Wie Bürger betrogen werden

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Theoretisch dürfen Bürger was mitbestimmen. Also eine Meinung äußern. Also zum Beispiel, dass sie sich eine kommunale Stromversorgung wünschen - und das auch noch aus ökologischer Quelle.

Also so EIGENTLICH wagt da keiner außer der antichristlichen Korruptionspartei etwas dagegen zu sagen. Aber ... Das Anliegen wird mit verschiedenen Mitteln beschossen. Das wichtigste: Die Regierenden sorgen dafür, dass das Vorhaben nicht organisatorisch einfach ist. Die einfachste Organisation wäre ja, Volksabstimmungen zusammen mit Wahlen durchzuführen. Dies hätte den Vorzug, dass sich alle Bürger angesprochen fühlten - wer eben dagegen ist, stimmt dagegen. Wer EIGENTLICH dafür ist, stimmt aber eben dafür. Volkes Stimme, egal wie sie tönt, würde gehört. Wer aber irgendwann eine Abstimmung extra veranstaltet, bei der im Gegensatz zu jeder "Wahl" 25 Prozent aller (!!!) Wahlberechtigten mit ja gestimmt haben müssen, damit  83 Prozent Zustimmung gültig werden, will keine Mitbestimmung. Schauen wir doch, einfach, wie viele Abgeordnete bei der Bundestagswahl vor gut einem Monat dann gewählt wären. Wir stellen fest, dass auch die CDU mit ihrem Rekordergebnis auf nur 24,38 Prozent der Ja-Stimmen gekommen ist. Ergo: Der Bundestag wäre leer. Dass sich unter denen die am 23.9. zur Wahl gegangen sind und diesmal zur Volksabstimmung nicht noch 21374 Bürger gefunden hätten, die bei JA ihr Kreuz gesetzt hätten, dürfte wohl niemand ernsthaft bezweifeln.

Aber der Berliner Senat, der die bundesweit nun zu ertragende "große Koalition" vorweggenommen hat, hatte berechtigterweise immer noch Angst, eine Watsche zu bekommen. Keine zwei Wochen vor Abstimmungstermin wurde eine Potemkinsche Dorfstadtwerk-Simulation beschlossen, die zwar nichts mit dem Sinn der Sache zu tun hat, aber wohl ausgereicht haben mochte, dass vielleicht 30000 Berliner sich haben irritieren lassen, DIE DA OBEN haben schon reagiert - da brauchen wir nix mehr zu tun.

Eine in jeder Hinsicht schmutzige Bürgerverarsche ...

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