Montag, 25. august 2008
Gesamtprogramm:

 

Literatur

Buch I „Das Kapital“ in: „Das Kapital“ Band 1 bis 3 MEW Bd. 23 - 25

 

1.Thema Vorworte zu Bd 1 und Bd. 3

 

Der Kapitalist als personifiziertes Kapital (philosophische Fragen zum Vhß. Sein Bewußtsein)

Die politische Ökonomie als Wissenschaft

Reaktionen auf das Erscheinen von Band 1 „Das Kapital“ und Auseinandersetzung mit bürgerlichen Positionen in den Vorworten

Marx'sche Denkweise und Einordnung Des Werkes das Kapital in sein Gesamtwerk (kleiner Ausflug zu Hegel und zu Adam Smith))

 

vorbereitende Hausaufgabe: Studieren S. 11-46 in MEW Bd. 23 und Vorworte zu Band 3 in MEW Bd. 25 S. 7-35

 

 

 

2. Thema Ware und Geld (zwei Veranstaltungen)


Gebrauchswert-Tauschwert, Wert

Bestimmung des Wertes der Ware (ganz langsam)

Springpunkt der Politischen Ökonomie

Konkrete Arbeit – abstrakte Arbeit, unterschiedslose gleiche menschliche Arbeit

Ausbeutung und Wertgesetz

Wertgesetz und Preisbildung

Wert und Preis der Ware Arbeitskraft

(Selbstausbeutung)

Gold

Geld als Maß der Werte und Maßstab der Preise

Geld heute plus kleiner Exkurs in Geschichte der pol. Ök. Monetarismus und Merkantilismus

 

vorbereitende Hausaufgabe: Studium S.49-160 in MEW Bd. 23 das Kapital Bd. 1

und weil es so schön war zum 2. Termin das gleiche noch einmal plus Vorwort Bd.2 das Kapital in MEW Bd. 24

 

3. Thema Verwandlung von Geld in Kapital

 

G -W – G, die allgemeine Formel des Kapital

Unterschied zwischen den Formeln G-W-G und W-G-W

Zirkulation als Quelle von Mehrwert

Austausch zu Äquivalenten – gegenseitiger Betrug, Inflation

Handelskapital

zinstragendes Kapital

 

Kauf und Verkauf der Arbeitskraft, doppelt freier Lohnarbeiter

Wert der Ware Arbeitskraft

Preis der Ware Arbeitskraft

vorbereitendes Studium S. 161-191 Bd.1 und damit es später nicht zu viel wird ab S.192 bis Seite 330 Die Produktion des absoluten Mehrwertes ebenda

 

 

4. Thema Die Produktion des absoluten und relativen Mehrwertes und

Arbeitslohn

 

Unterthemen weiß ich noch nicht genau, richtet sich ein bißchen nach dem errreichten Stand, auf alle Fälle aber Arbeitslohn und unterschiedliche Entlohnung in unterschiedlichen Ländern.

 

Inhalt wird weiterhin die Marx`sche Methode des Aufsteigens vom Abstrakten zum Konkreten sein.

 

5. Thema Akkumulationsprozess des Kapitals

 

einfache Reproduktion

Verwandlung von Mehrwert in Kapital

Das allgemeine Gesetz der kap. Akkumulation

 

Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation wird als Vortrag abgehandelt, lesen müssen alle

 

 

 

An der Stelle eine Zäsur alle haben das Kapital Bd. 1 studiert

 

Reproduktion und Zirkulation des gesellschaftliche Gesamtkapitals könnte Thema sein

 

Unbedingt: Die trinitarische Formel im Kapital plus aktuelle Literatur

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Mittwoch, 20. august 2008
Wer zufällig drauf gestoßen ist:

In Potsdam startet im Oktober im dritten Jahr eine offene Weiterbildung zum Marxismus, Fernstudium, einmal drei Stunden Anwesenheit in Potsdam an einem Samstag im Monat ... aber viel Selbstudium...
Das gerade veröffentlichte Studienpaket ist die Vorbereitung auf Runde 1 im Kurs Geschichte und Philosophie.
Man kann da auch aus der Ferne via Internet mitmachen...

