Welch ein Verfassungsschmutz ... "Stasi" rehabilitiert!

Veröffentlicht auf

Ja, es gibt keinen Grund, den Umgang des Ministeriums für Staatssicherheit besonders in den letzten Jahren der DDR zu billigen. In erschreckendem Umfang wurden unschuldige und ahnungslose Bürger überwacht und da eben eine Akte geführt wurde, musste auch etwas drin stehen. Welch Freude, als es vorbei schien.

Doch wer dies, also dieses "Vorbei" ehrlich geglaubt hatte, muss bei offenen Augen merken, er ist "vom Regen in die Traufe" gekommen, hat den "Teufel durch Beelzebub ersetzt" ... nein, es ist schlimmer geworden - nur, dass das Ausmaß dieser Volkskontrolle nicht so offen liegt wie die Verhältnisse der DDR im Nachhinein. Heute ist es nur die "junge Welt", die sich die Bloßlegung der grenzfaschistischen Spitzeltrupps wagt - sie steht sowieso dort auf dem Index. Aber man muss ja darüber nachdenken, was alles ans Tageslicht käme, stürmten Bürgerrechtler all die heutigen Verfassungsaushöhlungsnester, die sich ganze Parteien halten.

Man beachte die Albernheiten, die einer Bürgerin auf ihr Auskunftsersuchen hin als linksextremismistische Betätigung zur Last gelegt werden. Das kann doch nur einen Sinn haben: Ein Klima zu schaffen, jeden linker Betätigung Verdächtigen mit einem Bannkreis der Aussätzigkeit zu umgeben, die sich mit ihm noch unterhalten, einzuschüchtern. Das geht - wenn man dazu noch die umfassnederen technischen Überwachungsmöglichkeiten bedenkt - schon sehr weit über die angebliche DDR-Diktatur hinaus. Das findet wohl nur Gestapo-Vergleiche angemessen. Man kann also sagen, dass gegen Nazis offen aufzutreten, in dem Augen der amtlichen Verfassungsbeschmutzer bereits "Linksextremismus" darstellt! 

 

Der folgende Auszug aus

http://www.jungewelt.de/2012/11-21/047.php?sstr=gingold (Auskunftsersuchen und Antwort darauf)

http://www.jungewelt.de/2012/11-21/046.php?sstr=gingold (Ein Interview dazu)

 

... Es ist hier bekannt, daß Sie am 15. Oktober 2011 im Rahmen der GegenBuchMasse im Themenspektrum Antifaschismus für die Vorstellung der Autobiographie von Peter Gingold als Referentin angekündigt waren. lhr Vortrag war innerhalb der sogenannten »Langen Lesenacht« im autonomen Szenetreff Café Exzess (vgl. Verfassungsschutzbericht 2010, S.134 und 201 1, S. 1 09 f.,www.verfassungsschutz.hessen.de) vorgesehen.

Die Anti-Nazi-Koordination initiierte am 28. Januar 2012 eine Demonstration unter dem Motto »staatliche Unterstützung für Nazis beenden – Verfassungsschutz auflösen« in Frankfurt am Main. Sie wurden als Rednerin zum Thema »40 Jahre Berufsverbote in der BRD« angekündigt.

Über die hier genannten lnformationen hinaus vermag ich lhnen keine Auskünfte zu erteilen. Unter Zugrundelegung des Zwecks der Auskunftsregelung des § 18 LfV-Gesetzes muß das von lhnen geltend gemachte Auskunftsinteresse gegenüber dem öffentlichen lnteresse an der Geheimhaltung der Tätigkeit des Landesamtes für Verfassungsschutz Hessen zurücktreten. ...

Veröffentlicht in unsere Epoche

Kommentiere diesen Post