Vorher haben auch sie darüber ihre Witze gemacht - sonst wären diese tollen Kerle ja nicht hingegangen ...

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Posttraumatische Belastungsstörungen klingt ein wenig wie seinerzeit Migräne bei Frauen, denen Sex keinen Spaß machte. Aber die Jungs (und Mädels) müssen sich ja was gedacht haben, als sie an die neue Ostfront gingen - und wenn es nur ein ""Für mich trifft das nicht zu" war:

 

27.11.2013 / Abgeschrieben / Seite 8Inhalt

Krieg macht krank

Stellungnahme von IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges/ Ärzte in sozialer Verantwortung) zur Studie zu posttraumatischen Belastungsstörungen bei deutschen Soldaten:


Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert nach dem Auslaufen des ISAF-Mandats den vollständigen Abzug deutscher Streitkräfte aus Afghanistan. Die am Dienstag veröffentlichte Studie zum Thema »Posttraumatische Belastungsstörungen bei Soldaten« der Technischen Universität Dresden zeigt einmal mehr: Krieg tötet nicht nur, er macht auch krank. Verbesserte Voruntersuchungen von Soldaten auf psychische Risikofaktoren sind jedoch keine Lösung. Wirkliche Prävention besteht darin, sie nicht in diese Einsätze zu schicken.

In Berliner Psychotraumazentrum der Bundeswehr wurden im Jahr 2011 bei 922 Soldaten und im Jahr 2012 bei 1443 Soldaten und Soldatinnen posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) diagnostiziert. Bis zum Ende des III. Quartals 2013 sind bereits insgesamt 1100 Behandlungsfälle von Betroffenen gemeldet worden. Die Dunkelziffer liegt allerdings wesentlich höher, wie die neue Studie der Technischen Universität zeigt.

Im ersten Teil der Studie aus den Jahren 2009 bis 2012 kamen die Wissenschaftler der TU Dresden zu dem Ergebnis, daß die Soldaten in den Afghanistan-Missionen der Bundeswehr ein sechs- bis zehnfach erhöhtes Erkrankungsrisiko haben. (…)

Eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wird bei Kriegseinsätzen zum Beispiel ausgelöst durch Situationen, in denen das Leben des Betroffenen oder anderer Menschen in Gefahr ist, er sich einer ausweglosen Situation hilflos ausgeliefert sieht oder er in Kampfsituationen Entscheidungen treffen muß, die sich später als todbringend für andere herausstellen. Die Erkrankung äußert sich unter anderem mit Alpträumen, unkontrollierbarem Erinnern und Wiedererleben der Ereignisse, Persönlichkeitsveränderungen mit emotionaler Taubheit und Entfremdung, aber auch extremer Dauererregung mit für die Umgebung nicht nachvollziehbaren Wut- und Gewaltausbrüchen. Weitere psychische Folgeerkrankungen sind Depressionen, Angststörungen und Suchterkrankungen.

IPPNW hat ein Informationsblatt für Schüler zu »Risiken und Nebenwirkungen eines Bundeswehreinsatzes im Kriegsgebiet« herausgegeben. Download: kurzlink.de/­ippnw-schueler

Begleitende Hintergrundinformation für Lehrpersonal:kurzlink.de/ippnw-lehrer

Veröffentlicht in Gewalt Frieden

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