Was es an Entwicklungsgesetzen gibt oder Dialektik ist ein starkes Stück

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Nun gibt es grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse, denen zufolge es eine reale tendenziell gerichtete „Entwicklung“ gibt. Damit meine ich nicht den „Marxismus-Leninismus“. Der hat solche Erkenntnisse „nur“ zusammengetragen, zu einem Weltanschauungssystem verdichtet und vor allen Dingen ihre Anwendbarkeit auf die menschliche Gesellschaft dargestellt.
Ich meine hier die Dialektik, die zum einen ein System von Zusammenhängen zu erfassen versucht, zum anderen eine zweckmäßige Methode ist, an die vereinzelten Zusammenhänge heranzukommen.
Wobei … Eigentlich wäre der Marxismus genau das richtige System für denkaktive Menschen. (Dass leider auch Denkfaule mit ihm die Erklärung der Welt kaugerecht in den Mund geschoben bekommen möchten, lassen wir einmal außen vor.) Allerdings ist er natürlich – wie jedes Denksystem – bedroht von verkrustendem Dogmatismus auf der einen und verfälschendem Revisionismus auf der anderen Seite. Dabei muss man den Marxismus als Handwerkszeug verstehen, um die Zusammenhänge in der Welt zu erfassen. Dann kann man sie gestalten, indem man die Bedingungen verändert, unter denen sie wirken. (wie unser Prophet oben.)
In der Vergangenheit wurde häufig „das Kind mit dem Bade ausgeschüttet“. Man bildete sich ein, dass wenn es „objektive Gesetze“ gibt, also Zusammenhänge, die unabhängig von einer bewussten Absicht notwendig und wiederholbar in einer bestimmten Weise auftreten, dann siege der „Fortschritt“ zwangsläufig.

Veröffentlicht in Vernünftige Welt + Zweifel

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