Leutheusser-Schnarrenberger bietet Snowden politisches Asyl in Deutschland an

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Endlich jemand, der die verantwortungslose Bespitzelung unschuldiger Massen auf geeignete Weise bekämpft, indem er erst einmal diesen gesetzwidrigen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte unbescholtener Bürger öffentlich machte. Es könne nicht sein, dass wenn die Bespitzelung deutscher Bürger durch deutsche Behörden geprüft worden und für rechtswidrig erkannt worden ist, dies durch Behörden oder Privatunternehmen anderer, noch dazu befreundeter Staaten erfolge. Solche Verbrechen sollten rücksichtslos aufgeklärt werden. Bei ihrer Aufdeckung seien wir auf den Mut von Menschen angewiesen, die aus ihrem kriminellen Umfeld auszusteigen und dessen Ausmaß aufzudecken bereit seien. Hier habe Deutschland eine internationale Verantwortung. Es muss Schluss sein, dass im Rampenlicht der Öffentlichkeit die Jagd nach dem Whistleblower stünde und nicht die Jagd nach den persönlichen Daten der Bürger. Wir sollten zumindest Herrn Snowden die Sicherheit des politischen Asyls gewähren und ihn vor Verfolgung schützen.

So etwa hätte in den letzten Tagen die Justizministerin öffentlich argumentieren müssen. Damit verbunden hätte ein Vorwurf an die deutschen Medien stehen müssen, die genüsslich das Katz-und-Maus-Spiel begleiten, ob denn Herr Snowden doch noch ergriffen werden kann von denen, die weltweit schnüffeln und guantanomisieren.

Das Schicksal des Verbrechensaufdeckers sollte uns allen am Herzen liegen. Seine persönliche Sicherheit wäre ein Symbol, dass die Welt als Ganzes noch nicht restlos in den Fängen mafioser Strukturen ist. Die meisten Staatsterroristen haben dies erkannt. Die sorgen sich bereits um ihre nächsten Verbrechen, die endlich geheim bleiben mögen.


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