Dann sollte man abe auch hier mitmachen...
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Mittwoch, 20. august 2008
 Aufgaben 1. Semester Klasse 2

 

Über den Zusammenhang von Philosophie und Ideologie in der Menschheitsgeschichte

 

Bitte lesen:

 

Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie

MEAW Bd I S. 9 – 25 oder Werke Bd. 1 S. 378 - 391

 

Thesen über Feuerbach

Bd. I S, 196 – 200 Bd. 3 S,. 5 – 7

 

Die deutsche Ideologie

Bd. I S. 203 - 277 Bd. 3 S. 17 – 77

 

Das Elend der Philosophie (Siebente und letzte Bemerkung)

Bd. I S. 298 – 312 Bd. 4 S. 139 – 144 und 175 – 182

 

Marx an Annenkow

Bd. I S. 607 - 621 Bd. 27 S, 451 - 463

 

Der deutsche Bauernkrieg

Bd. II S. 155 – 174 Bd. 7 S. 342 - 358

 

Anti – Dühring (Herrn Eugen Dührings Umwälzungen der Wissenschaften)

Bd. V S. 23 – 34 oder Bd. 20 S. 16 – 26 (Einleitung)

„ S. 121 – 133 „ S. 100 – 111 (XI Moral + Recht, Freiheit + Notw.)

„ S. 133 - 144 „ S. 111 – 120 (XII Quantität und Qualität)

„ S. 144 – 159 „ S, 120 – 133 (XIII Negation der Negation)

„ S. 281 – 326 „ S. 239 – 278 (3. Abschn. I – III)

 

Sozialismus und Religion

Lenin

AW. Bd. II S, 199 – 204 Werke Bd. 10. S. 70 - 75

 

 

Allen viel Freude bei Studium

 

Herbert

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Montag, 11. august 2008

3.3 Weiter sollten auch die Zeithorizonte beachtet und nicht alles nur von unserer eige­nen relativ kurzen Lebensdauer her bemessen werden. Die Erde ist 4,3 Mrd. Jahre alt. Die Geschichte des homo sapiens begann vor etwa 200.000 Jahren; die ,,Erfindung“ von Viehzucht und Ackerbau, damit verbunden die Sesshaftigkeit und der Beginn der frühen Klassengesellschaft lagen vor etwa 12.000 Jahren; Anfänge der industriellen Revolution gab es erst vor rd. 250 Jahren. Die mögliche Zukunftserwartung unserer biologischen Art aber beträgt wahrscheinlich noch MILLIONEN von Jahren! Es ist unvorstellbar, was aus der Menschheit in dieser Zeit alles noch werden könnte! Wissenschaftlich, technisch, ge­sellschaftlich und auch in Bezug auf ihre eigenen menschlichen Qualitäten!

 

3.4 Der Zug der Menschen durch die Zeit begann mit von Afrika ausgehendem Vordrin­gen isolierter kleiner Horden in neue Gebiete. Mit Fortschritten ihrer Produktivkräfte ent­wickelte sich ihr Menschsein (Sprache, begriffliches Denken) und ihre gesellschaftliche Organisation, bildeten sich unterschiedliche äußere Merkmale (Hautfarbe) und andere Unterschiede zwischen den Gruppen (Ursprachen) heraus, wuchsen Horden in Stämme, Völkerschaften und Völker hinüber. Bei Berührungen gab es Erfahrungs- und Produkten-austausch, aber auch Kämpfe, vor allem Revierkämpfe, Eroberungen, Unterwerfung und Verdrängung bis zur Ausrottung, aber auch Übernahme der kulturellen und zivilisatori­schen Errungenschaften der Unterworfenen bzw. der Eroberer und Verschmelzungen.

Erst seit dem Beginn der Klassengesellschaft kamen Klassenkämpfe im Inneren der jeweiligen Gesellschaft zu diesen Kämpfen hinzu, verflochten sich mit ihnen und modifi­zierten sie weitgehend, wurden zeitweilig bestimmend.

