Tag der Befreiung oder Kapitulation?

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Wer die Frage wie beantwortet ist ein gutes Kriterium, wie man die Welt sieht ... und seine eigene Rolle darin. Wer von "Kapitulation und Niederlage spricht stellt sich in Nachfolge des deutschen Faschismus. Schließlich wurde der Krieg nicht gegen das deutsche Volk geführt, sondern gegen die Armee eines konkreten Staates.

Es ist ein Zeichen "verordneten Antifaschismusses", dass sich die DDR als Nachfolge des befreienden und befreiten Teils der Welt sah - und damit natürlich auch den Mitläufern des Faschismus und den Kindern der folgenden Geneationen die Möglichkeit anbot, Nachkomme antifaschistischer Tradition zu sein.

Die Kritk des / der Wikipedia-Autoren an der Betonung der Rolle der Sowjetunion ist sicher nicht unberechtigt. Wenn man allerdings die zögerliche Kriegsführung in Italien und die extrem späte Eröffnung der "2.Front" inm Vergleich zu den Schlachten von Stalingrad und Kursk (!!!) als Maßstab heranzieht, kann schon der Verdacht aufkommen, dass die spektakuläre Landung der Westalliierten in der Normandie eher verhindern sollte, dass die Rote Armee Frankreich befreit als irgendein Stück Kontinantaleuropas vom Faschismus zu befreien.

Peinlich wird es dann allerdings, wenn ausgerechnet Hubertus Knabe als "Historiker" das Wort erteilt wird und er unwidersprochen behaupten darf, dass Stalins Sieg seine Diktatur im Osten errichtet habe, weshalb also nur dem Westen ein Tag der "Befreiung" zugestanden hätte.

Peinlich finde ich allerdings auch den facebook-Eintrag, in dem die Sowjetsoldaten glorifiziert werden. Gönne man ihnen doch einfach, dass sie ihrer Heimat Frieden bringen wollten und das Recht, sich nach eigenem Gutdünken zu entwickeln, und dass sie dazu leider (!!!) als Soldaten bis Mitteleuropa ziehen mussten. Sie wären sicher lieber mit Balalaikas gekommen und hätten von ihrer Art zusammenzuleben gesungen. Ein paar Ideen vom Sozialismus hatten sie ja trotz und mit (!) Stalin. Eine Glorifizierung hilft uns nicht beim Zugehen auf "normale" Menschen ...

 

Der 8. Mai ist alsTag der Befreiung(Bezeichnung in derDDRalsTag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus) in verschiedenen europäischen Ländern einGedenktag, an dem derbedingungslosen Kapitulation der Wehrmachtund damit dem Ende desZweiten Weltkriegesin Europa (siehe auchV-E-Day) gedacht wird. In der DDR war er von 1950 bis 1966 und im Jahr 1985 gesetzlicherFeiertag.

Deutsche Demokratische Republik[Bearbeiten]


Bundesrepublik Deutschland
 Bei den Veranstaltungen zu diesem, 1950 auf Beschluss derVolkskammereingeführten Feiertag wurde die besondere Bedeutung derRoten Armeeam Kriegsende in Deutschland hervorgehoben, während der Beitrag der westlichenAlliiertendazu kaum Beachtung fand. 1967 wurde, im Zuge der Einführung der Fünf-Tage-Woche, der Tag zusammen mit anderen Feiertagen wieder zumWerktag. Allerdings fanden auch weiterhin jedes Jahr bis zum Ende der DDR offizielle Veranstaltungen statt. Zum 30. Jahrestag des Kriegsendes (1975) wurde nach sowjetischem Vorbild derTag des Sieges(also der 9. Mai) vomZentralkomitee der SEDzum arbeitsfreien Feiertag erklärt. 1985 wurde zum 40. Jahrestag noch einmal der 8. Mai als echter Feiertag begangen.

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In derBundesrepublik Deutschlandist der 8. Mai kein Feiertag, dennoch finden bis heute insbesondere zu „runden“ Jahrestagen des 8. Mai 1945 entsprechende Veranstaltungen statt. Große Beachtung fand 1985 dieRededesBundespräsidentenRichard von Weizsäckervor demDeutschen Bundestagzum 40. Jahrestag.[1]2005 fand in Berlin zum 60. Jahrestag ein „Tag der Demokratie“ statt.

