Symbol des "Bösen" ...

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Nach 80 Jahren noch immer fruchtbar: 

Die Potsdamer Hochzeit

Heute vor 80 Jahren: In der Garnisonkirche wächst zusammen, was ­zusammengehört

Von Otto Köhler
Hitler und Hindenburg am 21. März 1933: Hochzeit zwischen zweite
Hitler und Hindenburg am 21. März 1933: Hochzeit zwischen zweitem und Drittem Reich – das Glockenspiel läutet schon wieder
Es war ein schwerer Weg, bis Deutschland endlich frei wurde. Und ein langer. Das Dritte Reich, das dem Zweiten folgte, war am 30. Januar 1933 noch lange nicht ausgebrochen. 50 Tage voller harter Arbeit brauchte es noch, bis am 21. März in Oranienburg das erste Konzentrationslager für Kommunisten eröffnet wurde. Und bis zugleich in Potsdam der Segen des Allmächtigen ruhte über dem Händedruck zwischen dem einfachen Gefreiten und dem Feldmarschall. Damit hatte sich das zweite mit dem völlig neuen Dritten Reich vermählt, die Gegenrevolution über das bißchen Republik der Zwischenzeit gesiegt.

Niemand kannte den langen und mühsamen Weg, der in die Garnisonkirche führte, besser als der bedeutende deutsche Schriftsteller Eberhard Wolfgang Möller (»Rothschild siegt bei Waterloo«), der 1938 im Zentralverlag der NSDAP das fundamentale Werk »Der Führer« schrieb. Gedruckt mit einer Halbmillionenauflage, vermittelt dieses kostbare Buch die korrekte Sicht auf den Tag vonPotsdam und auf den harten Kampf, den Adolf Hitler führen mußte, bis es endlich soweit war.

Als er sich entschloß, Politiker zu werden, war der alte Feind lange schon wieder da. Möller: »Man hat ein Protokoll und den eingehenden Bericht eines Chronisten, daß der ewige Jude das letzte Mal leibhaftig vor fünfhundert Jahren in Bremen gesehen worden ist.« 1918, als der Dolchstoß gesetzt wurde, kam Ahasver zurück: »In München, der Stadt der Heimatliebe, trat der Heimatlose zum zweiten Male auf. Dort saß er in der Gestalt des Juden Kosmanovsky, genannt Eisner, am Tag der Revolte im Sitzungssaal des Landtages auf dem Platz des Präsidenten (…). Über sein zeitlos uraltes Gesicht, auf dem der trockene Schimmel der Jahrtausende lag, zog sich das dürre Wurzelgestrüpp der Haare und des Bartes, der wie ein Rattennest voll Bröseln, Staub und Filz war.« Eisner bekam, was er verdiente: »Einer sprang ihm (…) auf offener Straße beherzt entgegen, ›ein toller Graf‹, wie der amtliche Bericht sagt, und schoß ihn nieder.«

Indes: »Der ewige Jude, einmal vergeblich aus dem Leben gescheucht, stand überall in neuen Gesichtern auf. Bald hieß er Liebknecht, war ein windiger und dickfelliger Parlamentsschwätzer, bald war er eine krumme ältliche Hexe Rosa Luxemburg mit wüstem strähnigem Haar und einem zu großen bösartigen Kopf.«
Der ganze Artikel H i e r

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