Hurra: Hier werden endlich wenigstens die Berliner Künstler gefordert, sich für eine bessere Gesellschaft zusammenzufinden, um mehr zu erreichen - Ich bin dabei!

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Treffpunkt: BAIZ - Christinenstraße 1 (Ecke Torstraße), 10119 Berlin
Montag, 17. Dezember 2012 - 19:00 Uhr

Dieser Aufruf wird unterstützt von

Diether Dehm, Manfred Maurenbrecher, Frank Viehweg, Volker Gransow, Olaf Trunschke, Sascha Mersch, Leander Sukov, Achim Ruppel, Robert Lange, Gerd Schuhmacher, Claudia Wangerin, Peter Wolter und weiteren Schriftstellern, Musikern, Bildenden Künstler und Medienschaffenden.

Jetzt ist die Zeit der Kirschen
Ein Aufruf an Berliner Künstler

Immer wieder in der Vergangenheit, gelang es linke Künstler und Journalisten zusammenzubringen. Es ist Zeit, es wieder gelingen zu lassen. Der Versuch muss unternommen werden.

Die Situation macht es notwendig, das Wort zu erheben.

Weltweit nimmt die Anzahl der Kriege und der sogenannten asymmetrischen Konflikte zu. Der Einsatz deutscher Truppen im Angriffskrieg gegen Jugoslawien hat zu einem Dammbruch in der Außenpolitik geführt. Seit der SPD-Grünen-Regierung stehen deutsche Truppe an vielen Orten der Welt und führen Krieg.

Der Hunger in der Welt steigt an, die Not, nicht nur in jenen Staaten, die nach Kolonialzeit und Ausbeutung an den Rand der Welt gedrängt wurden, wird größer. Auf den Straßen Griechenland, Spaniens, Portugals, der USA, Deutschlands, Frankreichs und anderer Staaten rebelliert nicht nur die Jugend. Die Deregulierung des Finanzsektors durch die SPD-Grünen-Regierung, die Politik von Währungsfond und EU, die von allen Parteien des Bundestages, bis auf die Partei der Linken mitgetragen wird, hat zu unerträglichen Verarmungen geführt.

In den freundlich eingerichteten Büros der JobCenter werden die Bittsteller drangsaliert. Die Renten sind nicht mehr sicher. Die staatlichen Transferzahlungen entziehen dem Leben der Marginalisierten das Leben. Das Essen wird zum Fressen von Supermarktdreck. Die Kultur wird unbezahlbar. Die Hartz-IV-Gesetzgebung der SPD-Grünen-Regierung und die Verschlechterungen unter den nachfolgenden Regierungen haben dazu geführt, dass in der Bundesrepublik Millionen unterhalb dessen leben müssen, was für ein lebenswertes Leben notwendig ist.

Wir alle schaffen Kunst. Als Maler, Bildhauer, Schriftsteller, Musiker, Schauspieler, Aktionskünstler, Filmemacher, Regisseure, Tänzer. Wir wirken in die Öffentlichkeit als Journalisten und Medienschaffende. Wir spiegeln, ob wir wollen oder nicht, unser Erleben der Gesellschaft. Und wir verfügen über die Mittel in die Öffentlichkeit zu wirken. Wir haben eine Funktion über das Schaffen unserer Werke hinaus. Wir sollten diese Funktion nutzen. Wir sollten uns einmischen.

Es sollen keine Vorgaben gemacht werden:

• Nicht hinsichtlich des politischen Standortes, solange sich die durch diesen Aufruf Angesprochenen als linke, fortschrittliche Künstler definieren.
• Nicht hinsichtlich der von ihnen geschaffenen Kunst.
• Nicht hinsichtlich der Medien.
• Nicht hinsichtlich der Formen, mit denen wir uns gemeinsam einmischen können.

Was wir tun können, müssen wir entwickeln. Welche Schwerpunkte wir uns zum Handeln suchen, müssen wir gemeinsam bestimmen.

Dies ist ein Aufruf zu einer ersten Zusammenkunft. Wir, die Unterzeichner dieses Aufrufs hoffen, dass er nicht ungehört bleibt.

Wir laden Euch deshalb ein am 17. Dezember 2012 um 19:00 im BAIZ, Christinenstraße 1 (Ecke Torstraße) in Berlin zusammenzukommen.

Wir fordern Künstler in anderen Städten auf: Schafft Gemeinschaft. Kämpft gemeinsam.

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