Heute ist ein Feiertag

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Genau heute wurde vor 50 Jahren das Pariser Abkommen unterzeichnet.

Damit ging eine der größten Aggressionen der Geschichte zu Ende. Das mächtige Imperium der "Vereinigten Staaten von Amerika" musste sich einem kämpfenden kleinen Volk beugen, unserem Vietnam. Die Rückendeckung, die es durch die Staaten bekommen hatte, die sich um eine sozialistische Gesellschaftsordnung bemühten, ließ sie durchhalten, unsere Freunde. Das beste Beispiel für "kleine" historische Lehren:

- Der mächtigste Gegner ist zu besiegen.

- Man muss kämpfen, in welcher Form auc immer.

- Ohne Solidarität geht auf Dauer nichts - mit Solidarität geht alles.

58000 gefallene US-Soldaten begründeten letztlich eine aktive Widerstandsfront auch im Lager des Aggressors. Mir graut vor dem Gedanken an Kampfdrohnen. Sie sind die Lehre der Aggressoren: Solange es "NUR" Eingeborene trifft ist die eigene Bevölkerung auch nur stillschweigend dagegen.

Etwa 60000 ehemalige US-Soldaten begingen in den Folgejahren Selbstmord. Sie waren Menschen geblieben und haben sich selbst für die Beteiligung an Menschheitsverbrechen gerichtet.

Etwa eine Million vietnamesische Freiheitskämpfer verloren für ihre Sache das einzige, was sie besaßen: ihr Leben. Etwa 4 000 000 Zivilisten fielen dem Wüten der Invasoren zum Opfer.

Acht Millionen Tonnen Sprengstoff im Zusammenwirken mit Napalm und "Entlaubungsmittel" bedeuteten die dreifache Zahl an Bomben, die von allen Beteiligten im 2. Weltkrieg abgeworfen wurden. Noch heute werden Opfer dieses Krieges geboren! Schädigungen an der Erbmasse bringt noch immer Missbildungen bei Neugeborenen. Welche Verseuchungen gibt es wohl noch?

Jeder Aggression der Neuzeit ist ein Ende wie dieses zu wünschen. Wiedergutmachung ist noch nicht erfolgt. Nach einigen Jahren des Traumas sind die USA wieder zum imperialistischen Weltmonster geworden, das seine Probleme weltweit militärisch zu "lösen" versucht. Im Moment noch in einer anderen Situation: Die Rolle von Befreiungsbewegungen mit fortschrittlicher Zielsetzung sind religiöse Eiferer getreten, die nichtamerikanischen Imperialisten versuchen mit Macht, hinter und neben den Hauptinvasoren jeweils ein eigenes Stück kolonialen Kuchens zu erkriegen und vor allem fehlt die geballte Macht eines Gesellschaftssystems, das das menschliche Zusammenleben nach anderen Grundsätzen regeln will. Man darf über die Fehler des "sozialistischen" Lagers sinnieren, so viel man will. Zu ihren Vorzügen gehörte zweifellos, dass sich besonders international ausgebeutete Staaten ihren eigenen Weg der Entwicklung selbst aussuchen konnten. Wer dies heute versucht, muss mit Verleumdung und Aggreession rechnen.

Möge doch eine Gemeinschaft des Friedens wieder zu Macht kommen. Nach bisheriger praktischer Erfahrung kann dies nur ein Weg jenseits von Kapitalismus / Imperialismus sein ...

 

(Zahlen entnommen der "junge Welt" vom 26./27.1.2013) 

Veröffentlicht in Venezuela u.a.

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