Überlegungen zum Volkseigentum

Veröffentlicht auf

Zur Frage von Staats- oder Volkseigentum (1 - Entwurf)

Auf verschiedene Weise rechne ich mit Zustimmung tatsächlicher Kenner der DDR-Verhältnisse, wenn ich behaupte, dass ein wesentlicher Grund für den relativ unspektakulären Untergang dieses Systems in der Verwirklichung tatsächlichen „Volkseigentums“ gelegen hat. Jemand, der sich als „Eigentümer“ fühlt, verteidigt dieses Eigentum mit allen ihm erreichbaren Mitteln.
Was ist denn eigentlich „Eigentum“? Im Wesentlichen ein ausschließendes Nutzungsrecht. Das heißt also zuerst, dass es Eigentümer nur dadurch gibt, dass es daneben Nicht-Eigentümer gibt. Recht sagt also die institutionelle Festschreibung.
Zu unterscheiden wäre Eigentum vom Besitz. Der ist die unmittelbare Verfügungsgewalt über ein Gut. Beides kann zusammenfallen. Das Problem im Verständnis entsteht aber gerade, wenn beide Verhältnisse auseinanderfallen. Das „Management“ besitzt scheinbar die volle Verfügungsgewalt über die Firma, der sie vorsteht. Das wird erst dann gebrochen, wenn es mit seinen Entscheidungen das Ziel der Eigentümer verfehlt. Meist ist dieses Ziel einfach als „Maximalprofit“ definiert. Die „Besitzer“ handeln also im Sinne der Eigentümer, können aber ihre Rolle sofort verlieren, sofern dies nicht zutrifft.
Volkseigentum unterstellt dem Namen nach Verhältnisse, in denen das jeweilige ganze Volk, richtiger hätte es von Anfang an „Staatsvolk“ heißen müssen, diese Eigentümerfunktion innehat.

(Bitte HIER weiter lesen).

Veröffentlicht in Debatte

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post