Thälmann-Nachbesinnung

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Was haben lenin, castro und chavez miteinander gemein ... und könnte ernst Thälmann mit ihnen gemeinsam haben?

lenin verwirklichte eine ausnahmeleistung. Die russische Revolution von 1905-07 verlief in einer Niederlage. Lenin vermochte die richtigen strategischen und taktischen schlüsse gerade aus dieser Niederlage zu ziehen. die Mängel des anlaufs waren für ihn in erster Linie Analysestoff, wie Es besser zu machen war. die Ordnung, die er in den eigenen reihen durchsetzte, reichte schließlich aus, dass die februarrevolution mit ihren Viertelergebnissen den revolutionären schwung nicht verpuffen ließ, sondern in den folgenden Monaten immer neu auf die sich schnell veränderten Bedingungen reagiert wurde - nein, eigentlich gaben die Bolschewiki nie die offensive ab. Castros sturm auf die Moncada war für sich allein betrachtet ein dummer-Jungen-streich von rebellischen hitzköpfen. chavez begann seinen aufstieg mit einem relativ schmählichen putsch, der nur ein gutes hatte. er bewies die moralische integrität des jungen offiziers. alle beide nutzten aber ebenfalls ihre anfängliche niederlage zum neudenken und letztlich eben zur Organisation siegreicher Massen.

Bei der gestrigen veranstaltung wurde auf die niederlage des hamburger aufstandes verwiesen. für ernst Thälmann aber bedeutete es den anfang eines weges zur Massenpartei. Thälmanns zk vollbrachte eine organisatorische und ideologische leistung, vor der sich heute alle Feinde gesellschaftlichen fortschritts fürchten. 

gestern wurde in Ziegenhals viel nach der aktualität thälmanns gefragt, also warum die kapitalisten diesen arbeiterführer 8mit meinen worten) nicht einfach ignorieren, warum sie sich von ihm noch immer provoziert fühlen. dabei ist das doch so einfach. er ist eine symbolfigur, die mit der Potenz zur tatsächlichen gesellschaftlichen veränderung verbunden ist. heutige kommunisten werden misstrauisch beäugt als gefährliche außenseiter, die Geschichte braucht aber veränderungsfähige massen. 

thälmann und fehler? was wir machen wollen, ist praktisch neu. jeder tag bringt kreative entscheidungen. es gilt, die ganz große wahrheit festzuhalten, die vielen "tageswahrheiten" jedoch (selbst)kritisch zu prüfen und notfalls zu korrigieren. unser Köbele spielte da auf das Verhältnis zu unserer ddr an. es gilt festzuhalten. wir haben das Richtige gewollt und angefangen. wir werden es besser machen - beim nächsten Mal.

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