Grünbuch Kommunismus - Teil 2 zu "Gemeinschaft der Glückssüchtigen" - Erstideen (1)

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Inzwischen sind die ersten Bücher „Gemeinschaft der Glückssüchtigen“ gelesen – einige sogar schon von den Menschen, für die sie gedacht waren, also solchen, die nicht schon vorher „alles“ wussten und verstanden, von normalen, die bislang mit Kommunismus nix am Hut hatten. Wenn man von Kleinigkeiten absieht, fanden sie hauptsächlich zwei Beanstandungen, die das Buch wirklich „verdient“ hat:

Die umfangreichste ist die Frage, dass wir eine Welt, in der wir leben wollen, aber eben nicht leben, ja beschreiben können, aber alles Fiktion bleibt ohne Wegbeschreibung, wie wir dorthin kommen.

Die kürzere: Muss unser Ziel denn unbedingt „Kommunismus“ immer noch heißen? Dagegen spreche doch sowohl, dass jeder längst eigene Vorstellungen von „Kommunismus“ hat und die hätten nichts mit meinem gemeinsam. Soweit das richtig, also mein Kommunismus-Bild neu ist, könne ich das doch hervorheben. Und es würden sich viel mehr Leute für mein Gesellschaftbild interessieren, wenn ich sie nicht gleich mit einem „verbrannten“ Namen abschreckte. Auf meine Rückfrage hin, ob sie denn einen Vorschlag hätten, kam als Antwort „Neokommunismus“. Neo heiße neu und neu sei doch viel in meiner „Gemeinschaft“ – und gleichzeitig bliebe der Kern drin einer Gemeinschaft, die über die Schranken unserer Zeit hinweg gedacht, als menschlich gut schon die Wünsche von Menschen seit Jahrtausenden beschäftigt. Warum also nicht? Vielleicht wird das Ganze damit sowohl für die „orthodoxen“ Kommunisten genauso interessant wie für die unzählichen Zweifler am Kapitalismus ohne Vorstellungen von einer echten Alternative im Ganzen.

Also wer es nicht versucht, ist selbst schuld – und ich möchte nicht schuldig sein.

 

Ursprünglich hätte ich so anfangen wollen:

Kennen Sie diese Ratgeber in der Art von „Wie werde ich glücklich in der Partnerschaft bis nach der Goldenen Hochzeit?“

Dann wissen sie eines: Man sollte sich vor hübsch klingenden Universalrezepten hüten. Die haben meist eine dumme Eigenschaft: So toll, wie sie sich geben, so richtig, wie ganz allgemein gesehen auch sind … wehe es wird konkret! Wenigstens in genau dem einen eigenen Fall funktionieren sie nicht. Immer ist irgendetwas anders …

 

Das Denken kann einem nämlich im konkreten Fall niemand abnehmen. ...  

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