Zeitreise zu Karl May: Abdullah ibn Abd Al-Aziz Al Saud ist den deutschen Herren guter Freund

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zuerst ein Gedicht:

Vom so netten König Abdutrullalah

 

Der König Abdutrullalah kennt sich mit Frauen aus.

Von ihnen hat im Harem er genug für Saus und Braus.

Er weiß genau, dass Autofahrn die Eierstöcke schädigt.

Drum wird der Frauen Eigensinn mit Staates Stock erledigt.

 

Der König Abdutrullalah ist einer von den Guten.

Drum lässt er auch noch ungestraft nicht nur die Frauen bluten.

Er rüstet wüste Banden aus, die Frauenstöcke schützen.

Und was er so für Panzer zahlt, kann deutscher Wirtschaft nützen.

 

Der König Abdutrullalah ist Menschenrechtsverdrehter.

Doch weil er Öl und Ordnung bringt, das passt scho, ja so geht er.

Mit Fraun am Steuer gäbe es manch neue Missgeburt.

Wie gut, dass die bis heut bei ihm noch ausgeschlossen wurd.

 

In Deutschland gilt der Islamist gemeinhin als gefährlich.

 

Nur der, der wirklich schrecklich ist, ist Deutschlands Freund und ehrlich.

 

Sollte nun aber jemand nicht wissen, um wen und um was es geht, und mich deshalb der Verbreitung von Klischees bezichtigen wollen, hier der schöne Artikel aus der Tageszeitung "junge Welt", WE-Ausgabe, Seite 8:

 

26.10.2013 / Ansichten / Seite 8Inhalt

Frauenversteher des Tages: König Abdullah

Hand aufs Herz, hätten Sie’s gewußt? Autofahren beschädigt die Eierstöcke und erhöht die Zahl der Mißgeburten. Jedenfalls hat das ein saudiarabischer Rechtsgelehrter in einer Fatwa (Rechtsgutachten) behauptet. So spannend kann Wissenschaft sein.

Allerdings nimmt in Saudi-Arabien die Zahl der Frauen zu, die solchen gelehrten Aussagen mißtrauen. Am Freitag fuhr eine voll verschleierte Frau am Steuer eines Autos durch die Hauptstadt Riad. Es war der Auftakt für einen Aktionstag am heutigen Samstag gegen das im Land geltende Frauenfahrverbot. Wie schon 1990 und das letzte Mal vor gut zwei Jahren wollen Frauen Autos fahren und so sichtbar für jederman (n) gegen ihre Diskriminierung protestieren. Zwar gibt es kein Gesetz, das ihnen solcherlei Handlungen verbietet, aber die Behörden stellen Frauen einfach keinen Führerschein aus und berufen sich dabei auf einen nicht existierenden »sozialen Konsens«.

So sind viele Frauen auf einen Chauffeur angewiesen, der sie dann oft genug ein Drittel ihres Monatsverdienstes kostet. Für den greisen Herrscher Abdullah ibn Abd Al-Aziz Al Saud scheint es existentiell, daß das Land im mittelalterlichen Stillstand der Frauenunterdrückung verharrt. Und so hat er vor dem Protesttag einen umfangreichen Repressionskatalog veröffentlichen lassen. Bestraft werden nicht nur alle Frauen, die durch Aktionen gegen das Frauenfahrverbot »den gesellschaftlichen Frieden« gefährden, sondern auch der männliche »Vormund« jeder Frau, die gegen das Verbot verstößt, sowie jeder Mann, der einer Frau sein Auto überläßt. Wer im Internet zur Teilnahme an den Protesten aufruft, kann wegen dieses »Informationstechnologie-Verbrechens« mit bis zu fünf Jahren Haft und Geldbußen bis zu drei Millionen Rial (rund 578000 Euro) bestraft werden.

(ulis)

Veröffentlicht in Venezuela u.a.

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