Zur Zeit zwischen Kapitalismus und Sozialismus ...

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Was liegt denn hinter uns: Lebensschreie einer Steißgeburt. Schafften wir es, etwas mehr „weltgeschichtlich“ auf die DDR und jenen damaligen „Realsozialismus“ zurückzublicken, dann müssten wir uns eigentlich wundern, welch gewaltige Leistungen dieses unter ungünstigsten Bedingungen ans Licht gekommene Etwas trotzdem erreicht hat.
In gewisser Hinsicht war diese frühe Gemeinschaft selbstmörderisch sozial. Leider war dies mit einem Haufen von zerstörten Illusionen verbunden, die ihren Teil zum Zusammenbruch beitrugen.
Zu den Illusionen gehörte das totale Verkennen des Gegners. Klar. Heute ist einigen in den „eigenen Reihen“ die Maske vom Gesicht gefallen. Sie haben sich als Hirngeschwülste eingebildeter Macht geoutet, waren schlicht Verräter. Mal selbstverliebt wie Gorbatschow, der sich heute darin sonnt, wenn „Mächtige“ ihm die Hand geben – und der sich, wäre alles anders gekommen, wohl als Erfinder eines „offenen“ Sozialismus feiern ließe. Mal einfach eklig und persönlich gefährlich voll Mitmenschen-Verachtung wie Bezirkssekretäre der Schabowski-Art. Ohne sie wäre das Zurückdrehen des Zeitenrades nicht möglich gewesen. Dann all die offenen „Klassenfeinde“. Einige von ihnen schafften es sogar, philosophisch-politischen Unsinn in die Theorie der Staatssozialisten zu schleusen - die Floskel von der „Friedensfähigkeit des Imperialismus“ zum Beispiel. Der Expansionsdrang des Kapitalisten endet immer nur an den Mauern der Stärkeren – und bei Strafe seines Untergangs muss er nach Überwindung dieser Mauern suchen, Krieg eingeschlossen.
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