Probleme der Theorie von der ökonomischen Gesellschaftsformation (5)

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Damit sind wir bei dem entscheidenden Unterschied der Zuordnung im System der ökonomischen Gesellschaftsformationen, den Marx nicht hatte ahnen können.

Es gibt nämlich auf Ebene 3 eine Aufteilung des Sozialismus. Eine Phase entspricht dabei dem Sozialismus als frühem Kommunismus, wie ihn Marx zu fassen versuchte und ihn Lenin in „Staat und Revolution“ am bisher umfassendsten beschrieb. Dem geht aber ein „Frühsozialismus“ voraus, der auf Ebene 1 eben noch nicht der klassenlosen Gesellschaft zugeordnet werden kann, sondern neben dem Imperialismus steht … innerhalb der Klassengesellschaften.

Das Trennende ist dabei die Tendenz der Staatlichkeit und die permanente Möglichkeit seiner Rückwandlung. Der Frühsozialismus, der seine Eigenheiten durch das Nebeneinander mit dem global expansiven Imperialismus ausprägt, hat eben KEINE Tendenz zum Absterben „des Staates“ und hätte er sie, wäre dies selbstmörderisch. Der Frühsozialismus ist ist auch durch eine Vermischung widerstreitender Binnen- und Außenbeziehungen geprägt. Meiner Meinung nach kommt dabei dank der Globalisierung das Primat den kapitalistischen Außenbeziehungen zu, sodass diese Stufe-3-Gesellschaft nicht der kommunistischen Gesellschaftsformation zugeschlagen werden sollte – zumindest solange nicht, solange die nicht vollständig entfaltet existiert. Dann aber wird das nur für Spezialisten interessant sein, die überzeugt sind, dass die römische Republik und das römische Kaiserreich streng voneinander zu trennen seien. Was zwar nicht ganz falsch, aber für uns irrelevant ist ...

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