Weg mit den Asylantenheimen

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Eigentlich ist es die Urangst der Neanderthaler-Erfahrung: Jetzt sind "wir" die Ureinwohner und "die" die Homo sapiens. Oder nehmen wir den großen Asylantenstaat: die USA. Dort nannten sich die Wirtschaftsflüchtlinge meist (An)Siedler. Heute bauen sie die größte Mauer gen Süden - ein Bauwerk, um das sie die Limes-Römer beneideten. Wir alle hier stammen von immer neuen "Wirtschaftsflüchtlingen" ab, die zu verschiedenen Zeitpunkten eine Urbevölkerung verdrängten. Insofern steckt bereits eine makabre Erbsenzählerei in dem Versuch, Menschen, die ihren Heimatverhältnissen entflohen sind Stempel aufzudrücken, diese da sind politisch Verfolgte, die "wir" unter bestimmten Voraussetzungen zwar nur, aber im Prinzip aufnehmen müssen, jene aber sind Wirtschaftsflüchtlingen, die allein deshalb abzuschieben sind, wenn sie keinen besonderen Wert für "Deutschland" einbringen. 

Wenn eine Kultur in eine andere dringt, ist sie übrigens immer eine Bereicherung.

"Asylbewerberheime" sind also schon ihres Anliegens wegen eine zweifelhafte Einrichtung, also wegen der Absicht, nach nicht-menschlichen Kriterien Menschen die Berechtigung zum Atmen deutscher Luft zuzubilligen.

Von der Form her Frage an jeden: Stellen wir uns vor, wir würden in ein Wohnghetto mit gleichfalls vor einem unsicheren Schicksal stehenden Gefährten verfrachtet und hätten keine Betätigungsmöglichkeit, die uns ein gewisses Nützlichkeitsgefühl ermöglichte, allgemein Arbeit genannt - wie verhielten wir uns? Gingen wir da extrem pfleglich mit der Einrichtung um, die in unbestimmt kurzer Zeit nichts mehr mit uns zu tun hat? Vermieden wir jede Art von Auffälligkeit? Irgendeine Lebensäußerung brauchten wir ja ...

Die Form der Gefängnisstruktur (umrahmt durch "Residenzpflicht") erzeugt also gezielt jene Verhaltensweisen, die die Anwohner den "Asylanten" vorwerfen. Unter Menschen, die nicht arbeiten dürfen, finden sich logisch eher solche, die klauen. Wenn die dann zusammengeballt werden, finden sie auch einander ...

Das Problem ist natürlich noch komplexer. Es kommt logisch noch die Frage des Mindestlohns dazu, unterteilt in die, das es einen echten gibt und die, was mit denen geschieht, die ihn dann trotzdem nicht zahlen. Unter solchen sozial und praktisch Behinderten (es ist unwahrscheinlich, dass ein Neubürger mit nur elementaren Deutschkenntnissen die Klippen des Arbeitsrechts versteht) findet sich leicht jemand, der sich etwas verdienen will - und damit dann tatsächlich deutsche Arbeitsplätze vernichtet.

Ein bedingungsloser Mindestlohn ist eigentlich das Fundament für ein System "nichtselbständiger Arbeit". Zu Zeiten eines "Realsozialismus" mit einem anderen gesellschaftlichen Kräfteverhältnis war dies anders. Heute kann es nur eine "Ordnung" geben, wenn für jede Arbeitsstunde, die in Deutschland geleistet wird, mindestens ein bestimmter Betrag zu zahlen ist, und dessen Unterschreitung Betrug und Diebstahl gleich gestellt wird. Wichtiger, ob dieser Betrag 8,50 oder 10 Euro lautet, ist seine Unbedingtheit.

Im Augenblick ist also "die Politik" gefragt,

1. eine Ghettoisierung von "Zwangsdiasporen" weitestgehend aufzulösen (Natürlich keine "Residenzpflicht". "Refugees" sollten "unter uns" leben und wohnen. Dafür ist allerdings gemeinwirtschaftliches Wohneigentum in ausreichendem Umfang erforderlich, weil ein privater Hausbesitzer nicht zur politischen Nutzung seines Eigentums gezwungen werden kann)

2. die schnelle Integration von Flüchtlingen ins Erwerbsleben sollte erleichtert werden. Gesetzliche Bestimmungen, die dem entgegen stehen, werden ersatz- und ausnahmslos ersetzt)

3. die grundsätzliche Integration von Flüchtlingen jeder Art ist zu vereinfachen (Weg mit "Drittstaatenlösungen" u. Ä.)

Das ändert noch nichts daran, dass eigentlich das Weltproblem zu lösen wäre. Primitiv formuliert: In den potentiellen Herkunftsländern müsste für Verhältnisse gesorgt werden, dass sich die Bürger dort so wohlfühlen, dass sie nicht zu Flüchtlingen werden wollen (kein Krieg und Hunger und die ganze weitere Kette). Letztlich läuft eine tatsächliche Lösung des Refugee-Problems wie so viele andere auf den weltweiten Übergang zu Sozialismus / Kommunismus hinaus.Bis dahin sollten wir uns als Einzelmenschen um mitmenschliche Würde bemühen ...

 

 

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