Von den Medien oder Wallraff als Soap-Star ...

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Prinzipiell ist es richtig, von Mainstream-Medien zu sprechen und damit auszudrücken, dass sie aine allgemeine Volksverdummungsfunktion erfüllen. Es ist auch richtig, dass dabei das journalistische Niveau tendenziell weiter sinkt.

Inmitten dieses Trends gibt es abe aben noch Alibi-Beiträge, die in einem bürgerlichen Blatt stehen, obwohl sie auch in einem linken hätten stehen können (und manchmal sollen). Das, was hier in welt online zu lesen ist, gehört dazu. Der Autor wagt sogar die Gratwanderung, den einen Sachverhalt nicht als spetakulären Außenseiter-Einzelfall abzutun, sondern die Frage aufzuwerfen, unter welchem Umfeld solch "Einzelfall eben praktisch funktioniert. (Natürlich geht er nicht so weit, das Ganze Gegenkraft-befreiten Kapitalismus zu nennen.)

Dem ganzen Artikel haftet dann letztlich die Verwunderung eines Autoren an, der die letzte Analysebrille nicht aufsetzen darf: In Medien mit Profitziel kann eben nicht "real exitierender Klassenkampf" bzw. real existierende intensiv erweiterte Ausbeutung nicht als Klassenkampf "verkauft" werden, sondern als Showevent ... evtl. mit der Zusatzbotschaft, "Freut euch, wenn es euch nicht so hart trifft" ...

Veröffentlicht in politische Praxis

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