Nach Libyen kein Syrien

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Das Interessanteste an dem Artikel in kommunisten.de ist die Überschrift. Sollte ich den Gedanken richtig verstanden haben, gehen die Autoren tatsächlich davon aus, dass Russland und China mit jener unsäglichen Resolution 1973 zu Libyen schlicht aufs Glatteis geführt worden sind und ausgerutscht sind, also dass sie die Logik, die man bereits in der "junge Welt" hatte lesen können, nicht verstanden hatten. Dort wurde bereits vor Kriegsbeginn orakelt, dass eine "Flugverbotszone" durchzusetzen nichts Anderes als offener Krieg heißen kann - auch wenn dies so nicht in derResolution drin stand. Sollte die faktische Legitimation zum Niederbomben eines Staates durch die nicht am Inhalt zumindest dieser Kriegspolitik Interessierten  das Ergebnis diplomatischer Naivität sein? Wo leben wir denn? Die deutsche Stimmenthaltung kann eigentlich auch nur so verstanden werden, dass der Herr Westerwelle selbstverständlich begriffen hatte, dass es nicht darum ging, ein paar Zivilisten zu schützen. Oder war es die andere politische Naivität, es würde sich keine Gemeinschaft von Kriegwilligen zusammenfinden, die eine teilweise "befreundete" Regierung in einem so bedeutenden Land wie der Ölmacht Libyen nicht wagen ... oder nicht so weit moralisch herabsinken? (Für Venezuele sollte übrigens die Lehre sein, dass der Erwerb fast moderner Waffensysteme nicht die Lösung ist)

 

Hier der Artikel:

 

Russische Lehren aus dem Libyen-Krieg ?

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Veröffentlicht in Venezuela u.a.

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