Wann ist ein Mensch ein Kommunist?

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Die folgende Einladung ist eine Zumutung. Ich kämpfe mit mir, ob ich sie trotzdem annehme. Grund dann: Wir müssen versuchen, das Trennende zwischen uns zurückzustellen. Wenn wir "unter uns" den Sozialismus aufbauen können, dann dürfen wir, nein, müssen wir die verschiedenen Wege im Detail auprobieren. Im Moment steht NUR (?!) die Aufgabe, die Saugarme des Kapitalismus abzuschlagen. Ansonsten finde ich es pervers, im Umkehrschluss zu diesen Thesen die Bejahung Stalins zum Kriterium der Seitenwahl im Klassenkampf zu machen. Das halte ich für sachlich falsch - auf längere Sicht rächt sich jedes eigene Verbrechen - und verhindert m. E. das Wesentliche - normale Menschen werden "uns" nicht folgen; damit ist es egal, wie "wir" zu Stalin stehen. (Obwohl relativ früh Maßnahmen dagegen ergriffen worden waren, waren Racheaktionen der Sieger des 2. Weltkriegs bei aller ihrer Verständlichkeit dem Bild der Befreier abträglich. Die waren aber schon die Sieger. Wir müssen es mit Hilfe der einfachen Menschen est werden.)

 

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Günther Wassenaar 04/03/2012 16:58

könnte man es nicht auch als pervers betrachten, als "Linker" die bürgerliche Sichtweise der Historie als die einzig Wirkliche und Tatsächliche zu übernehmen. Kann es sein, dass diese Sichtweise
alles, aber auch wirklich alles unternimmt, um alle Positionen und das Wirken von Kommunisten in einem für sie günstigen Licht darzustellen und die Tatsachen zu verdrehen? Gibt es nicht genug
Belege und Beweise, dass selbst die Historie der jüngsten Vergangenheit in einem Licht dargestellt wird, die den Tatsachen in keiner Weise entspricht? Mir geht es zumindest so, werden Vorgänge der
diktatorischen DDR dargestellt, dass ich diesen Staat, der dort in BILD und Co beschrieben wird nie erlebt habe, dass ich das Gefühl habe in einem komplett anderen Staat gelebt zu haben. Aus
welchem Grund sollten die gleichen Geschichtsfälscher zu der Zeit Stalins die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit verbreiten - natürlich vollkommen uneigennützig wie das Kapital und seine
Lohnschreibe nun mal sind. Natürlich kommen einem Zweifel, wenn die ersten "Tatsachen" zu Stalin von einem "Kommunisten" sprich von Chrustschow ans Licht der Welt geholt wurden. Auch Gorbatschow
war ein Kommuniste - oder? Als solcher hat er nur die sozialistischen Länder komplett und alle verraten. Von Gorbatschow wissen wir dass er ein Verräter war - Chrustschow war eine edler ein ganz
überzeugter Kommunist und hat nur aus kommunistischer Überzeugung gehandelt und seine Geheimrede vorbereitet - natürlich als einer der schon immer gegen Stalin gewesen ist und als einer der sich
vorher an dieser Verbrechenspolitik nie beteiligt hat. Aus welchem Grund hat dann die "Bestie Stalin" einen solchen Widerstandskämpfer nich umgebracht?