Seit 1985 wurde in der Bundesrepublik verstärkt darüber diskutiert, wofür der 8. Mai 1945 steht: für die totale militärische Niederlage Deutschlands oder für seine Befreiung vomNationalsozialismus. Während in der Nachkriegszeit der Aspekt der Niederlage im Vordergrund stand, hat der Aspekt der Befreiung zunehmend an Gewicht gewonnen. Historisch haben die Alliierten allerdings nicht gegen dasDeutsche ReichKrieg geführt, um es zu befreien, sondern um es militärisch zu besiegen. Nach Einschätzung von Historikern wieHubertus Knabemuss bei der Anwendung des BegriffsTag der Befreiungzudem zwischenOst-undWestdeutschlandunterschieden werden, da die Ostdeutschen erst ab 1989 die Chance erhalten hätten, eine Demokratie aufzubauen.Josef Stalinhabe zwar entscheidend dazu beigetragen, den Nationalsozialismus militärisch zu besiegen, den Sieg aber dazu benutzt, seine eigene Diktatur zu errichten.[2]

Seit dem 8. März 2002 ist der 8. Mai im LandMecklenburg-Vorpommern staatlicher Gedenktag als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des 2. Weltkrieges.[3]

(Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; unter Wikipedia)

 

"Heute ist der Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom
Hitlerfaschismus! Heute, vor 67 Jahren, endete in Deutschland und in
Europa die offen-terroristische, barbarische und inhumane Herrschaft
der Faschisten. Ebenso wurde der zweite Weltkrieg in Europa für
beendet erklärt. Ca. 16 Mllionen Sowjesoldaten, darunter Frauen und
junge Menschen, ließen ihren kostbarsten Besitz, ihr Leben, für
unsere Freiheit. Millionen von Antifaschisten, Arbeiter und
Werktätige sowie einfache Bauern aus allen europäischen Ländern
kämpften als Partisanen an der Seite der ruhmreichen sowjetischen
Roten Armee im triumphalen und gerechten antifaschistischen
Befreiungskampf gegen Nazi-Deutschland und den Achsenmächten. Am
8.Mai 1945 wurde entgültig der Sieg gegen den Faschismus errungen.
Nazi-Deutschland kapitulierte bedingungslos und die sowjetische Flagge
wurde auf dem Berliner Reichstag gehisst. Der Sieg über den
Faschismus rettete Millionen von Menschen das Leben und beendete den
schwärzesten Abschnitt der Historie des deutschen Volkes. Wir sagen:
Danke!

Ewigen Ruhm und ewigen Dank sind das Deutsche Volk und alle weiteren
unterdrückten Völker im zweiten Weltkrieg den ruhmreichen und
mutigen Helden der glorreichen sowjetischen Roten Armee und den
heldenhaften Partisanen aus allen unterdrückten Ländern
verpflichtet. Nie wieder KRIEG - Nie wieder FASCHISMUS! So lautet
unsere Devise. Und wir werden alles nötige daran setzen, dass diese
Vorsätze niemals erneut gebrochen werden!
Kampf dem Faschismus - Kampf dem Kapital!

Thank you very much, Soviet heroes, for the liberation from Hitler's
fascism. Eternal glory and eternal honor to the heroes of the glorious
and mighty Soviet Union!

Salut!"

 

 

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slov 05/08/2012 13:32

Liebe Genossinnen und Genossen,
hier ein kurzes Grußwort zum 8. Mai - ein Tag, der uns alle in unserem unveränderlichen Klassenstandpunkt als Kommunisten und mit unserer wissenschaftlichen Weltanschauung des Marxismus-Leninismus
einigt!

Am 8. Mai - dem Tag der Befreiung vom Faschismus - danken alle antifaschistisch-demokratischen Kräfte Deutschlands unseren Befreiern, Frankreich, Großbritannien, USA und natürlich der
konsequentesten Kraft, der antifaschistisch-demokratischen Sowjetunion und ihrer Roten Armee. Eine konsequent demokratische Neugestaltung mit Überwindung des Militarismus, Faschismus und
Kapitalismus wurde allerdings nur im sozialistischen Teil Deutschlands verwirklicht. Aus diesem Grund gedenke ich heute ebenso aller Menschen, die ihr Leben in den Dienst des sozialistischen
Aufbaus in der DDR stellten, darunter Genossen, aufrechte Antifaschisten, die im Sinne Ernst Thälmanns bereit waren für ihre Überzeugungen zu kämpfen und zu sterben,...

So sehen es andere von den Unseren ...