Seltsame Zusammenhänge ...

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Kann man behaupten, dass "Kinderschänder" (ich finde den Ausdruck nur doof, weil er unterstellt, dass die Kinder danach "geschändet", also mit Schande beladen, wären), also das Vergewaltiger Minderjähriger Rechtsradikalen "zuarbeiten"? 

Fakt ist, dass die Emotionsgeladenheit des Themas Faschisten in Deutschland als Einstiegsargument dient, um Bürger zu "gleich Gesinnten" zu machen, wenigstens einen Sympathiebonus zu ergattern.

Dieses Benutzen und Benutztwerden ist ein Problem für sich.

So wie im Fall der rechten Anti-Kinderschänder-Sympathie-Werbung lieferten offenbar Uniform-Fetischisten den wüsten DDR-Hassern eine Steilvorlage. Man kann ja die NVA durchaus gut finden. Eine Armee, die die Aufgabe "Friedenssicherung" nicht in Form von Kriegsbeteiligungen in aller Welt verstanden hat, war sie allemal. Und es gibt "DDR-Symbole", die sind so eng positiv symbolisch, also sie versuchen so offen einen Geist menschlicher Solidarität zu zeigen, dass jeder, der Krieg gegen die vernünftigen Seiten der DDR führt, ob als kleiner Knabe oder glücksfeindlicher großer Prediger, unbedingt verhindern wollen muss, dass irgendwer sie noch zu Gesicht bekommt. 

Wie verbohrt sollte man denn sein, wenn man das Verbot von DDR-Symbolen verbieten will?

Aber wie verbohrt muss man sein, wenn man diesen Verbohrten einen so offenen Vorwand für einen Angriff bietet? Wenn mir Bundeswehr-Uniformierte entgegenkommen, erwecken die in mir das Bild eines fanatischen Packs, das Verbrecher wie jenen Mordbefehlsgeber Klein bejubeln. Ich schäme mich notfalls für deren Dummheit. Aber damit verstehe ich die Gefühle von nichtlinken Menschen, die in den Medien "erfahren", dass Mauerschuss-Befehlsgeber sich offen als Sieger feiern lassen.

Schon ist wieder die Stasi-Hysterie gefüttert. Nur dass diesmal keine Medizinversuchs-Enten gestopft werden mussten. Mit einer solchen "Manifestation" kann die natürliche Normalisierung der Beziehungen zur DDR schwer zurückgeworfen werden. Und die Normalisierung der Beziehungen zur DDR tritt "natürlich" ein, wenn junge Menschen ihre ersten Demütigungen durch das kapitalistische System erleben mussten und noch jemand da ist, der ihnen erzählen kann, dass in der DDR jeder einen Beruf erlernen und ergreifen konnte, niemand überlegen musste, ob er die richtig versichert ist für die mögliche Krankenbehandlung usw. Aber ob auf diesen Jemand gehört wird, wenn er in Uniform anrückt???

Bemühen wir uns stets um den besten Weg, unsere Weltanschauung zu verbreiten!

Veröffentlicht in politische Praxis

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