Kunstinternes --- für alle ... Deutschland vergöttert Krieg!!!

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Jeder Verlag hat als erstes mit der deutschen Nationalbibliothek zu tun. Bevor er mit dem Vertrieb eines neuen Buchtitels mit ISBN beginnen kann, muss er dieser Truppe (mit Sitz in Leipzig UND Frankfurt) zwei kostenlose Belegexemplare zukommen lassen, damit dort ein umfassendes Bild über das deutsche Literaturschaffen zu erhalten ist. Das ist also nicht irgendeine Bibliothek mit anspruchsvollem Titel, sondern DIE Institution die sozusagen "Literatur in Deutschland" symbolisiert. Insofern hoffe ich auf lautstarke Reaktionen auf diese Wortmeldung Leander Sukows hier gilt der Brechtsche Ruf "Wehret den Anfängen". Wenn die hier angesprochene Veranstaltung in einer Fascho-Kneipe angesagt wäre, dann fände sich regionale Antifa, um den Leuten einzuheizen. Und hier sollte auch ein Gegensymbol sichtbar sein:

Abscheu und Widerwillen ist meine Reaktion auf die Nachricht, dass in der Deutschen Nationalbibliothek der us-amerikanische Bellizist Ian Morris ein Forum erhält, um seine menschenverachtenden und geschichtsklitternden Thesen vom Nutzen des Krieges auszuführen. Es ist unwürdig und beschämend, dass sich die Institution "Deutsche Nationalbibliothek" für diese kaschemmenhafte Wissenschaftstravestie hergibt.
Ian Morris vertritt die These, dass Kriege der Menschheit weitergeholfen haben. Er tut dies auf einer scheinfundierten Ebene. In der reißerischen Ankündigung der Bibliothek für diese Lesung, deren Verhinderung mir nur recht wäre, heißt es u.a. "War! What is it good for? Absolutely nothing" – heißt es in einem legendären Antikriegssong. Stimmt nicht, sagt Stanford-Historiker Ian Morris. Seine umfassende Globalgeschichte enthüllt eine ungeheuerliche Wahrheit: Zu allen Zeiten hat Krieg Leben vernichtet – aber auch Innovationen gebracht, Gesellschaften erneuert, Frieden und Fortschritt vorangetrieben." Morris verwechselt - und ich schreibe das nicht aus dem hohlen Bauch heraus - die Ebenen. Und diese Ebenenverwechselung betreibt er mit Bedacht. Sein Buch ist dazu geeignet, die Grundlage für eine Politik des Krieges zu werden, also die moralisch-ethische Basis für Kriege zu liefern. Seine kruden Thesen haben in der Deutschen Nationalbibliothek nichts zu suchen!

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