Sollen Gewerkschaften die Interessen der Krieger vertreten?

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Soldaten als "Arbeitnehmer", Waffenproduktion für Export und Krieg als Rettung des Standorts Deutschland - die Logik, die hinter dem Schulterschluss der Sommerlichen Gewerkschaftsführung und der Kriegsführungstruppe steckt, führt jede "Gewerkschaft ad absurdum. Wenn schon A den B foltert und erschlägt, dann wollen WIR wenigstens A sein. Welche Menschenverachtung. Afghanen, Malinesen usw. sind alle Menschen - wie "Deutsche". Ich sollte mich zurückhalten ... aber ... wollen wir etwa zurück zum "Tag der Arbeit" der Hitler-Zeit. Da wurden auch deutsche Arbeitsplätze geschaffen ...

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe UnterstützerInnen des Aufrufs "Wir widersprechen!"
  
 
pünktlich zum 1. Mai, an dem DGB-Chef Michael Sommer in diesem Jahr bei der Auftaktveranstaltung in München auf dem Marienplatz mit seiner Rede bundesweit im Mittelpunkt stehen wird, erscheint auch unser Flyer "Wir widersprechen!" mit den veröffentlichten Namen der Unterstützer. Wie ihr seht, haben Hunderte von Kolleginnen und Kollegen in ver.di, in der IG Metall, in der GEW und zahlreichen anderen Gewerkschaften ihrer Empörung und ihrem Entsetzen über den Schulterschluß zwischen Kriegsminister Thomas de Maiziere und DGB-Chef Michael Sommer eine Stimme und ein Gesicht gegeben und bundesweit diesen Aufruf der Frauenfriedenskonferenz aktiv unterstützt. Nicht nur in ihren Gliederungen, Vertrauensleute- und Betriebsratsgremien, in ihren Betrieben und Diensstätten etc. haben sie klar und deutlich Stellung bezogen, daß Michael Sommer hier nicht auf dem Boden gewerkschaftlicher Beschlüsse steht, geschweige denn ihre Interessen vertritt:
Kriegshändel sind mit den Kolleginnen und Kolleginnen und den Belegschaften nicht zu machen, auch und gerade, wenn es um ihre Arbeitsplätze geht!
 
Daher wird unsere Unterschriftenaktion auch über den 1. Mai hinaus fortgesetzt. Bitte helft auch weiterhin, den nunmehr gedruckten Aufruf tatkräftig zu verbreiten!
 
Eine befriedigende Antwort auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe vermochte Michael Sommer bisher nicht zu geben. Statt dessen wurde von der "Abteilung Grundsatzangelegenheiten und Gesellschaftspolitik" in seinem Auftrag ein belehrendes und beschönigendes Statement u.a. auch an die Frauenfriedenskonferenz geschickt, das in keinster Weise ernsthaft auf die in unserem Aufruf erhobenen Vorwürfe eingeht - mit diesem Schreiben bzw. Auszügen davon wird offenbar routinemäßig ein jeder beschieden und abgewimmelt, der sich an Michael Sommer mit der Bitte um eine Stellungnahme bzw. Rücknahme der Äußerungen wendet. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, daß am 1. Mai kein Unterzeichner/Unterzeichnerin des Aufrufs auf dem Marienplatz sprechen darf.
 
Vergessen wir aber nicht, Kolleginnen und Kollegen, daß es hier um weit mehr geht als um die Person Michael Sommer, was fatal genug ist.
Hier geht es vor allen Dingen um den Schulterschluß zwischen der Kriegspolitik der Regierung und ihrer friedlichen und anderen Interessen verpflichteten Gegenkraft, der Gewerkschaft, die wieder einmal mit im Boot sitzen soll, wenn es darum geht, das Millionenheer von Arbeitskräften für die Raubzüge des Monopolkapitals kriegswillig zu machen. Die "kooperativen Gespräche" zwischen Armee und Gewerkschaft sind jedenfalls einstweilen bis nach den Wahlen verschoben. Für uns heißt das, weiterhin wachsam zu sein und sich noch mehr als bisher gegen die Militarisierung der Gesellschaft und insbesondere unserer Jugend nach innen und außen mit allen Kräften zur Wehr zu setzen. 
 
Das gilt ganz besonders für den 1. Mai !
 
Daher: Reiht euch ein in den Block "Wir widersprechen!", laßt euch nicht einschüchtern und kirre machen, sondern helft uns mit beim Tragen der Schilder und Transparente und beim Verteilen des Aufrufs, setzt ein Zeichen und zeigt Präsenz und kommt alle rechtzeitig zur Demo, die um 9 Uhr 30 vor dem Gewerkschaftshaus beginnt.
 
Die Aufrufe können ab dem 1. Mai im Gewerkschaftshaus zum Verteilen abgeholt werden.
Wer größere Kontingente braucht, kann diese zum Stückpreis von 10 Cent bei uns bestellen - das würde den schmalen Etat der Frauenfriedenskonferenz spürbar entlasten.
 

Allen Kolleginnen und Kollegen sei nochmals herzlich gedankt für die bisherige Solidarität und Unterstützung! Weiter so! 

Veröffentlicht in Gewalt Frieden

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