „Nur“ für sehr nahe Angehörige, wenn diesem Leben ein erfülltes Leben vorausging, wenn dieser MENSCH jedoch vorzeitig starb und dies an etwas, was leicht zu vermeiden gewesen wäre und nur (!) eine Frage der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft ist, dann ist es eine Schande für diese Gesellschaft. Hungers braucht heute weltweit niemand zu sterben. An Kriegen auch nicht. Auch nicht an Seuchen oder Krankheiten, deren Ursachen erkannt und prinzipiell beherrschbar sind.

Wenn ein einzelner Mensch den Tod eines anderen verursacht hat, wird der Sachverhalt bis ins Kleinste untersucht, um diesem Menschen eine seinem erkannten Schuldmaß entsprechende Strafe zuzuteilen. Gegen bestimmte Verkehrsunfallschäden gibt es Airbags. Was dem einen Recht ist ist dem anderen, der VIELE Tode verantwortet, BILLIG?!

Das heißt also, für JEDEN müssen Verhältnisse herrschen, die ihm ermöglichen, ein, nein, SEIN Leben zu leben. Es müssen grundsätzliche, für alle geltende Lebenschancen existieren.

Ich komme später immer wieder darauf zurück: Obwohl ich in Deutschland lebe, kann ich nicht die Augen vor Kriegen in aller Welt verschließen, deren Voraussetzungen beseitigt werden müssen.

Es ist ein Missbrauch des Gedankens, sich als „besseres“ (zivilisierteres) Volk zum Richter über andere aufzuschwingen.

Gleiches gilt für (Ver-)Hungern und (Ver-)Dursten oder (Er-)Frieren.

Schwieriger ist das schon mit der Gesundheit. Gesundheit und eine hohe Lebenserwartung sollten zusammengehören. Es sind Bedingungen für ein möglichst dauerhaftes harmonisches Zusammenleben aller Menschen zu schaffen.

Das korrespondiert mit Punkt 3: Im Normalfall ist es „krank“, wenn jemand äußerliche Abweichungen von Standardvorstellungen eines Körpers als korrekturbedürftig ansieht. Es ist eher eine Nebenform der Konsumkrankheit. Dem steht die Einheit von Selbstachtung und der Achtung der „Anderen“ in ihrem Anderssein gegenüber.

Jeder Mensch sollte es normal ansehen, dass er lernen will, nützlich zu sein, dass er sich anerkannt fühlt, weil er sich individuell entfaltet.

Die erste Voraussetzung dafür ist, alle seine Mitmenschen im Normalfall als vertrauenswürdige Partner ansehen zu können, und in ihnen nicht in erster Linie Konkurrenten um das Recht auf egal was.

 

Ein wunderbares Modewort ist Nachhaltigkeit. Positiv ausgelegt bedeutete es, so zu wirtschaften, dass nachfolgende Generationen die Erde mindestens in jener Lebensqualität übernehmen können, in der wir sie vorgefunden haben, der Reichtum der Natur nicht real verbraucht ist.

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Veröffentlicht in Zukunft denken

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