Verfluchter 9. November!

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Der Tag ist besonders intensiv mit der deutschen Geschichte verbunden.

Welch Illusionen mögen die Menschen an jenem 9. November 1918 gehabt haben, nachdem sie vier Jahre lang die übelsten Auswüchse des Imperialismus ertragen mussten, diese Krieg, den wir als 1. Weltkrieg bezeichnen und der in jede Familie einfacher Menschen irgendwelches Leid gebracht hatte. Tod, körperliche und seelische Verkrüppelung, elementare Not. Und da rufen welche, wir machen eine sozialistische deutsche Republik, so etwas wie Sowjetrussland, wo die Kriegstreiber schon verjagt sind. Wir können das auch.

Denkste. Sie konnten nicht. Viele Gründe, klar. Aber vor allem: Niemand hatte den Menschen verdeutlicht, dass es inzwischen solche und solche Sozialdemokraten gab. Und dass die führenden SOLCHEN die Morde an den ehrlichen (L&L) billigen, Verrat üben und alle Veränderungen, die dauerhaft Frieden hätten bringen können, verhindern würden. Erst allmählich zeigte sich, dass das gedämpfte Imperialisten-Deutschland wieder über Wegen brütete, wie verdumpfte Bürger sich erneut auf andersartige stürzen würden. Die Imperilisten von einst mit neuem Gesicht verBILDeten die Möchtegerngroß-Deutschen zum organisierten Mob des

Vorkriegs-9.November. Dies war das erste historische Ereignis dieses Datums, an das die Nachrichten zu erinnern sich genötigt sahen. Aber nichts zu Schuldigen im Sinne von "Wer hatte Nutzen davon" - es war irgendein Mob.

Dafür Gedenkveranstaltung für vergleichbar wenige "Mauertote" und der letzte große 9. November, der von 1989, "Mauerfall". 

Und wieder: Welch Illusionen hatten viele der beteiligten Menschen. Viele von sozialer Sicherheit der DDR Verwöhnte glaubten, dem wltgeschichtlich größten Koversionsprogramm entgegen zu gehen: Bananen anstatt NVA-MPis. Wer nüchtern hinsieht, kann jetzt sehen: Wir haben sie wieder, die "Imperialisten", die "Kapitalistenklasse" und von deutschem Boden geht nach über 40 Jahren Pause wieder Krieg aus.

Aller guten Dinge sind drei? Fangen wir einfach im neuen Jahrtausend noch einmal bei Null zu zählen an ...

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