Tücken "unserer" Demokratie

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Singen wir fröhliche Weihnachten?!

Ich kann mich richtig begeistern: In dieser Demokratie kann jeder seine Weihnachtsgans durch das Dorf namens Deutschland treiben, der eine Idee hat, wie er die Schwachen im Land ausnehmen kann,

Nicht genug, dassdie "Vorzimmerdamen" bei den Ärzten gezwungen wurden, überhaupt den Patienten Eintrittskarten, Pardon "Praxisgebühren" abzuknöpfen, nein, man stellt auch noch fest, dass diese penetranten Kranken trotzdem zum Arzt gehen! Damit muss Schluss sein! Wer kein Geld hat, muss wenigstens wissen, dass er schnell zu sterben hat! Machen wir es den Praxen leicht - ersparen wir ihnen die Kontrolle, ob sie im Quartal schon aufgetaucht sind. Gesicht gezeigt - Eintritt gezahlt oder Tritt bekommen!

Und wenn das nicht kommt? Sollen wir uns dann etwa freuen, dass es "nur" bei der Praxisgebühr geblieben ist?!

Na, leider ist die "Linke" zu schwach, um etwas zu Fall zu bringen:

 

15. DEZEMBER 2011 LL - Karina Ossendorff

Hast´e ma´5 Euro! Koalition plant nächsten Anschlag auf unsere Gesundheit!



H.F.

Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man sich die Frage stellen, ob die Regierungskoalition von FDP und CDU/CSU zu tief ins Punsch-Glas geschaut haben. Einerseits denken besagte PolitikerInnen über eine Abschaffung der Praxisgebühr nach, was ja erst mal sehr erfreulich ist, andererseits planen sie gleich die nächste Schweinerei die da heißt:

5 Euro, nach neuesten Meldungen sogar 10 Euro Eintrittsgebühr für jeden Arztbesuch. Wen wundert´s?! Die Herren und Damen der Banken,- und Finanzmarktrettung haben keine Hemmungen, die Gesundheit und das Leben der Menschen in unserem Land weiterhin zu gefährden.

Studien, die belegen, dass die Praxisgebühr schon jetzt gerade Arme vom rechtzeitigen Arztbesuch abhält, ignoriert die schwarz-gelbe Bundesregierung geflissentlich. Besonders brisant: Genau zum gleichen Zeitpunkt wurde jetzt eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass die Lebenserwartung von Menschen mit geringem Einkommen in Deutschland sinkt.

Die Praxisgebühr ist grandios gescheitert! 2004 eingeführt, ging es zum einen um das Stopfen von Finanzlöchern – die zehn Euro Eintrittsgeld in das deutsche Gesundheitssystem bringen den Krankenkassen zusätzliche Einnahmen von etwa 2,8 Milliarden Euro pro Jahr – zum anderen darum, das Verhalten der PatientInnen zu ändern. Mit der Praxisgebühr sollte den Versicherten klar gemacht werden, nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt zu gehen.

Sozialer und ökonomischer wäre es, mehr Menschen an den Kosten zu beteiligen. Die wenigsten Menschen führen in ihren Lebensläufen als Hobby Arztbesuche an. Das liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit daran, dass die wenigsten Menschen Arztbesuche hobbymäßig betreiben. Auch statistische Zahlen belegen, wie absurd eine solche Annahme ist: Laut internationalen Studien beanspruchen 20 Prozent der Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung 80 Prozent der LeistungenÜberwiegend sind diese Menschen chronisch Kranke, die wohl kaum aus Spaß regelmäßig zum Arzt gehen.

Studien belegen, dass PatientInnen aufgrund ihrer schlechter finanzieller Situationen seltener zum Arzt gehen. Dafür sprechen auch dieDatenerhebung der Deutschen Rentenversicherung, die aus der Antwort auf eine Frage der Linksfraktion stammen. Die Daten von 20.000 Männern, die mindestens 35 Versicherungsjahre vorweisen konnten und weniger als 75 Prozent des Durchschnittslohns verdienten, wurden erhoben. Das Ergebnis: Im Vergleich zu 2001 sank ihre Lebenserwartung zehn Jahre später um knapp zwei Jahre.

DIE LINKE. fordert eine solidarische BürgerInnenversicherung, die die Aufteilung in Privat,-und KassenpatientInnen aufhebt. Es gäbe nur noch eine Versicherung für alle, in die dann auch ALLE einzahlen würden. Das gilt für die ArbeitnehmerInnen genauso wie für Abgeordnete oder UnternehmerInnen. Auf diese Art ständen wesentlich mehr Mittel für die Versicherten und vor allem für die kranken Menschen zur Verfügung.

DIE LINKE fordert nun erst recht: Weg mit Zuzahlungen und Praxisgebühren! Das wäre ein echter Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit im Gesundheitswesen. Gesundheit ist keine Ware!

http://www.dielinke-nrw.de/nc/linksletter/linksletter_aktuell/detail_ll/zurueck/linksletter-aktuell/artikel/haste-ma5-euro-koalition-plant-naechsten-anschlag-auf-unsere-gesundheit/?mid=55550

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