Die heutigen und künftigen Vorgänge in der Welt das sind insgesamt die Prozesse, wie die Menschheit zur ,,Menschheit für sich“ werden wird, zu einer Menschheit zusam­menwächst, wie sich der Mensch seiner Rolle, Möglichkeiten und Grenzen als Mitglied der ,,Besatzung“ des ,,Raumschiffs Erde“ bewusst werden wird. Er wird künftig dazu kommen, ,,seinen“ Planeten in Gemeinschaft mit allen und im Einklang mit den Erfordernissen der ganzen Biosphäre bewusst in Besitz zu nehmen. Zu dem Zweck wird er auch die Aneig­nungsverhältnisse entsprechend ändern, d.h. auch Sonderstellungen einzelner Staaten hinter sich lassen und die kapitalistische Produktionsweise überwinden diese Grundla­gen für Kriege, Zerstörungen und die Gefahren einer Selbstauslöschung.

Welche neuen Widersprüche in diesen Prozessen entstehen und die Menschheit nach der Lösung des Hauptwiderspruchs unserer Zeit vorwärts treiben werden, ist heute beim besten Willen nicht abzusehen.

 

Prof. Dr. H. Wachowiak, Prof. Dr. A. Dippe, Prof. Dr. G. Durak, Prof. Dr. F. Matho

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Sonntag, 10. august 2008

3.2 Weiter sollte bei alledem auch die mögliche Entwicklung der Produktivkräfte in Rech­nung gestellt werden. Wenn es z.B. gelänge, die für uns unerschöpflichen Energien aus Sonne, Mond, Erde und die Möglichkeiten des Wasserstoffs kostengünstig zu erschließen und zu speichern, könnten die fossilen Brennstoffe ersetzt werden. Das hätte außeror­dentlich starke Auswirkungen auf die Weltpolitik und die Beschleunigung des wissen­schaftlich-technischen Fortschritts, besonders auch auf die Möglichkeiten des Aufholens der Entwicklungsländer. Weitere Automatisierung und die mögliche Biologisierung vieler Zweige der Industrieproduktion täten ein übriges. Eine raschere Entwicklung der Arbeits­produktivität würde die Herausbildung der materiell-technischen Grundlagen des künfti­gen Weltsozialismus beschleunigen und auch Möglichkeiten der realen Anderung von Ei­gentumsverhältnissen ausweiten.

Andererseits müssen die weitere Klimaerwärmung und ihre möglichen katastrophalen Folgen, letztlich die gesamte Menschheit betreffend, in Betracht gezogen werden. Das könnte Auswirkungen haben, die auch die bisherigen Überlegungen weitgehend über den Haufen werfen würden. Aber eins würde bleiben: Wenn die Menschheit überhaupt über­lebt, wird sie weil sie vernunftbegabt ist irgendwann künftig im Sozialismus leben.

 

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Samstag, 9. august 2008

3 Zusätzliche Erwägungen

3.1 Die reale Geschichte ist reicher als jede Voraussicht. Die historische Spanne bis zum Untergang des Kapitalismus erweist sich als weit länger, und das Kapital zeigt sich erheb­lich lernfähiger als Marx und Engels im ,,Manifest“ zunächst angenommen hatten.

Auch die Staaten spielen in der heutigen Zeit in der Weltpolitik und in der Weltge­schichte eine weit größere Rolle als zu erwarten gewesen wäre (2 Weltkriege und ihre Folgen). Die Beziehungen der Staaten werden noch lange Zeit im Vordergrund stehen. Die Klassenkämpfe in den einzelnen Ländern sind aber eng mit der internationalen Politik der Staaten verwoben.

Der bürgerliche Staat ist nicht mehr nur Instrument der herrschenden Klasse zur Un­terdrückung der Ausgebeuteten er ist selbst zu einer starken ökonomischen Potenz angewachsen, ist Element der Produktionsverhältnisse geworden, hat sich zu einem Ap­parat zur möglichen Leitung der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft entwickelt und er tritt international als eine Art kapitalistischer (Gruppen-)Eigentümer (sozusagen ,,im Na­men des Volkes“) auf. In bestimmtem Maße existieren tatsächlich politisch wirksame ,,na­tionale Interessen“, die auch die Nicht-Eigentümer von Produktionsmitteln berühren.

