Wenn es nicht so traurig wäre ... man könnte kopfschüttelnd lachen

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Der Überraschungsartikel der "junge Welt" erscheint immer auf Seite 8. Die Überraschung ist, dass dort immer ein Kopf des Tages präsentiert wird, aber in verschiedenen Tonlagen: von Gratulationen über positive Ausnahmen oder Personen, die sich redlich eine Anprangerung verdient haben, Gegendarstellungen, Glossen bis zu schwarzem Humor ... wobei mir letzterer am besten gefällt. Heute findet man dort einen Beitrag zum Frauentag i.w.S. Leider wurde das strittige Plakat nicht gezeigt. Ich fand auch das gut ...

Ach ja ... ist das nicht das Staatswesen, zu dessen "Schutz" diese "Patriot"-Raketen geschickt wurden? Wo dann die Bedienung Probleme mit dem Stuhlgang hat? Ich schäme mich für meinen Staat ... und lach lieber ein wenig über so viel Blödheit:

 

PKK-Sympathisantin des Tages: Rosa Luxemburg

Von Nick Brauns
Die türkische Polizei ermittelt gegen Rosa Luxemburg wegen des Verdachts, diese habe die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) unterstützt. Anlaß dafür ist ein Plakat der Demokratischen Freien Frauenbewegung in der kurdischen Metropole Diyarbakir zum Internationalen Frauentag am 8. März. Das Plakat zeigt die Bilder der 1974 in Bagdad hingerichteten Freiheitskämpferin Leyla Qasim, der drei im vergangenen Januar in Paris ermordeten kurdischen Revolutionärinnen und der Kommunistinnen Rosa Luxemburg und Clara Zetkin. Überschrieben ist das Plakat in türkischer und kurdischer Sprache mit dem offiziellen Motto der diesjährigen Veranstaltungen der kurdischen Frauenbewegung zum 8. März: »Von den Rosas zu den Sakines – Euer Wort ist unser Wort – Euer Weg ist unser Weg«. Die unter anderem von Gewerkschaften und linken Parteien unterstützten Plakate wurden jedoch von einem Gericht in Diyarbakir auf Grundlage des türkischen Antiterrorgesetzes verboten, da es »die PKK-Terrororganisation unterstützt«.

»Auf der Polizeiwache fragten sie uns, wer Rosa ist«, berichtete Sanesin Aydin, eine der Organisatorinnen der Frauentagskundgebung, dem Internetportal Bianet. Man habe es den Beamten erklärt, aber »die Polizei glaubte unserer Ausführung nicht und kündigte an, sie werde selber zu Rosa ermitteln.«

Die PKK-Mitbegründerin Sakine Cansiz, die Diplomatin Fidan Dogan und die junge Aktivistin Leyla Saylemez wurden im Januar im kurdischen Kulturzentrum in Paris ermordet. Täter war nach bisherigen Erkenntnissen ein in die kurdische Gemeinde eingeschleuster türkischer Faschist mit Geheimdienstkontakten. Die einwöchigen Aktivitäten in Kurdistan zum 8. März sind in diesem Jahr der ermordeten Sakine Cansiz gewidmet. In Van demonstrierten bereits am Montag Tausende gegen sogenannte Ehrenmorde in einer »männerdominierten Gesellschaft«.

Veröffentlicht in Gewalt Frieden

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