Marktwirtschaft, Planwirtschaft ... Scheißwirtschaft? (8)

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Ein echtes Planungssystem ist die Vernetzung geschlossener Mikro(plan)systeme. Sie erschöpft sich nicht in selektiver Kennziffererfüllung – die natürlich immer etwas willkürlich ist – sondern strebt die Optimierung des Ganzen an. Insofern ermöglicht sie mit wachsender Genauigkeit die Vermeidung von Ressourcenvergeudung.

Ein eigentlich allgemein anerkannter Bereich, in dem man sich heutzutage echte Planung wünschte, ist die globale Klimaentwicklung. An ihr sieht man auch die Komplexität des Problems: Man ist inzwischen in der Lage, immer genauere Modelle zu entwickeln, die Voraussagen über Veränderungen ermöglichen, denen wir entgegengehen. Nur zeigen sich dann die Grenzen der Produktionsverhältnisse: Zig Vertreter von zig Teilsystemen (Staaten, Unternehmen, Wissenschaftler usw.) hören einander unterschiedlich interessiert zu, sind im Prinzip einig, „dass etwas getan werden muss“ ..., aber sabotieren alles, was die eigene Konkurrenzkraft beeinträchtigen könnte.

 

Planung schließt also ein, dass für alle Beteiligten der gemeinsame Nutzen nicht zum Schaden des Einzelnen wird. In einer Marktwirtschaft – und mag die auch Sozialismus heißen – ist dies aber nicht zu verhindern. Unterschiedlichkeit des Eigentums an Produktionsmitteln „produziert“ immer Unterschiedlichkeit der praktischen Interessen, die im „positiven“ Fall Zweckgemeinschaften zu Lasten Dritter bewirken. 

Veröffentlicht in Zukunft denken

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