Auf diesen Grundlagen ist die relative Selbständigkeit des Staates innerhalb der Ge­sellschaft gestiegen. Er ist, gerade auch in seiner bürgerlich-demokratischen Gestalt, von den Klassen und Schichten und politischen Richtungen umkämpft. Er könnte prinzipiell mit dem nötigen Druck von unten auch zu einem Instrument der Veränderung der Machtverhältnisse und zur schrittweisen Transformation der gesellschaftlichen Verhältnis­se in Richtung Sozialismus entwickelt und als solches genutzt werden.

 

 

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Freitag, 8. august 2008

2.3 Dieser Anfang würde und könnte in der Ökonomie zunächst doch nur darin bestehen, vor allem durch Anderung der Steuergesetze zu Ungunsten der Superreichen und des arbeitlosen Einkommens bei gleichzeitiger Erhöhung des staatlichen Anteils am Bruttoso­zialprodukt und durch die Senkung unnötiger (und schädlicher) Ausgaben (bes. Rüstung) mit einer sozialistischen Gesellschaftspolitik, besonders einer wirklichen Sozialpolitik, zu beginnen. Direkte Eingriffe in die Eigentumsverhältnisse (wie übernahme von Großban­ken) würden die Massen (einschließlich Mittelschichten) nicht unmittelbar berühren. Auch nachfolgende Anderungen in der Produktionsstruktur (z.B. Ausbau des Umweltschutzes, Abbau der Rüstungsindustrie) würden einvernehmlich und sozialverträglich erfolgen.

Entsprechende Varianten für all das sollten dem Volk vorgerechnet werden, damit es die Möglichkeit und die Vorteile einer solchen Politik begreift und sich dafür entscheidet.

 

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Donnerstag, 7. august 2008

2.2 Wer sich für eine sozialistische Perspektive entschieden hat, trägt auch Mit verant wor­tung für die Menschheit, speziell für die ausgebeutete Mehrheit, auch wenn andere an der Macht sind! Linke Kräfte bzw. Parteien sollten, wenn es, langfristig gesehen, vorwärts hilft, auch an Regierungen teilnehmen oder sie unter bestimmten Umständen sogar führen, wenn die reale Möglichkeit einer Kursänderung besteht und genutzt werden kann!

Die wichtigsten Anknüpfungspunkte an vorhandene Massenstimmungen könnten sein:

Frieden zwischen den Völkern, verbunden mit Abrüstungsforderungen und soziale Ge­rechtigkeit, verbunden mit Forderungen nach sozialer Chancengleichheit für alle.

Ohne eine gegen Neoliberalismus gerichtete Ausweitung und Befestigung dieser Mas­senstimmungen und ohne, darauf fußend, den Vorrang der Politik gegenüber der Okono­mie durchzusetzen, die Rolle des Staates zu stärken und die Staatsmacht im Land und in der EU einigermaßen fest in der Hand linker, auf Sozialismus orientierter Parteien zu ha­ben, wird es keinen wirklichen und zielstrebigen Anfang zum Übergang zu sozialistischer Entwicklung geben können.

 

 

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Mittwoch, 6. august 2008

2 Zu möglichen Wegen zum Sozialismus

2.1 Aufgrund der wachsenden Globalisierung und der Entschlossenheit der imperialisti­schen Mächte, auch militärische Mittel einzusetzen, ist nicht zu erwarten, dass einzelne Länder, die evtl. aus dem Kapitalismus ausbrechen, sich auch nur kurze Zeit, geschweige denn (wie die SU in den 20er und 30er Jahren) längere Zeit halten könnten. Wahrschein­lich wird sich künftig der Ubergang nur weltweit verflochten vollziehen können.

