Katja Kipping als Ko-Vorsitzende der Linken?

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Man könnte es super kurz machen:

Katja Kipping wäre eine prima Vorsitzende ... der Piratenpartei.

Die Selbstprofilierung vollzog sich durch die Werbung für das Projekt des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE). Dieses Projekt kann - positiv bewertet - eines des Liberalismus sein. Es ist allerdings ungeeignet, den Kapitalismus auf Umwegen zu überwältigen, und akzeptiert einfach die Entfremdung der Arbeit anstatt sie im Marxschen Sinne "aufzuheben".

In den Führungsgremien der Piratenpartei könnte KK gut für künftige Koalitionen mit der LINKEN wirken ... wenn sie das dann noch wollte. Ob ihr eine gesellschaftliche Gesamtsicht vermittelt wurde, kann ich nicht sagen. Ob sie moderierende Führungsqualitäten besitzt, auch nicht. Ob sie auf einem Tandem mit der Katastrophalen NRW-Wahlverliererin einer sich organisierenden gesellschaftlichen Alternative das Erfolg versprechende Gesicht verleihen kann auch. Wenigstens ist Frau Schwabedissen ein gerüttelt Maß an Chuzpe zuzubilligen: So kurz nach einer Blamage hat wohl kaum eine Politikerpersönlichkeit gewagt, sich für den Sturz nach oben anzubieten.

Eine Frauenführung für die Zukunftspartei Die Linke ist eine gute Idee. Aber die "erste" Frau müsste für Öffentlichkeitswirkung und fundierte Alternative stehen. Da sehe ich leider nur Sahra Wagenknecht. Dass die sich dann mit kreativen jungen Flügeln zum Abheben umgibt, sollte für eine undogmatische Partei gut sein. Aber es darf nichts Be-Liebig-es dabei heauskommen ...

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