Ihre drei Kinder sind genetisch schwer geschädigt. Das vom Vater eingeatmete Uran hat sich überall in seinem Körper verteilt, nicht nur in den Lymphozyten, auch im Gehirn, der Leber, im Sperma

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 "Ihre drei Kinder sind genetisch schwer geschädigt. Das vom Vater eingeatmete Uran hat sich überall in seinem Körper verteilt, nicht nur in den Lymphozyten, auch im Gehirn, der Leber, auch im Sperma. Seine Kinder haben deshalb auch geschädigte Chromosomen, und sie werden natürlich hohe Raten genetisch geschädigter Kinder hervorbringen, und deren Kindeskinder wieder. ...

Bei den hohen Temperaturen von bis zu 5000 Grad Celsius, die bei der Explosion von Uranmunition entstehen, verbrennt das Urangeschoß zu winzigen, wasserunlöslichen Nanopartikeln. Es entsteht praktisch ein Gas, das weiterhin radioaktiv und hochgiftig ist. Wer es einatmet, bei dem wird das Immunsystem geschwächt, kann sogar ganz zusammenbrechen. Er kann an Leukämie und Krebstumoren erkranken. Außerdem kommt es bei Mensch und Tier zu genetischen Veränderungen. Schlimmste Mißbildungen bei Neugeborenen sind die Folgen. Deshalb werden in den betroffenen Ländern heute Kinder mit entsetzlichen Fehlentwicklungen geboren: Babys ohne Arme oder Beine, ohne Augen, ohne Kopf. Babys, die ihre Organe, statt im Körper, in einem Hautsack am Rücken tragen. Die Ärztin Dr. Jenan Hassan vom Mutter-Kind-Krankenhaus im irakischen Basra berichtet, daß die Frauen nach der Entbindung heute nicht mehr fragen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, sondern ob es gesund oder mißgebildet ist. Viele weigern sich, überhaupt Kinder zu bekommen. 2007 bestätigte eine Veröffentlichung der irakischen Presseagentur, daß nach Untersuchungen unabhängiger einheimischer Wissenschaftler durch die Angriffe der Alliierten mit Uranbomben im Krieg 1991 und 2003 18 Regionen nicht mehr bewohnbar seien und deshalb die Bevölkerung umgesiedelt werden müsse.4

Die Ärzte im Krankenhaus von Kosovska Mitrovica im Norden Kosovos haben eine klinische Untersuchung bei 30000 Patienten durchgeführt, und zwar im Zeitraum von 1997 bis 2000. Während in der Vorkriegszeit die Zahl der malignen Erkrankungen mit 1,98 Prozent beziffert wird, stieg sie im ersten Jahr nach dem Kosovokrieg auf 5,45 Prozent an. Noch erschreckender ist der Anstieg bei den Lungenkrebserkrankungen. Hier verzeichnete man 1997 noch 2,6 Prozent Erkrankte, im Jahr 2000 dann aber einen Anstieg auf 22 Prozent. Die am stärksten betroffene Bevölkerung ist dabei die der 30- bis 40jährigen, die als Soldaten im Kosovokrieg in der Region Pec eingesetzt waren. Dort sind von den Alliierten zirka zehn Tonnen Uranmunition eingesetzt worden. In der Schlußfolgerung heißt es in der Studie: »Auf Grund dieser Erforschung haben wir den bedeutenden Anstieg maligner Erkrankungen durch den Krieg und den Einsatz der Uranwaffen bewiesen.«

Von 700000 alliierten Soldaten, die im Golfkrieg 1991 Dienst taten und scheinbar gesund nach Hause kamen, sind inzwischen fast 30000 an Leukämie, aggressivem Krebs und Herz­erkrankungen gestorben und mehr als 325000 Soldaten sind dauerhaft invalid und arbeitsunfähig, leiden am sogenannten Golfkriegssyndrom. Diese unglaubliche Zahl bedeutet, daß annähernd die Hälfte der Veteranen heute medizinische Probleme haben. Zur Situation bei der Zivilbevölkerung in den betroffenen Ländern, besonders Afghanistan und Irak, gibt es keine Zahlen. – Deshalb müßte die Regierung der BRD sofort und völkerrechtlich verbindlich den Verzicht auf diese Waffen erklären und einen weltweiten Sperrvertrag gegen die Produktion und Anwendung von Uranmunition ausarbeiten. ..."

Dies sind nur einige Zitate aus der jW-Dukumentation ".Tod bei 5000 Grad..", in der auch eine Überschrift lautet 

"»Nutzen« der Uranmunition"

Hier wird auch ein Zusammenhang mit der friedlichen Nutzung der Atomenergie hergestellt.:

"... Diese Munition wird aus abgereichertem Uran – Depleted Uranium, kurz auch DU genannt – hergestellt. Es ist ein Abfallprodukt der Atom­industrie. Wenn man aus natürlichem Uran Brennstäbe im Gewicht von einer Tonne herstellt, entstehen etwa acht Tonnen abgereichertes Uran. Die sind zwar als Alphastrahler nur schwach radioaktiv, müssen aber entsprechend entsorgt und bewacht werden, was teuer ist. Das Schwermetall ist wie Blei hochgiftig, hat aber mit 4,5 Milliarden Jahren eine wesentlich höhere Halbwertszeit. Inzwischen gibt es weltweit davon etwa 1,2 Millionen Tonnen, und es werden täglich mehr. Die Atomindustrie stellte sich darum sehr bald die Frage, wie sie dieses radioaktive und hochgiftige Material wieder los wird. Der Verkauf an die Rüstungsindustrie ist für sie eine profitbringende Alternative zur teuren und komplizierten Entsorgung.

Abgereichertes Uran besitzt für militärische Zwecke zwei ausgezeichnete Eigenschaften. Formt man es zu einem spitzen Stab und beschleunigt ihn entsprechend, durchdringt er aufgrund seines enormen Gewichtes mühelos Stahl und Stahlbeton – wie heißes Eisen ein Stück Butter. Dabei entsteht an diesem Uranstab ein Abrieb, der sich bei der enormen Reibungshitze mit Temperaturen zwischen 3000 und 5000 Grad Celsius selbst entzündet. Wenn sich ein solches Geschoß in Sekundenbruchteilen durch einen Panzer schweißt, fängt das abgereicherte Uran Feuer und die Soldaten in dem Panzer verglühen. Wegen dieser beiden Eigenschaften sind Uranwaffen bei den Militärs so beliebt.  ..."

Man führe sich das einfach vor Augen: Halbwertzeit bedeutet, dass der radioaktive Zerfall der Ausgangsmenge zur Hälfte vollzogen ist. Allerdings kann mir egal sein, ob ein Gas nach  450 oder 4500 Millionen Jahren halb so schädigend ist wie am Anfang. In beiden Fällen bin ich tot und meine Nachkommenkrepiert. Schleichend kommt DAS über uns. Unsichtbar. Die Spuren der Ausgangsmaterialien sammeln sich im Körper ... wir gehen einer strahlenden Zukunft entgegen. Ist der Umgang mit "normalem" Atommüll bereits nach heutigem technischen Niveau unverantwortlich, so ist die Variante, die Giftstoffe vorsätzlich in der zu atmenden Atmosphäre zu verteilen, einem Massenselbstmord vergleichbar ... nur eben einem auf längere Zeit verteilten ...

Veröffentlicht in Gewalt Frieden

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