Gegenwärtig und auch künftig ist in den kapitalistisch entwickelten Ländern wenn keine Weltkatastrophe eintritt keine Revolution (im üblichen Sinn Machtwechsel durch Aufstände) mehr zu erwarten. Auch dann, wenn die mit der Globalisierung verbundene Tendenz zum Sozialabbau nicht zu revolutionären Situationen führen wird, können sozia­le Kämpfe die Entwicklung in Richtung Sozialismus vorantreiben. Der Ubergang zum So­zialismus könnte dann über einen sehr viel längeren Transformationsprozess erfolgen. Das würde sicherlich zugleich eine Periode verstärkter politischer, ökonomischer und deologischer Auseinandersetzungen sein, auf die die Massen sich einstellen müssten. Es darf niemals übersehen werden, dass die gegenwärtigen ,,Beherrscher der Welt“ die­sen Prozess nicht einfach kampflos hinnehmen, sondern ihm erbitterten Widerstand unter Nutzung aller ihnen zur Verfügung stehenden Machtmittel (politisch, ökonomisch, militä­risch, Massenbeeinflussung) entgegensetzen würden.

 

In einzelnen Ländern wie der BRD könnten aber wieder Ansätze in Richtung Sozial­staat wie in den 70er Jahren erkämpft und festgemacht werden. Zu Ansätzen sozialisti­scher Produktionsverhältnisse könnten sie aber nur in der EU gemeinsam und abge­stimmt weitergeführt werden. Die EU wäre dem wirtschaftlichen Raum und Gewicht nach groß genug und sie könnte, gestützt auf dauerhafte linke Mehrheiten, die Vollmachten und Strukturen und eine entsprechende Verfassung erhalten, die notwendig sind, um die erforderlichen Schritte abzusichern. Die EU dahingehend umzuformen — das könnte eins der wichtigsten Ziele aller europäischen Linken für das laufende Jahrhundert sein.

Die VR China könnte im Verlauf von einigen Generationen einen Zustand erreichen, der sie zum Ausbau sozialistischer Verhältnisse befähigt und es ihr ermöglichen würde, die Welt mit sich zu ziehen. Innere Voraussetzung wäre die Beibehaltung ihrer Orientie­rung und eine kluge Politik. Auch für Russland wäre in dieser Hinsicht sicherlich künftig manches möglich... In Lateinamerika und sicher auch anderswo anstehende Kämpfe um den sozialen Fortschritt werden, auch wenn sie wahrscheinlich selbst noch keine eigenen Möglichkeiten für eine sozialistische Entwicklung schaffen können, der Welt helfen, vor­wärts zu kommen.

 

 

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Dienstag, 5. august 2008

1.4 Aus dem Gesagten ergibt sich auch das Bild des künftigen Sozialismus in heutiger

Sicht: Er wird im Einzelnen so sein, wie die Menschen ihn im alltäglichen Leben im

Rahmen ihrer objektiven Möglichkeiten selbst gestalten werden.

Sein Ziel wird sein, allen Menschen ein menschenwürdiges Leben (einschl. Arbeiten) und einem jeden die Entfaltung aller seiner (positiven) Fähigkeiten zu ermöglichen. Die­ses Ziel ist objektiv gegeben die Menschheit kann es sich nicht leisten, Talente zu ver­schenken. Und es ist zutiefst humanistisch und gewollt. Soziale Chancengleichheit für alles, was Menschenantlitz trägt, Hilfe für die Schwachen Glück für jeden, soweit das von der Gesellschaft abhängt. Solidarisches Glied der Menschheit und ausgeprägtes Indi­viduum das wäre das Idealbild des künftigen sozialistischen Menschen.

Die volle demokratische Mitbestimmung eines jeden über alle gesellschaftlichen Be­lange und die persönlichen Rechte und Freiheiten des Einzelnen werden ebenso wie die sozialen Rechte in bisher ungekanntem Maße gewährleistet sein. Sicherlich wird es auch bestimmte Bürgerpflichten geben.

Bedingung sozialer Gerechtigkeit wird sein: die Haupt-Produktionsmittel werden weltweit als Eigentum der Menschheit behandelt. Die vielen Milliarden einzelner wirt­schaftlicher Akte dagegen werden im Rahmen der gesellschaftlichen Gesamtsteuerung wahrscheinlich weitgehend der Selbstorganisation überlassen bleiben, dem Wertgesetz.

 

 

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