Wie man Kommunisten lächerlich macht

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Eigentlich wollte ich "Wie sich Kommunisten lächerlich machen?" als Überschrift wählen. Aber wer sagt mir, dass es sich bei den Beteiligten wirklich um Kommunisten handelt ... und (wenigstens bei einigen Einpeitschern) nicht um Provokateuere?! Wie kann der "Verfassungsschutz" denn am sichersten den radikalen Linken die Kraft nehmen?

Eine Möglichkeit ist eine dialektische: Da sammeln "linke Radikalisten" einheitsgläubige Enthusiasten unter der Fahne einer angeblichen "Einheit" in der Ecke, wo sie niemand hört. Sie schreien immer lauter ... und werden umso weniger gehört ...

Die Entscheidung für eine richtige Taktik ist schwer. Es könnte sein - muss aber nicht - dass das Auftreten der Piratenpartei die Partei "Die Linke" zur inhaltlichen Radikalisierung zwingt, also die Teile der Partei aktiviert, die sich nicht im System integrieren wollen. Unter DIESEN Vorzeichen (zum Beispiel) wäre eine "Einheit" der "Radikalen" AU?ERHALB des Bestehenden eine Schwächung aller. Und wennman an die Öffentlichkeit tritt, dann möglichst so, dass sich potentiell Organisierungswillige positiv angesprochen fühlen.

Im Diskussionsforum de antiimperialistischen Linken fand sich folgender Beitrag ... und er spricht für das Scheitern einer vielleicht gut gemeinten Sache:

 

