Oh … keine Waren, aber Plan (10)

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Natürlich muss es Unterschiede geben zwischen „landwirtschaftlichen Produkten“ mit kurzen Verfallsdaten und Textilien oder Haushaltstechnik im weitesten Sinn. Das Beschriebene bezieht sich logisch auf Güter ohne kurze Verfallsfristen. Technisch aber wäre so etwas heute bereits machbar, stößt aber stets an die Schranke, dass jede Kette froh ist, ihre Produktreihe „untergebracht“ zu haben. Ein technisches Konzept für eine optimale Gesamtlogistik zu erarbeiten ist natürlich erst einmal eine nicht unerhebliche Vorarbeit. Sie bringt aber letztlich sogar gegenüber dem „Marktsystem“ Gewinne. Schließlich wäre es ein Vorzug, zu Hause vorauszuwählen, was dann „im Laden“ anprobiert wird.

Unter Umständen „politischen Modedesigner-Geschicks“ bedarf es, Benutztes als „chic“ zu kreieren. Aber man bedenke: Wer heute das Teuerste und Modernste als Besitz vorführt, demonstriert zuerst einmal, dass er es sich leisten kann. Dieses Symbol „Ich bin ein Leitwolf“ fällt weg. Prinzipiell kann sich ja so gut wie jeder alles „leisten“. Dadurch gewinnt ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen einen neuen Stellenwert. Man „zeigt“ sich eben als Positiver, wenn man abträgt, die Arbeit anderer schätzt usw. Das heißt ja nicht, als Clochard herumzulaufen. Aber ein Verschwender zu sein, wird kein öffentlicher Pluspunkt sein.

Veröffentlicht in Kapitalismus-Sozialismus

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