Wie man Ideologie ins Unterbewusstsein injiziert ...

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"Kritiker finden das Game geschmacklos."

Dieser Satz klingt irgendwie als ginge es um etwas, was mit Schutzhandschuhen anzuziehen wäre.

Dieser Satz ist der Schlüssel zu einer subtilen Propaganda-Aktion.

Er suggeriert mehrere Dinge. Zum Beispiel, dass es um etwas so Bedeutendes geht, dass es auch Kritiker gäbe. Dann den Freiheitsgedanken: Man kann es so oder so sehen. Dann, dass der Propaganda-Treiber "objektiv" über einen Sachverhalt berichte, nämlich sich nicht zu den "Kritikern" zähle, aber das zu bewerbende Objekt auch nicht bewirbt ...

Genau darum ging es dem "Focus" vom 28.9.2010 aber, als ein Mauerschützenspiel anlässlich des "Tags der deutschen Einheit" auf den Markt gebracht werden sollte.

Kommentarlos verbreitete es nun ein unter Kommunisten Mitdiskutierender, sodass mir dieses Sumpfblütenstück psychologischer Kriegsführung jetzt (erst) in die Hände fiel.

Wäre die Werbeabsicht offenbar gewesen, wäre der beabsichtigte Effekt mit Sicherheit verfehlt worden. Aber gerade die Jugendlichen waren ja die Zielgruppe, für die reizvoll ist, was irgendwelche "Kritiker" "geschmacklos" finden.

Der weitere Artikel räumt zwar ein, dass ausreichend Propagandatexte zur "richtigen" Einordnung eingebaut sind, damit es der politischen (Miss-)Bildung nutzt, aber eben nur so am Rande.

Nun werden an Grenzen an keiner Stelle Gänseblümchen verschenkt. Es eignen sich da mehrere aktuelle Grenzen besonders gut, sehr differenziert Problemsichten zu vermitteln. Man könnte beispielsweise ein Flüchtlingsboot ausspähen, versenken und dann realitätsnah entscheiden lassen, was mit den Ertrinkenden zu geschehen hat (Retten = Degradierung, Ertrinken lassen 50 Punkte, zum Foltern geben 30 Punkte). Warum also 1378 km Systemgrenze?

Nur eine Erklärung ist logisch:

Man erwartet bei der Zielgruppe ein ungenügendes geistiges Analysevemögen, also eine erhöhte Empfängnisbereitschaft für Pawlowsche Reflexe (also die Reduktion des Menschenverstandes auf Hundetraining) im Sinne von "Wer Sozialismus will, bringt Schießbefehl". Und die Betroffenen halten dies Ergebnis für eigene Meinung!!!

Ich halte den Artikel für gut gemacht. Er spielt die ganze Zeit mit der beabsichtigten Propaganda-Lehre, ohne sie einmal zu "propagieren". Immer wird mit dem Unterbewusstsein gearbeitet: Das weiß man einfach. (anstatt: So soll man das wissen)

Eigentlich könnten einem die Psycho-Krieger Leid tun: Immer wieder wachsen Menschen mit Verstand nach. 

Und dann tu ich mir selbst Leid: Davon gibt es noch nicht genug. Vor allem nicht genug mit Verantwortung, die was tun, um einer menschlichen Gemeinschaft zum Durchbruch zu verhelfen, vevor es zu spät ist ...

Veröffentlicht in Taktik des Gegners

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