Schon wieder eine Neugründung???? 
"Kommuniqué zur Tagung ehemaliger Mitglieder der KPD(B) 
Tagung ehemaliger Mitglieder der KPD(B) am 21. April 2012 in Berlin 
„Arbeitskreis Einheit“ neu gebildet 
Am 21. April, dem Jahrestag des Beginns des Vereinigungsparteitages von KPD und SPD im Jahre 1946 und gut ein Jahr nach Auflösung der KPD(B) trafen sich in Berlin ehemalige Mitglieder der KPD(B) zu einer Tagung. 
Ziel der Tagung war es, die Entwicklungen in der kommunistischen Bewegung in Deutschlands und den Stand der Bemühungen zur Schaffung einer einheitlichen, marxistisch-leninistischen Partei kritisch zu prüfen und Schlussfolgerungen für die weitere politische Arbeit zu ziehen. 
Im April 2011 hatte sich die KPD(B) aufgelöst und ihre Mitglieder aufgerufen der Kommunistischen Initiative (KI) beizutreten. Ziel war es, damit die Kräfte für den Fortgang des Prozesses hin zur Überwindung der Spaltung und der Vereinigung der Kommunisten unter dem Banner des Marxismus-Leninismus in einer einheitlichen Partei zu bündeln. 
Die Mitglieder der Tagung stellten fest, dass dieses Ziel nicht erreicht werden konnte. Statt dessen setzten sich im zurückliegenden Jahr der Verfall und die krisenhafte Entwicklungen in den kommunistischen Parteien und Organisationen weiter fort. Vom Sog dieser negativen Entwicklungen wurde auch die Kommunistische Initiative erfasst. So entstanden zwischen ehemaligen KPD(B)-Mitgliedern und der Führung der KI ernsthafte Differenzen, was die strategisch-taktische Ausrichtung der KI, ihren organisatorischen Aufbau, die Fragen der Einheits- und Bündnispolitik, der Verlags- und Publikationstätigkeit und des Umgangs miteinander, insbesondere bei der Klärung von unterschiedlichen Positionen und Kritik, anbelangte. Schließlich sahen die ehemaligen Mitglieder KPD(B) keine andere Alternative, als die KI zu verlassen oder ausgeschlossen zu werden. 
Die Mitglieder der Tagung bedauern diese Entwicklungen ausdrücklich, zumal es zum ursprünglich richtigen Ansatz der KI, wie er im Aufruf von 2008 festgelegt wurde, nicht nur keine theoretische Alternative, sondern derzeit auch keine organisatorische Alternative gibt, da auch alle anderen gegenwärtig existierenden kommunistischen oder sich kommunistisch nennenden Parteien oder Gruppen nicht willens oder in der Lage sind, dem nach wie vor nötigen und dringenden Einheitsprozess substanzielle Impulse zu verleihen. 
Die ehemaligen KPD(B)-Mitglieder berieten daher auf ihrer Tagung am 21.04.2012, auf welche Weise und mit welchen Mitteln und Möglichkeiten sie auf diese Lage reagieren wollen. 
Einigkeit bestand darin, dass es weder zweckmäßig noch politisch sinnvoll ist, die KPD(B) wiederzugründen, eine neue Partei oder „dritte KI“ zu gründen, es aber zwingend notwendig ist, eine Form zu finden, in der die ehemaligen KPD(B)-Mitglieder und Gleichgesinnte auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus und anknüpfend an die Einheitspolitik der KPD(B) und den Aufruf zur Gründung der KI von 2008 weiterarbeiten. 
Zu diesem Zweck wurde Folgendes von den Mitgliedern der Tagung beschlossen: 
Der „Arbeitskreis Einheit“ hatte 2011 die Aufgabe, die organisatorische Auflösung der KPD(B) zu übernehmen und den politischen Übergang zur gemeinschaftlichen Arbeit für die Einheit in der KI zu organisieren. Da die letztere Aufgabe nicht im Sinne der ehemaligen KPD(B)-Mitglieder erfüllt werden konnte, beschloss die Tagung erneut einen „Arbeitskreis Einheit“ (AKE) zu bilden, der in inhaltlicher Kontinuität zur Einheitspolitik der KPD(B) arbeiten wird. Der AKE ist dabei weder eine „Nachfolgeorganisation“ der KPD(B), noch eine neue Partei und auch kein Verein, sondern ein einfacher Zusammenschluss Gleichgesinnter. 
Für die künftige Arbeit des AKE wurde festgelegt: 
Um die politischen Grundsätze und Ziele des AKE inhaltlich zu verdeutlichen und öffentlich zu publizieren, wird der AKE eine umfassende Politische Erklärung erarbeiten. 
Der AKE wird eine eigene Internetpräsenz einrichten und eigene Publikationen veröffentlichen. 
Zur Sicherung einer organisierten Arbeitsweise gibt sich der AKE eine Arbeits- und Organisationsordnung. 
Nach der Veröffentlichung der Politischen Erklärung, die spätestens für Juni 2012 geplant ist, wird sich der „Arbeitskreis Einheit“ mit Vorschlägen und Initiativen an die Kommunisten in Deutschland wenden, um den zwischenzeitlich wieder abgebrochenen Einheitsprozess neu zu beleben. Dabei sind wir uns bewusst, dass dies ein langer, komplizierter Weg sein wird, der ebenso politische Klarheit und Standhaftigkeit erfordert, wie Klugheit, Geduld und einen solidarisch-kameradschaftlichen Umgang miteinander in der aufrichtigen Diskussion um mögliche Wege zur Einheit der Kommunisten und der gemeinsamen Arbeit dafür. In diesem Sinne ist der „Arbeitskreis Einheit“ bereit mit allen ehrlich Interessierten das Gespräch aufzunehmen. 
Berlin, 21. April 2012" 
Die KPD(B) hat nie aufgehört zu bestehen, der Beschluss von einigen Leitungsmitgliedern zur Auflösung der KPD(B) war nie gedeckt gewesen durch die Mitglieder. Die meisten Mitglieder sind der geplanten Gesamtmitgliederversammlung fern geblieben so das die Verräter fast alleine da waren. Als Landesvorsitzende von Berlin/Brandenburg stand ich alleine da mit meiner Gegenstimme (5 gegen 1), den treibenden Kräften ging es aber mehr darum das Inventar zu verscherbeln auch auf illegaler parteifeindlicher Weise. Allen voran der Genosse U. Lange. 
Schade ist es das durch solche "Genossen die Kommunistischen Parteien immer wieder geschädigt werden.

Veröffentlicht in politische Praxis

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